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Ritterkreuzträger Gerhard Konopka
Major der Reserve, Grenadiere


01.09.194222.09.194223.09.194212.10.1942

Gerhard Konopka wurde am 27.03.1911 in Tischtiegel in Brandenburg geboren und wurde nach seiner schulischen Ausbildung zum Forstgehilfen ausgebildet.
Im Alter von 23 Jahren zum Arbeitsdienst gekommen, stieg er dort bis zum Oberarbeitsführer auf, was dem Rang eines Offiziers entsprach und wurde 1940 als Offiziersanwärter zum Heer einberufen, wo er seine militärische Ausbildung im Infanterie-Regiment 8 absolvierte. Zum Leutnant der Reserve befördert und als Zugführer nahm er an den Feldzügen in Frankreich und Belgien teil.
Nach der Umstellung der 3. Infanteriedivision in eine mot.-Division, begann für Konopka der Feldzug gegen die Sowjetunion, wo er als Zugführer die Schützenpanzer seiner Kompanie zunächst im Nordabschnitt der Ostfront führte und dann im Mittelabschnitt bis kurz vor Moskau.
Nachdem er verwundet wurde und bei Rshew wieder zum Einsatz kam, wurde er aufgrund seiner bewiesenen Tapferkeit als Kommandeur des Stabs-Pionierzuges zum Infanterie-Regiment (mot.) "Grossdeutschland" versetzt. Auch hier bewies er Mut und Tapferkeit, zunächst im Rshew-Bogen, dann bei der Offensive gegen Woronesh und beim Übergang über den Don. Dort standen seine Pioniere in vorderster Linie und gingen mittels Sturmbooten bei Radsorskaja über den Fluss. Auf der Ostseite wurde ein Brückenkopf gebildet, der auch gegen feindliche Angriffe gehalten werden konnte, bis entsprechende Verstärkungen eintrafen.
In der Folge beteiligte er sich an den Abwehrkämpfen bei Woronesh und nordwestlich des Stalingrader Kessels, als Oberleutnant (01.09.1942) und Chef der 5. Kompanie.
Nach seiner 4. Verwundung und der anschließenden Genesung wird er zunächst, aufgrund seiner Erfahrung in der Panzervernichtung und dem Umgang mit Sturmbooten, als Vortragender an Infanterieschulen oder Frontausbildungsstellen eingesetzt. Weiterhin wird informiert Konopka mittels Lehrfilme über die Panzervernichtung.
Im Sommer 1943 kehrt er als Führer des II. Bataillons seines Regiments an die Ostfront zurück und nimmt so an den schweren Kämpfen bei Orel teil, wo er mit seinen Männern die sogenannten "Gelben Höhen" bei Alissowa erstürmen und dabei zahlreiche Gräben und Verteidigungsstellungen ausheben konnte. Am nächsten Tag gelang es die neue HKL des Gegners einzudrücken, wobei jedoch der Bataillonsführer Konopka schwer verwundet wurde. Für persönlichen Mut und Tapferkeit insbesondere während der Schlacht im Kursker Bogen wurde er am 29.08.1943 als Oberleutnant der Reserve und Führer des II./GrenRgt (mot.) "Großdeutschland" mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Interessant hierbei ist, das Konopka der erste Soldat der Wehrmacht war, der zu diesem Zeitpunkt bereits über 50 Nahkampftage verzeichnen konnte und so am 25.06.1943 die Nahkampfspange in Gold erhielt. Diese Tatsache, das er bereits so früh dieses Kriterium erfüllte, wurde erst im Jahr 2003, aufgrund der Eintragungen im Wehrpass entdeckt.
Am 01.11.1943 zum Hauptmann der Reserve befördert kehrte er wieder zur Front zurück und wurde schon bald erneut, diesmal zum 9. Mal, verwundet. Der Grad der Splitterverletzungen in beiden Oberschenkeln war jedoch derart hoch, daß er nicht wieder frontverwendungsfähig geschrieben wurde.
Enttäuscht über diese Entscheidung fand er zunächst an einer Infanterieschule Verwendung und half so mit, der kämpfenden Truppe entscheidende Mittel zur Panzernahbekämpfung zu bieten. In diese Zeit fällt am 01.04.1944 die Beförderung zum Major der Reserve.
Konopka bemühte sich bis zuletzt immer wieder um ein Frontkommando, das er schließlich im März 1945 in Form des Kommandos über das Grenadier-Regiment 1 der neuaufgestellten Reichsarbeitsdienst-Infanteriedivision "Friedrich-Ludwig Jahn" erhielt. Das Regiment bestand aus den Resten der 251. Infanteriedivision und wurde durch Volkssturmeinheiten "verstärkt". Der Verband selbst war dennoch kaum in der Lage den sowjetischen Angreifern Paroli zu bieten. Ein bericht des OKW sprach von "... schlechtem Ausbildungsstand der Truppe, ... fast keinen Nachrichteneinheiten, ... wenig verfügbaren Transportraum, sowie Lücken bei teils grundlegender Ausrüstung". Zum Einsatz kam das Regiment im Vorfeld der Kämpfe um Berlin und bei Entsatzangriffen auf den Kessel von Halbe, bis es Konopka gelang sein Regiment über die Elbe zu führen.
Nach amerikanischer Gefangenschaft, geht Konopka als selbstständiger Kaufmann in die Wirtschaft und arbeitet später in einem großen Betrieb in der Lehrlingsausbildung bis zu seiner Pensionierung.
Gerhard Konopka verstarb am 29.01.1997 in Darmstadt.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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