Karl Koske wurde am 27.06.1889 in Sarajevo geboren und trat am 01.10.1908 als
Einjährig Freiwilliger dem österreichischen Heer bei, wo er bis zum 30.09.1909
seinen Dienst beim Feld-Kanonen-Regiment 36 versah und dann bis zum 04.08.1914
als Reservist eingestuft wurde. So nahm er 1910 und 1912 an jeweils einer
Reservistenübung teil, um dann am 04.08.1914 reaktiviert zu werden.
Koske kommt als Batterieoffizier zu seinem alten Regiment, wird dort verwundet
und am 01.07.1916 zur Ersatz-Batterie des schweren Feldartillerie-Regiments 35
versetzt. Ab dem 01.10.1916 Batterieoffizier in der Ersatz-Batterie des
Feldartillerie-Regiments 16, übernimmt Koske am 01.04.1917 den Posten eines
Batteriechefs im Feldartillerie-Regiment 16, bzw. am ´20.05.1918 im schweren
Feldartillerie-Regiment 35.
Als Gruppenführer und Abteilungs-Kommandeur wechselt er am 26.10.1918 zum
schweren Feldartillerie-Regiment 35 und versieht dann ab dem 10.12.1918 seinen
Dienst in der Ersatz-Batterie des schweren Feldartillerie-Regiments 25.
Mit Ende des 1. Weltkrieges am 14.03.1919 zum Wachoffizier im Wach-Depot
ernannt, kommt er am 06.11.1919 zur Ersatz-Batterie des schweren
Feldartillerie-Regiments 13 und wird am 24.10.1920 zum Batterieoffizier im
unabhängigen Artillerie-Regiment ernannt. Dort ab dem 01.11.1926 2.
Regiments-Adjutant und ab dem 01.03.1927 1. Regiments-Adjutant besucht er vom
06.06. bis zum 16.07.1932 zugleich einen Batterieführer-Lehrgang und vom 18.07.
bis zum 30.07.1932 einen weiteren Batterieführer-Lehrgang´, um so am 01.11.1932
die Führung einer Batterie im Regiment zu übernehmen.
Am 11.08.1933 wird er zum Mobilisierungs- und Nachrichtenoffizier beim
Brigadekommando 1 ernannt und kommt am 01.10.1934 als Referent für Artillerie-
und Kraftfahrzeuge in die Ausbildungsabteilung des Bundesministeriums für
Nationale Verteidigung,, wo er ab dem 01.03.1935 dann den Posten eines
Referenten für Vormilitärische Erziehung übernimmt und ab dem 01.06.1936 als
Referent im Büro des Bundespräsidenten arbeitet.
Im Zuge der Abgliederung Österreichs an das Deutsche Reich, trat Koske am
15.03.1938 dem deutschen Heer bei und versieht seinen Dienst zunächst im
Archiv-Stab des Armeegruppenkommandos 5 und ab dem 01.08.1939 im Stab des
Artillerie-Regiments 39, nachdem er vom 23.01. bis zum 28.01.1939 zugleich einen
Stabsoffizier-Lehrgang bei der 29. Infanterie-Division besucht hatte.
Durch die Allgemeine Mobilmachung wird er am 26.08.1939 zum Kommandeur der
schweren Artillerie-Abteilung 643 ernannt und am 06.02.1940 zum Kommandeur des
Artillerie-Regiments 215.
Vom 14.04.1942 bis zum 01.11.1943 ArKo 18, wird er am 01.11.1943 mit der Führung
des Kommandos über die 212. Infanterie-Division beauftragt, deren Kommando er
dann am 01.01.1944 vollständig übernimmt. Für die Erfolge der Division im
Abwehrkampf im Raum Wolchow-Luga-Pleskau erhält Dr. Karl Koske am 15.03.1944 das
Ritterkreuz als Generalmajor und Kommandeur der 212. Infanterie-Division.
Am 08.05.1944 in die Führer-Reserve versetzt und ab dem 25.09.1944
Offiziersrichter am Reichskriegsgericht, kommt Koske am 05.03.1945 wieder in die
Reserve, wo er am 08.04.1945 bei einem Luftangriff auf Wien ums Leben kommt,
nachdem er in ein Lazarett gebracht worden war.