Bernard Klosterkemper wurde am 17.04.1897 in Coesfeld
geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung trat er am 15.08.1916 als Fahnenjunker dem
Infanterie-Regiment 789 bei und stieg dort zunächst zum Zugführer, später zum
Kompaniechef und Adjutanten auf. Weiterhin wird er bis zum 01.10.1919 zum
Leutnant befördert.
Nach Kriegsende gehört er zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 110 und kommt am
01.10.1920 zum Infanterie-Regiment 16, wo er als Oberleutnant am 01.10.1928
zum Adjutant des I. Bataillons ernannt wird.
Nach eine Führergehilfen-Ausbildung im Stab der 2. Division vom 01.10.1931 bis
zum 01.10.1933 versieht er seinen Dienst im Truppenamt und später im
Generalstab des Heeres, nachdem er am 01.04.1933 zum Hauptmann und am
01.10.1936 zum Major befördert wurde.
Als Kompanie-Chef im Infanterie-Regiment 92 kommt er nach Greifswald und wird
dann am 01.12.1937 zum Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments
69 ernannt. Von dort wird er am 01.10.19038 als Adjutant zum Generalkommando
Eifel, dem späteren Generalkommando des XXIII. Armeekorps, versetzt. Mit
diesem Armeekorps beginnt für Klosterkemper die relativ ruhige Zeit des
Beginns des 2. Weltkriegs an der Westfront. Doch bereits am 25.09.1939 wird er
als Kommandeur des III. Bataillons zum Infanterie-Regiment 272 versetzt und
geht mit diesem in den Frankreich-Feldzug und bleibt auch nach dem siegreichen
Ende in Frankreich, wo er am 01.01.1941 das Kommando über das II. Bataillon
des Infanterie-Regiments 271, dem späteren Infanterie-Regiment 271 "Feldherrnhalle",
übernahm.
Am 04.04.1941 wird er in die Führerreserve versetzt und kehrt im Jahre 1942
als Oberstleutnant in den Generalstab des XXIII. Armeekorps zurück. Nachdem er
dort am 01.04.1942 zum Obersten befördert wurde, wird er am 11.11.1942 erneut
in die Führerreserve versetzt. Außerdem erhält er das Kommandeurskreuz mit
Schwertern des Ordens der Weißen Rose von Finnland.
Erst wieder im Januar erhält er ein neues Kommando, diesmal über das
Grenadier-Regiment 920, der 243. Infanterie-Division. Für die Leistungen
seines Regiments wird er am 04.07.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Mit Beginn der Landung der Alliierten in der Normandie am 06.06.1944 übernimmt
er für einige Tage die Führung der 91. Luft-Lande-Division und wird dann ab
dem 16.06.1944 Führer der Divisions-Kampfgruppe 243. Allerdings wurde unter
seiner Führung die Division auf der Halbinsel Cotentin mehr oder weniger
zerschlagen, auch eine Auffrischung kam nicht zustande.
Ende September übernimmt er die Stellung des Führers des Auffangstabes West
und wird vom 02.11.1944 bis zum, 01.12.1944 mit der Führung der 180.
Infanterie-Division beauftragt. Mit der Beförderung zum Generalmajor am
01.12.1944 wird er der Kommandeur dieser Division, die im Ruhrkessel
untergeht.
Klosterkemper gerät hier in Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wird.
Bernard Klosterkemper starb am 19.07.1962 in Bremen.