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Eichenlaubträger Bruno Karczewski
Oberstleutnant, Grenadiere

Bruno Karczewski wurde am 18.03.1913 als Sohn eines Eisenbahners in Osterode (Ostpreußen) geboren. Nach Schulzeit und Klempner-Lehre kam der hochgewachsene Ostpreuße und erstklassige Sportler im Jahre 1932 in die 13. Kompanie des Infanterie-Regiments 2 der Reichswehr nach Allenstein. Nach der Grundausbildung durchlief er eine Zugführerausbildung als Nachrichtenmann und Reiter.
Anschließend fand Karczewski in der Rekrutenausbildung. Seine endgültige soldatische Heimat fand er mit der Versetzung zur 13. Infanteriegeschützkompanie des Infanterie-Regiments 162 der 61. Infanterie-Division in Allenstein, der späteren „Teufelsdivision".

Im Polenfeldzug bewährt, erfolgte die Ernennung zum Offiziersanwärter. Im Westfeldzug kämpfte die 61. Infanterie­Division bei Maastricht und am Albert-Kanal. Wertvolle Unterstützung leistete sie auch bei der spektakulären Einnahme von Fort Eben Emael durch deutsche Fallschirmjäger.
Im Ostfeldzug führte Karczewski - jetzt Leutnant - im Herbst und im Winter 1940/41 die 10. Kompanie und schließlich die 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 162, die er im Mai 1941 übernahm. Es folgten harte Kämpfe, oft gegen vielfache feindliche Übermacht. Den Brückenkopf Grusino verteidigte die Kompanie Karczewski, mit ihren Geschützen längst ein Eckpfeiler der deutschen Front, mit letztem Einsatz erfolgreich.
Im Januar 1942 wurde Karczewski Kommandeur des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 162. Er führte den Durchbruch nach Süden und stellte mehrfach seine ganze Klasse eindrucksvoll unter Beweis. Auch mit einer handvoll Grenadiere gelang es Karczewski, feindliche Einbrüche zu bereinigen.
Zwischenzeitlich wird er am 14.02.1943 zum deutschen Kreuz in Gold eingereicht, was aber abgelehnt wird. Ebenso wir ein Vorschlag zum Ritterkreuz am 14.08.1943 abgelehnt. Interessanterweise erhielt er dafür keinerlei Äquivalent. Zum Hauptmann befördert, führte er mit unglaublicher Zähigkeit Abwehrkampf auf Abwehrkampf. Sein persönliches Beispiel ließ seine Leute auch in den schwierigsten Situationen ausharren. Bald war er Major und Kommandeur des I. Bataillons des Grenadier-Regiments 162. Das Freikämpfen der Straße von Krasnoje Sele nach Kingisepp, bei Gurlewo, bei dem die Reste des Regiments als Nachhut eingesetzt wurden, erfolgte unter dem persönlichen Einsatz des Majors Karczewski. Dem Gegner war zuvor bis zum 21.01.1944 gelungen die Rollbahn Kipen-Jamburg zu erreichen. Der erfolgreiche Abwehrkampf bei Gurlewo ermöglichte es den abgeschnittenen Trossen und Armeetruppen abzufließen. Dafür wird er als Major und Kommandeur des I. Bataillons im Grenadier-Regiment 162 am 13. März 1944 mit dem Ritterkreuz belohnt. Bruno Karczewski dazu:

Ich schöpfte die Kraft zum Durchhalten in diesen Krisenzeiten und auch früher und später ausschließlich aus der beispiellosen Tapferkeit und dem Standvermögen unserer Grenadiere. Ohne sie hätte ich diese schwere Verantwortung nicht so lange tragen können."

Im Nahkampf schwer verwundet, wurde Major Karczewski nach Genesung im Juni 1944 mit der Führung des Grenadier-Regiments 151 beauftragt. Mit diesem Regiment kämpfte er während des Rückzugs durch die baltischen Staaten in der Nachhut und hatte immer wieder Anteil an der Abwehr von Überflügelungs- und Einkesselungsversuchen der Roten Armee. Kurz darauf übernimmt er die Führung über das Grenadier-Regiment 176 und war somit insgesamt oberster Offizier aller drei Regimenter der Division. Am 13. Januar 1945 wehrte Karczewski mit seinem Regiment beiderseits der Reichsstraße 1 bei Gumbinnen nochmals alle Angriffe ab. Dabei bewies der Major erneut Draufgängertum und ein großes Kämpferherz. Es gelang ihm dabei den Gegner ostwärts Gumbinnen und an der Angerapp den Gegner aufzuhalten. Nachdem das I. Bataillon eingeschlossen wurde, befahl er uneigennützig den Ausbruch, der auch gelang. Ende Januar wurde er im Raum nordostwärts Preußisch-Eylau schwer verwundet. Am 05.03.1945 erhielt er dafür als Major und Führer des Grenadier-Regiments 178 das 767. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Erst im Januar 1946 wurde Karczewski aus dem Reservelazarett in Krempe (Schleswig-Holstein) entlassen. Bruno Karczewski verstarb am 01.07.1971 in Holzminden (Niedersachsen).

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Infanterie-Sturmabzeichen ???
Obergefreiter ??? Eisernes Kreuz II. Klasse 04.10.1939
Unteroffizier 01.10.1934 Eisernes Kreuz I. Klasse 16.05.1942
Feldwebel 00.11.1935 Medaille Winterschlacht im Osten ???
Oberfeldwebel 01.11.1939 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 12.03.1944
Offiziers-Anwärter ??? ernannt 767. Eichenlaub zum Ritterkreuz 05.03.1945
Leutnant 01.06.1940
Oberleutnant 01.08.1941
Hauptmann 01.04.1933
Major 01.02.1944
Oberstleutnant ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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