Ritterkreuzträger
Joachim von Kortzfleisch
General der Infanterie




Joachim von Kortzfleisch wurde am 03.01.1890 in
Braunschweig geboren und trat am 08.09.1907 als Fahnenjunker und Zweijährig
Freiwilliger dem Heer bei, wo er bis zum 01.10.1913 zum 4.
Königin-Augusta-Garde-Regiment gehörte. Dort wird er am 17.01.1909 zum
Leutnant befördert. Er wechselt dann als Zugführer in das 1.
Festungs-MG-Bataillon nach Königsberg und kommt mit Kriegsbeginn zum
Generalkommando des I. Armeekorps. Von dort wechselt er am 05.08.1914 ins
Gouvernement Königsberg.
Bereits am 15.08.1914 wird er Kommandeur des 1. Festungs-MG-Bataillon, bzw. am
09.11.1914 Kommandeur des 2. Festungs-MG-Bataillons des
Landwehr-Infanterie-Regiments 24, wo er am 24.12.1914 zum Oberleutnant
befördert wird.
Am 18.02.1915 wechselt er zum 1. Festungs-MG-Bataillon des I. Armeekorps und
übernimmt ab dem 15.03.1915 den Posten eines Ausbilders bei den MG-Lehrgängen
in Döberitz.
Am 10.04.1915 wird von Kortzfleisch Chef der 1. MG-Kompanie des
Ersatz-Regiments 1 in Königsberg und wird am 17.08.1915 erneut zum 1.
Festungs-MG-Bataillon des I. Armeekorps versetzt. Beim I. Armeekorps übernimmt
er am 07.01.1916 den Posten des Chef der 6. Ersatz-Kompanie.
Am 03.07.1916 wechselt er zum Infanterie-Regiment 43, bzw. am 06.07.1916 zum
Grenadier-Regiment 1, wo er ab dem 10.07.1916 zugleich den Posten des
stellvertretenden Chefs der MG-Kompanie übernimmt.
Am 30.07.1916 als Ordonnanzoffizier in den Stab der 1. Infanteriedivision
gewechselt, wird er am 05.08.1916 Chef der MG-Kompanie des
Infanterie-Regiments 43. Nach dem schnellen Wechsel als Ordonnanzoffizier
zurück in den Stab der Division am 14.08.1916, erhält er am 18.08.1916 die
Beförderung zum Hauptmann.
Nachdem er am 28.11.1916 den Posten des Chefs der 7. MG-Ersatz-Kompanie des I.
Armeekorps erhält, wird er am 04.12.1916 2. Adjutant und am 28.12.1916 2.
Ordonnanzoffizier im Stab der 1. Infanteriedivision.
Knappe drei Monate später wechselt er als Adjutant in die
Infanterie-Ersatz-Brigade 5 und erhält am 03.06.1917 den Posten des
Kommandeurs des II. Bataillons des Infanterie-Ersatz-Regiments 18. Vom
28.06.1917 bis zum 14.10.1917 wieder Adjutant in der Infanterie-Ersatz-Brigade
5, wird er dort danach 2. Generalstabsoffizier und am 04.12.1917 wieder 2.
Adjutant.
Nach seiner Versetzung zur MG-Ersatz-Kompanie des I. Armeekorps, am
12.09.1918, wird er nach dem Waffenstillstand, am 21.01.1919 Chef der 1.
Freiwilligen-MG-Kompanie des Grenadier-Regiments 1. Nach dessen Umbenennung
ist er ab dem 10.10.1919 Chef der 1. MG-Kompanie des
Reichswehr-Schützen-Regiments 1.
Nach Tätigkeit beim Infanterie-Regiment 1 vom 18.10.1920 bis zum 01.10.1927,
wird von Kortzfleisch zum Infanterie-Regiment 7 versetzt und ist zugleich
Ausbilder an der Infanterieschule in München, wo er am 01.02.1928 zum Major
befördert wird.
Nach der Versetzung in den Stab des Gruppenkommandos 2 am 01.04.1928, bleibt
er nach wie vor Ausbilder an der Infanterieschule in München und beginnt am
01.10.1930 seine neue Tätigkeit beim III. Bataillon des Infanterie-Regiments
17, dessen Kommando er am 01.02.1932 übernimmt. Einhergehend mit der
Übertragung des Kommandeurpostens wird von Kortzfleisch am 01.02.1932 zum
Oberstleutnant befördert.
Am 01.10.1933 wird von Kortzfleisch Kommandant von Oppeln und am 01.10.1934
Kommandeur des Grenzabschnittskommandos in Oppeln.
Am 01.04.1935 wird er Kommandeur des Infanterie-Regiments "Deutsch Eylau",
dem am 15.10.1935 in Infanterie-Regiment 3 umbenannten Regiment. Als dessen
Kommandeur erhält er am 01.05.1934 die Beförderung zum Obersten, bzw. am
01.08.1937 die zum Generalmajor.
Kurz darauf wechselt er am 12.10.1937 als Landwehr-Kommandeur nach Allenstein
und übernimmt am 04.02.1938 das Kommando über die 1. Infanteriedivision, wo er
am 01.06.1939 zum Generalleutnant befördert wird.
Nach seiner Ernennung zum Kommandierenden General des XI. Armeekorps, am
14.04.1940, wird von Kortzfleisch am 01.08.1940 zum General der Infanterie
ernannt und wechselt schließlich am 01.06.1942 in die Führerreserve des OKH.
Zuvor hatte er für die umsichtige Führung seines Armeekorps im Westfeldzug, am
04.09.1940 das Ritterkreuz erhalten. Während dieser Dienststellung übernimmt
er vom 29.06.1942 bis zum 15.08.1942 zugleich den Posten des stellvertretenden
Kommandierenden Generals des XXXXIII. Armeekorps und wird mit dessen Führung
beauftragt.
Er wechselt dann in das Reichskriegsgericht und wird am 01.03.1943 zum
Kommandierenden General des III. Armee-Ersatz-Korps ernannt. Weiterhin
übernimmt er das Kommando über den Wehrkreis III in Berlin. Als solcher ist er
direkt vom Attentatsversuch und den damit verbundenen Umsturzversuchen der
Gruppe um Graf Stauffenberg betroffen. Nachdem er sich den reihen der
Verschwörern nicht anschloss, wird er kurzzeitig festgesetzt.
Am 16.01.1945 erfolgt eine erneute Versetzung in die Führerreserve und wird am
21.02.1945 General für Sonderaufgaben bei der Heeresgruppe B. Dort wird er am
02.03.1945 zum Befehlshaber der Rheinbrückenköpfe der Heeresgruppe ernannt und
als solcher am 20.04.1945 von amerikanischen Truppen bei Wülwesort erschossen.