Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Buchhinweis - Geschichte des EK - Impressum

__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt

Ritterkreuzträger Rudolf Kiehl
Hauptmann, Infanterie

Rudolf Kiehl wurde am 10. November 1914 als Sohn des Gutsbesitzers Rudolf Kiehl und dessen Frau Frieda, geb. Mauerhof, auf dem Rittergut Makohlen (Kreis Heilsberg) geboren. Er besuchte die dortige Volksschule und wechselte dann auf das "Löbenichtsche Realgymnasium" in Königsberg, wo er 1934 das Abitur ablegte.
Freiwillig meldete er sich zur Wehrmacht und wurde als Fahnenjunker 1934 einberufen. Im Polenfeldzug wurde Kiehl als Führer eines Panzerspähtrupps mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet und im Frackreichfeldzug mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse. Am 12. Februar 1941 traf Rommel in Nordafrika ein, 2 Tage später kamen die ersten Einheiten an, darunter auch eine Panzeraufklärungsabteilung mit Oberleutnant Kiehl.
Im Laufe der ersten Offensive Rommels, kam Rommel zu dem Entschluss, daß er eine Einheit brauchte, die ihm unmittelbar unterstellt war. Die Einheit nannte er "Kampfstaffel des Oberbefehlshabers" geführt wurde diese Staffel von Hauptmann Kiehl. Für gewöhnlich nannte man diesen Verband auch "Kampfstaffel Kiehl".
Diese Staffel war die Idealform einer schnellen Kampfeinheit, sie hatte ungefähre Bataillonsstärke und bestand aus einer Panzerkompanie, einer gemischten Kompanie von 5-cm-Pak und 2-cm-Flak, ferner aus einem Panzerspähzug und Funkwagen.
Nach der britischen Gegenoffensive gegen Ende des Jahres 1941 schlug Rommel am 21. Januar zu 1942 zurück und eroberte Agedabia und am 29. Januar Benghasi an dessen Eroberung die "Kampfstaffel Kiehl" erheblichen Anteil hatte. Für diesen Einsatz wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet.
Nach der Eroberung Tobruks wurde um die Festung Marsa Matruh erbittert gekämpft, allein der Umsicht und dem sicheren Blick Kiehls zu verdanken war es, das dieser als erster in die Verteidiger eindringen konnte und so de Festung kapitulieren musste. Für diesen schneidigen Einsatz schlug Rommel Kiehl, am 02. Juli 1942,  folgendermaßen zum ritterkreuz vor:

"Hauptmann Kiehl hat als Führer der Kampfstaffel des Oberbefehlshabers durch hervorragende Tapferkeit und entschlossene Führung großen Anteil an den Erfolgen der Armee. Meist im Brennpunkt des Kampfes stehend, schlug er wiederholt starke Panzerverbände zurück und überwandt dadurch manche Krisis. Beim Einbruch in die Festung Marsa Matruk hatte die Kampfstaffel Kiehl entscheidenden Anteil. Große Kühnheit in der Führung, hoher Mut und höchste persönliche Tapferkeit zeichneten ihn ständig aus."

Daraufhin wurde Hauptmann Kiehl am 11.07.1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Als er während der schweren kämpfe um El Alamein, am 04. September 1942,  ein Gespräch mit einem Hauptmann der Artillerie hatte, schlug ein Volltreffer in dessen Beobachtungswagen ein, wobei Granatsplitter Hauptmann Kiehl an Kopf und Brust schwer verletzten. trotz sofortiger ärztlicher Versorgung starb Hauptmann Kiehl noch am selben Tag auf dem Verbandsplatz.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

Free counter and web stats