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607. Eichenlaubträger Wilhelm Kohler
Major i.G., Panzertruppe

 
Wilhelm Kohler wurde 1917 in Tübingen
geboren, wo er am 01.04.1936 als Fahnenjunker in das Infanterie-Regiment 35 der
5. Infanterie-Division eintrat.
Nach der Beförderung zum Leutnant wurde er am 30.09.1939 zur 78. Infanterie- und
Sturmdivision versetzt, der er bis zum 31.05.1944, zuletzt als Hauptmann,
angehörte.
Für mehrere erfolgreiche Einsätze mit einer Kampfgruppe des Infanterie-Regiments
195, bei den Kämpfen um Rshew, erhielt er am 10.12.1942 das Ritterkreuz des
Eisernen Kreuzes.
Ganze 2 Tage später wurde Kohler schwer verwundet, wobei er den rechten
Unterschenkel verlor. Nach einem fast 1 1/2 Jahre dauernden Lazarettaufenthalt
folgte am 01.06.1944 die Kommandierung zur 9. Panzerdivision, um dort zum
Generalstabsoffizier ausgebildet zu werden.
Kurze Zeit später übernahm er die Führung einer Kampfgruppe der Division und
stand im vollen Gefechtseinsatz. Für seine herausragende Tapferkeit erhielt
Kohler am 04.10.1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz und am 01.04.1945 die
Beförderung zum Major i.G..
Nach der Heimkehr aus französischer Kriegsgefangenschaft wurde ihm ein Studium
an der Universität Tübingen verwehrt, worauf er ein kleines Unternehmen
gründete, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nach der heirat und der Geburt
seiner 3 Söhne, wird er Stadtrat in Tübingen und tritt am 01.03.1956 der neuen
Bundeswehr als Major bei.
Bis zu seiner Pensionierung 1975 in Tübingen wurde er zum Oberst i.G. befördert
und war 4 Jahre Kommandeur im VBK 54 ebenfalls in Tübingen.
Wilhelm Kohler starb am 30.09.2002 im Alter von 85 Jahren.
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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