Hans-Valentin Hube wurde am 29. Oktober 1890
in Naumburg a.d. Saale geboren, er trat am 27. Februar
1919 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment Fürst Leopold von
Anhalt-Dessau Nr. 26 in Magdeburg ein. Bei Kriegsbeginn war er Leutnant und
Zugführer im Infanterie-Regiment 26. Am 24. August 1914 wurde er Adjutant des
II. Bataillons des Regiments. Am 20. September 1914 wurde er bei Fontenay
schwer verwundet und er verlor in der anschließenden Operation seinen linken
Arm. Trotzdem kehrte er im Januar 1916 als Oberleutnant wieder an die front
zurück und wurde Kompanieführer der 7. Kompanie im Infanterie-Regiment 26. Im
Juli 1916 wurde Hube zum Ordonnanz-Offizier beim Generalkommando des IV.
Armeekorps ernannt und im November 1916 Regimentsadjutant im
Infanterie-Regiment 26. Im Juni 1917 übernahm er stellvertretend ein Bataillon
in seinem Regiment, ab dem 20. Januar war er als Hauptmann stellvertretender
Brigade-Adjutant. Nach einer kurzen Verwendung als Generalstabsoffizier beim
Stab der 7. Infanterie-Division wurde er im April 1918 Adjutant des II.
Bataillons des Infanterie-Regiments 26. Bei der Abwehr eines englischen
Panzerangriffes erlitt er schwere Gasverletzungen und musste in ein Lazarett
eingeliefert werden. Bei Kriegsende trat er einem freiwilligen
Landesschützenkorps bei und wurde dort Kompanieführer. Am 1. Oktober 1919
wurde er in die Reichswehr übernommen und dort Kompaniechef im
Reichswehr-Infanterie-Regiment 17. Am 1. Januar 1921 wurde Hube Chef der 11.
Kompanie des Infanterie-Regiments 12 in Halberstadt und am 1. April 1925
Hauptmann beim Stab des Infanterie-Regiments 10 und Infanterie-Lehrer beim
Offizierslehrgang an der Infanterie-Schule in Dresden. Am 1. April 1928 wurde
er zum Gruppenkommando 2 versetzt und unternahm eine Dienstreise in die USA.
Im Anschluss wurde er am 1. Oktober 1928 Taktiklehrer an der Infanterieschule
Dresden und am 1. Oktober 1932 als Major Kommandeur des III. Bataillons des
Infanterie-Regiments 3.
Im Oktober 1933 absolvierte er den Lehrgang über schwere Infanterie-Waffen in
Döberitz und am 1. Oktober 1934 übernahm er als Oberstleutnant das III.
Bataillon des Infanterie-Regiments Deutsch-Eylau. Am 1. Januar 1935 wurde Hube
Kommandeur des Infanterie-Ausbildungsstabes Döberitz. Hier verfasste er den
Leitfaden "Der Infanterist" in zwei Bänden. Am 18. Oktober 1939 wurde
Hube Kommandeur des Infanterie-Regiments 3 und am 4. Juni 1940 übernahm der
die
16. Infanterie-Division, die im August 1940 zur
16. Panzer-Division wurde. Im Dezember 1940 war er neben seinem
Divisionskommando auch noch Kommandeur des Lehrstabes II in Rumänien. Am 1.
August 1941 wurde ihm das Ritterkreuz verliehen, nachdem er am 7. Juli 1941
auf Stary-Konstatynow vorstieß und eine starke feindliche Übermacht am
weiteren Vorstoß hinderte. Am 16. Januar 1942 folgte die Verleihung des
Eichenlaubes für den entscheidenden Anteil an der Eroberung von Nikolajew und
an der Schlacht um Kiew.
Am 15. September 1942 wurde er als Generalleutnant mit der Führung des XIV.
Panzerkorps beauftragt. Am 21. Dezember 1942 erhielt er die Schwerter
verliehen, nachdem er mit seinem Panzerkorps bis an die Wolga nördlich von
Stalingrad vorstieß und dort immer wieder anrennende russische Truppen
abwehrte. Zu dieser Verleihung wurde er aus dem Kessel von Stalingrad
ausgeflogen, kehrte aber nach der Verleihung aber wieder in den Kessel zurück.
Auf Hitlers direkten Befehl wurde er am 18. Januar 1943 erneut ausgeflogen. Er
beschwor Hitler, der 6. Armee den Ausbruch zu genehmigen, doch Hitler lehnte
ab. Am 5. März 1943 wurde er mit der Neuaufstellung des in Stalingrad
untergegangenen XIV. Panzerkorps beauftragt und am 12. Juli 1943 stellte er
die Gruppe Hube auf Sizilien auf, ab 17. Juli war er Oberbefehlshaber aller
Heeres- und Flak-Truppen auf der Insel. Am 31. Juli 1943 wurde ihm das
italienische Armeeoberkommando 6 unterstellt. Am 23. Oktober 1943 wurde Hube
in die Führerreserve des OKH versetzt, um mit der Führung der 1. Panzerarmee
beauftragt zu werden. Am 15. Februar 1944 wurde er dann zu deren Kommandeur
ernannt und am 1. April 1944 zum Generaloberst befördert. Im Februar 1944
befreite er bei Korsun eingeschlossene deutsche Truppen und führte seine
Truppen am 8. April 1944 aus dem Kessel nördlich von Kamenez-Podolsk heraus.
Am 20. April 1944 wurden ihm die Brillianten für die Leistung seiner Führung
auf Sizilien und bei der Schlacht um Salerno und für die Führung der 1.
Panzerarmee im wandernden Kessel von Kamenez-Podolsk verliehen.
Am 21. April 1944 stürzte er auf dem Rückflug von der Verleihung der
Brillanten (20.04.1944) vom Obersalzberg in einer He 111 tödlich ab.