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Ritterkreuzträger Helmut Kassner
Oberst, Grenadiere

Helmut Kassner wurde am 17. März 1897 in Martinwaldau bei Bunzlau in Schlesien geboren.
Er nahm am Ersten Weltkrieg und erhielt beide Eiserne Kreuze von 1914.
Nach dem Polenfeldzug wurde er als Hauptmann der Reserve dem Infanterie-Regiment 122 zugeteilt und stellte die MG-Kompanie des III./IR 122 auf, deren Chef er wurde. Am 19. Juni 1941 erhielt er nach den schweren Durchbruchskämpfen am Chemin des Dames in Frankreich die Spange zum EK II von 1914.
Am 3. August 1941 erhält er die Spange zum EK I von 1914 und nachdem der Kommandeur des III./IR 122 Major von der Lancken erkrankt war, übernahm Kassner etwa am 18. September 1941 das Bataillon. Er wird am 6. November 1941 bei der Verfolgung der sowjetischen Truppen Richtung Sewastopol verwundet, verbleibt jedoch bei der Truppe und erhält er am 13. Mai 1942 als Hauptmann d.R. und Kommandeur des III./IR 122 das Deutsche Kreuz in Gold.
Vermutlich wird er anschließend zu einem Kommando zur 39. ID abgestellt und kommt im September/Oktober 1943 zur 50. ID zurück, wo er als Major die Führung des GR 121 übernimmt, da der Kommandeur Oberst Böhme als Führer zur 370. ID versetzt wurde.
Im November 1943 wird ihm eine Kampfgruppe, bestehend aus der verstärkten Sturmkompanie des PiBtl. 73 und des II./GR 121, zur Wiedergewinnung des Tatarenwalls bei Perekops zugeteilt. Kurz Zeit später erfolgt die Beförderung zum Oberstleutnant d. R. Im April 1944 ist er als Kommandeur des GR 121 an der Verteidigung der Festung Sewastopol beteiligt. Am 18. April 1944 ergeht durch den Kommandierenden General des XXXXIX. GebK der Befehl zur Ablösung Kassners, da dieser überbeansprucht sein soll. Der Divisionskommandeur Generalleutnant Sixt sieht diesen Befehl allerdings als haltlos an und führt ihn aus eigenem Entschluss hin nicht aus. Kassner wird Mitte Mai 1944 von der Krim evakuiert.
Er wird zur 367. ID abkommandiert und übernimmt das GR 975 als Kommandeur. Die Division ist bei der 2. und 4. Armee der Heeresgruppe Mitte im Raum Bialystok und später in Ostpreußen eingesetzt. Er wird zum Oberst befördert und für eine Tapferkeitstat vom 6. Februar 1945 bei Maulen in Ostpreußen erhält er am 15. März die Ehrenblattspange.
Am 14. April 1945 wird ihm noch als Oberst und Kommandeur des GR 975 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Anschließend geht er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1954 wiederkehrt.
Helmut Kassner verstirbt am 28. Januar 1960 nach schwerem Leiden in Dortmund.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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