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Ritterkreuzträger Josef Ippisch
Leutnant, Grenadiere

Josef Ippisch wurde am 24. Januar 1913 in Würzburg geboren.
Nach der Schulausbildung beendete er eine Lehre als Schneider.
Wann und über welche Stationen er zum IR 123 kam, ist nicht bekannt. Im Russlandfeldzug wurde er in der 12.(MG)/IR 123 eingesetzt. Hierbei kam es Ende April/Anfang Mai 1943 zu folgendem nächtlichen Ereignis:

„Ein russischer Stosstrupp hatte sich in der Senke vor dem Bataillon Bärenfänger (III./GR 123) eingegraben, seine Granatwerfer nahmen unsere Stellungen unter Feuer. Unteroffizier Ippisch von der 12./123 hockte mit seinen Männern hinter seinem sMG und beobachtete angespannt, was sich da entwickelte, wobei er die russischen Granatwerfer als ausgesprochen unangenehm empfand. Auf eigene Faust entschied er, sich der Belästigung zu entledigen und startete mit seinen drei Männern einen Stoßtrupp. Nach wenigen Sprüngen hatten sie die Senke mit den Russen erreicht und staunten nicht wenig, dass sich darin etwa 100 Mann bei Schanzarbeiten befanden. Geistesgegenwärtig reagierte er sofort und feuerte aus seiner MPi, was diese hergab, seine Männer halfen ihm mit Handgranaten und Handfeuerwaffen. Der Russe verlor die Nerven, ca. 20 Russen fielen, 41 konnten gefangen genommen werden, der Rest ergriff die Flucht. Mit den Gefangenen kehrten die vier Mann unversehrt in ihre Stellung zurück. Der Kurka-Abschnitt hatte die nächsten Tage Ruhe, der Nasenstüber hinterließ seine Wirkung.“

Unteroffizier Ippisch wurde für dieses „Husarenstück“ zum Feldwebel befördert und erhielt am 10. Mai 1943 als zweiter Angehöriger seines Bataillons nach seinem Kommandeur Hauptmann Bärenfänger und als erster Unteroffizier der 50. ID das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Seine Männer erhielten ebenfalls Auszeichnungen.
Erwähnt werden muss jedoch, dass dieses Ereignis von den übrigen Einheiten der Division mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden ist, da derartige Handstreiche schon bald unter Hinweis auf „Ippisch“ befohlen wurden und zum Teil erheblich Verluste brachten.
Josef Ippisch wird seit Juli 1944 als Leutnant bei der 8./GR 123 vermisst, sein Todestag wird in der Literatur mit dem 21. Juli 1944 angegeben, jedoch ist sein Verbleib bis heute ungeklärt.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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