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Ritterkreuzträger Heinrich Köhler
Leutnant der Reserve, Sturmgeschütztruppe

   
Heinrich Köhler wurde am 03.07.1922 geboren
und trat als Rekrut am 03.10.1941 der schweren Artillerie-Ersatz-Abteilung 49
in Dessau bei wo er nach seiner Ausbildung als Ausbilder und Fahnenjunker
eingesetzt wird.
Im November 1942 erfolgte die Versetzung zum Artillerie-Regiment 19 der 19.
Panzerdivision an die Ostfront. Im Raum Smolensk-Jarzewo gelingt es der
Division zahlreiche Gefangene und große Beute einzubringen.
Am 19.12.1942 wird das Artillerie-Regiment 19 in Smolensk verladen und in den
großen Donbogen, nach Jupiansk-Starobjelsk-Bjelowsk verlegt, um dort die
eingeschlossenen Italiener im Raum Tschertkowo im Vorgebiet Stalingrads zu
befreien.
Im März 1943 wird Köhler zum 13. Fahnenjunker-Lehrgang nach Moumelonle Grand
bei Reims kommandiert und meldet sich daraufhin freiwillig zur
Sturmartillerie.
Im Dezember 1943 wird er zur Neuaufstellung der Sturmgeschütz-Abteilung 322
nach Azay-le-Rideau bei Tour an der Loire versetzt. Mit dieser Abteilung wird
er bei Zloszow-Brody und Kowel in Ostpolen, mittlerweile zum Leutnant
befördert, eingesetzt. Bei diesen Kämpfen schoss er seine ersten gegnerischen
Kampfwagen ab und nimmt an den schweren Kämpfen bis hinter die Weichsel
(Brückenkopf Baranow).
Beim Durchbruch der sowjetischen Truppen am 13.01.1945 durch die deutschen
Linien wurde Köhler mit seiner Abteilung als Teil des Panzerkorps Nehring in
Kielce eingeschlossen.
Mit der 3. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung 210 kämpft Köhler in den
Brückenköpfen Schwedt, Küstrin und Stettin, wo es ihm und seinen Kameraden
gelang die Oder-Autobahn-Brücke für Flüchtlinge aus Ostpreußen und Pommern
offenzuhalten.
Als Zugführer eingesetzt erlebt er die schweren Kämpfe im Nord- und
Mittelabschnitt und erzielte im Raum Stettin mit seinem Zug am 20.04.1945 den
21. Panzerabschuss, nachdem er mittlerweile den Schutz des Stabes der
Heeresgruppe Weichsel übernommen hatte, wobei er zweimal abgeschossen wurde
und seinen Fahrer verlor.
Für dieses taten erhielt Köhler noch am 20.04.1945 das Ritterkreuz verliehen.
Der Heeresgruppe Weichsel und mit ihr die Einheit Köhlers, gelingt eine
Absetzbewegung durch Mecklenburg, wodurch die Soldaten in die englische
Besatzungszone gerieten und so der russischen Gefangenschaft entgehen konnten.
So geriet er bei Friedrichsmoor, südlich von Crivitz in englische
Gefangenschaft aus der er am 20.06.1945 entlassen wurde.
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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