Ritterkreuzträger
Philipp Kleffel
General der Kavallerie




Philipp Kleffel wurde am 09.12.1887 in Birkenfelde/Posen
geboren und trat am 25.11.1905 als Fahnenjunker dem Ulanen-Regiment 4 in Thorn
bei. Er blieb dort bis zum 03.04.1916, wobei er am 18.05.1907 zum Leutnant und
am 24.12.1914 zum Oberleutnant befördert wurde. Ab September 1914 war er
Regimentsadjutant.
Nach dem Wechsel als Adjutant zur Kavallerie-Brigade 41, wird Kleffel am
05.10.1916 zum Rittmeister befördert und am 30.04.1917 in den Generalstab der
Etappen-Inspektion V versetzt. Von dort kommt er am 03.08.1917 in den
Generalstab der 19. Infanteriedivision und wechselt am 28.06.1918 in den
Generalstab des XXXXI. Reserve-Korps.
Nach Unterzeichnung des Waffenstillstandes übernimmt er am 22.02.1919 den
Posten des Chefs der 1. Freiwilligen-Schwadron in Thorn. Er wird dann am
11.07.1919 in den Generalstab des Armeeoberkommandos Grenzschutz Nord versetzt
und am 09.02.1920 zum Adjutanten der Kavallerie-Brigade 1 ernannt.
Am 29.08.1920 wird Kleffel Eskadronchef beim berittenen Kommando des
Reichswehrministeriums und versieht gleichzeitig seinen Dienst im Stab des 10.
(Preuß.) Reiter-Regiments im Züllichau. Danach wird er am 01.05.1922 Chef der
2. Eskadron des Reiter-Regiments 4 in Perleberg und wird genau 2 Jahre später
in den Stab des Gruppenkommandos I nach Berlin versetzt.
Nachdem er am 01.10.1926 als Ia in den Stab der Inspektion der Kavallerie (In
3) wechselte und dort am 01.10.1929 zum Major befördert wurde, erhält er am
01.10.1930 seine Versetzung als Ia in den Stab des Infanterieführers III nach
Potsdam. Von dort kommt er am 01.10.1932 als Ia in den Stab der 2.
Kavallerie-Division und wird dort am 01.12.1933 zum Oberstleutnant und am
01.10.1935 zum Obersten befördert.
Nach seiner Ernennung zum Kommandeur des Reiter-Regiments 14 in Ludwigslust,
am 01.04.1936, wird Kleffel am 15.02.1938 Höherer Kavallerie-Offizier 4 und
als solcher am 01.06.1939 zum Generalmajor befördert.
Kurz vor Beginn des Feldzuges gegen Polen übernimmt Kleffel am 28.08.1939 den
Posten des Chef des Stabes des XI. Armee-Ersatz-Korps und wird am 01.03.1940
Kommandeur der 1. Infanteriedivision.
Nach kurzer Beurlaubung vom 11.07.1941 bis zum 04.09.1941 übernimmt er erneut
das Kommando über diese Division, die er aber am 16.01.1942 wieder abgibt.
Am 19.01.1942 wird er Kommandierender General des L. Armeekorps und am
01.03.1942 zum General der Kavallerie befördert. Zuvor hatte Kleffel am
17.02.1942 für die Führung der 1. Infanteriedivision das Ritterkreuz erhalten.
Am 03.03.1942 übernimmt er den Posten des Kommandierenden General des I.
Armeekorps und erhält ab dem 20.07.1942 in Personalunion auch den Posten des
Kommandierenden Generals des L. Armeekorps. Am 17.09.1943 wird er in die
Führer-Reserve des OKH versetzt und erhält er st am 15.01.1944 ein neues
Kommando als stellvertretender Kommandierender General des XI.
Armee-Ersatz-Korps und Kommandeur des Wehrkreises XI.
Nach erneuter Versetzung in die Reserve vom 29.02.1944 bis zum 16.04.1944,
wird Kleffel zum Chef des Sonderstabes I im OKH ernannt. Nach einer weiteren
Tätigkeit von Ende Juni bis Anfang Juli 1944, wird er am 04.07.1944
Kommandierender General des Generalkommandos "Kleffel".
Am 20.10.1944 wird er als stellvertretender Kommandeur mit der Führung der
Heeres-Abteilung "Grasser" beauftragt und erhält am 29.10.1944 das
Kommando über die Heeres-Abteilung "Kleffel".
Vom 06.11.1944 bis zum 21.11.1944 in der Reserve, überantwortet man ihm am
21.11.1944 den Posten des Kommandierenden Generals des XVI. Armeekorps, bzw.
am 16.12.1944 den des Kommandierenden Generals des XXX. Armeekorps z.b.V.
Dieses Kommando behält er bis zum 25.04.1945, wobei er zeitgleich vom
20.03.1945 bis zum 07.04.1945 mit der Führung der 25. Armee beauftragt
wird.
Kleffel gerät am 08.05.1945 in englische Kriegsgefangenschaft, aus der er am
20.10.1947 entlassen wird.
Philipp Kleffel verstarb am 10.10.1964 in Coburg.