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Ritterkreuzträger Karl-Heinz-Holzapfel
Major, Pioniere

     
Karl-Heinz Holzapfel begann seine militärische Laufbahn als
Offizier im Pionier-Bataillon in Hannoversch-Münden. Im Jahre 1936 ist er Ausbilder
des Stammpersonals von Teilen der 29. Infanteriedivision (mot.).
Im Oktober 1938 und März 1938 nimmt er an der Besetzung des Sudetenlandes sowie
der Tschechoslowakei teil.
Im Polenfeldzug ist er Zugführer in der Aufklärungs-Abteilung der 29. ID (mot.)
im Raum Lysa-Gora. Nach einer Verwundung kommt er am 07.09.1939 ins Feldlazarett
nach Tschenstochau. Für seine bisherigen Einsätze er hält er das Eiserne Kreuz
II. Klasse und kommt kurze Zeit später wieder an die Front, wo er am Kampf um
die Festung Modlin beteiligt ist.
Nach dem er den Posten des Ordonnanz-Offiziers seines Bataillons übernahm wird
er im Westfeldzug Chef der 3.Kompanie des Pionierbataillons (mot.) 29 und kämpft
um die Brücken an der Marne, wo er erneut verwundet wird (Beindurchschuss) und
das Eiserne Kreuz II. Klasse erhält.
Nachdem die Division nach den Kampfhandlungen wieder in die Heimatgarnisonen
verlegt wird, beginnt Anfang Sommer die Bereitstellung für den Feldzug gegen
Russland, in dessen Rahmen Holzapfels Division nach Polen transportiert wird.
Die Division setzt über den Bug über und marschiert bis auf Smolensk weiter, wo
er eine weitere Verwundung erhält, aber bei der Truppe verbleiben kann. Es
folgen schwere Kämpfe im Raum Brjansk.
Nach einer erneuten Verwundung kommt er bis Dezember 1941 ins Heimatlazarett und
erhält das Deutsche Kreuz in Gold. Er wird dann Kompaniechef in einem
Ersatz-Bataillon und am 20.04.1942 als Hauptmann Lehrer an der Pionier-Schule
Dessau-Rosslau und später Lehrgangsleiter an der Pionier-Schule in Pisek im
Protektorat.
Nach dem Untergang der 29. Infanteriedivision (mot.) in Stalingrad wird diese in
Frankreich neu aufgestellt und als Panzergrenadier-Division nach Italien
verlegt, wo Holzapfel am 15.06.1943 Bataillonskommandeur in der Kampfgruppe
Sizilien wird.. Er nimmt an einem Sperreinsatz an der Strasse von Messina teil
und erhält für die hervorragenden Leistungen bei der Gewährleistung des
Übergangs der Einheiten mit sämtlichen Waffen auf das italienische Festland am
09.09.1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als Hauptmann und Kommandeur des
Pionier-Bataillons (mot.) 29.
Sein Pioniereinsatz beim Stellungsbau an der Cassino-Front ermöglichte den
verteidigenden Fallschirmjägern die ruhmvolle Verteidigung und die damit
verbundene Verzögerung des feindlichen Vormarsches.
Vom März bis April 1944 übernimmt er kurzzeitig die Führung des
Infanterieregiments 71 seiner Division und wird dann in den Stabsdienst beim
General der Pionier-Truppen im Oberkommando des Heeres nach Ostpreußen
versetzt. Später verlegt er nach Zossen, Potsdam, Plön und Mürwick.
Bei Kriegsende gerät er in englische und später in amerikanische Gefangenschaft
und verbringt diese Zeit in den Lagern in Hessisch-Lichtenau und Heidelberg, bis
er im November in die englische Zone entlassen wird.
Karl-Heinz Holzapfel starb am 15.01.2003 in Bad Hersfeld.
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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