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Ritterkreuzträger Gerhard Konopka
Major der Reserve, Grenadiere

     
   
Gerhard Konopka wurde am 27.03.1911 in Tischtiegel in
Brandenburg geboren und wurde nach seiner schulischen Ausbildung zum
Forstgehilfen ausgebildet.
Im Alter von 23 Jahren zum Arbeitsdienst gekommen, stieg er dort bis zum
Oberarbeitsführer auf, was dem Rang eines Offiziers entsprach und wurde 1940 als
Offiziersanwärter zum Heer einberufen, wo er seine militärische Ausbildung im
Infanterie-Regiment 8 absolvierte. Zum Leutnant der Reserve befördert und als
Zugführer nahm er an den Feldzügen in Frankreich und Belgien teil.
Nach der Umstellung der 3. Infanteriedivision in eine mot.-Division, begann für
Konopka der Feldzug gegen die Sowjetunion, wo er als Zugführer die
Schützenpanzer seiner Kompanie zunächst im Nordabschnitt der Ostfront führte und
dann im Mittelabschnitt bis kurz vor Moskau.
Nachdem er verwundet wurde und bei Rshew wieder zum Einsatz kam, wurde er
aufgrund seiner bewiesenen Tapferkeit als Kommandeur des Stabs-Pionierzuges zum
Infanterie-Regiment (mot.) "Grossdeutschland" versetzt. Auch hier bewies
er Mut und Tapferkeit, zunächst im Rshew-Bogen, dann bei der Offensive gegen
Woronesh und beim Übergang über den Don. Dort standen seine Pioniere in
vorderster Linie und gingen mittels Sturmbooten bei Radsorskaja über den Fluss.
Auf der Ostseite wurde ein Brückenkopf gebildet, der auch gegen feindliche
Angriffe gehalten werden konnte, bis entsprechende Verstärkungen eintrafen.
In der Folge beteiligte er sich an den Abwehrkämpfen bei Woronesh und
nordwestlich des Stalingrader Kessels, als Oberleutnant (01.09.1942) und Chef
der 5. Kompanie.
Nach seiner 4. Verwundung und der anschließenden Genesung wird er zunächst,
aufgrund seiner Erfahrung in der Panzervernichtung und dem Umgang mit
Sturmbooten, als Vortragender an Infanterieschulen oder Frontausbildungsstellen
eingesetzt. Weiterhin wird informiert Konopka mittels Lehrfilme über die
Panzervernichtung.
Im Sommer 1943 kehrt er als Führer des II. Bataillons seines Regiments an die
Ostfront zurück und nimmt so an den schweren Kämpfen bei Orel teil, wo er mit
seinen Männern die sogenannten "Gelben Höhen" bei Alissowa erstürmen und
dabei zahlreiche Gräben und Verteidigungsstellungen ausheben konnte. Am nächsten
Tag gelang es die neue HKL des Gegners einzudrücken, wobei jedoch der
Bataillonsführer Konopka schwer verwundet wurde. Für persönlichen Mut und
Tapferkeit insbesondere während der Schlacht im Kursker Bogen wurde er am
29.08.1943 als Oberleutnant der Reserve und Führer des II./GrenRgt (mot.) "Großdeutschland"
mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Interessant hierbei ist, das Konopka der erste Soldat der Wehrmacht war, der zu
diesem Zeitpunkt bereits über 50 Nahkampftage verzeichnen konnte und so am
25.06.1943 die Nahkampfspange in Gold erhielt. Diese Tatsache, das er bereits so
früh dieses Kriterium erfüllte, wurde erst im Jahr 2003, aufgrund der
Eintragungen im Wehrpass entdeckt.
Am 01.11.1943 zum Hauptmann der Reserve befördert kehrte er wieder zur Front
zurück und wurde schon bald erneut, diesmal zum 9. Mal, verwundet. Der Grad der
Splitterverletzungen in beiden Oberschenkeln war jedoch derart hoch, daß er
nicht wieder frontverwendungsfähig geschrieben wurde.
Enttäuscht über diese Entscheidung fand er zunächst an einer Infanterieschule
Verwendung und half so mit, der kämpfenden Truppe entscheidende Mittel zur
Panzernahbekämpfung zu bieten. In diese Zeit fällt am 01.04.1944 die Beförderung
zum Major der Reserve.
Konopka bemühte sich bis zuletzt immer wieder um ein Frontkommando, das er
schließlich im März 1945 in Form des Kommandos über das Grenadier-Regiment 1 der
neuaufgestellten Reichsarbeitsdienst-Infanteriedivision "Friedrich-Ludwig
Jahn" erhielt. Das Regiment bestand aus den Resten der 251.
Infanteriedivision und wurde durch Volkssturmeinheiten "verstärkt". Der
Verband selbst war dennoch kaum in der Lage den sowjetischen Angreifern Paroli
zu bieten. Ein bericht des OKW sprach von "... schlechtem Ausbildungsstand
der Truppe, ... fast keinen Nachrichteneinheiten, ... wenig verfügbaren
Transportraum, sowie Lücken bei teils grundlegender Ausrüstung". Zum Einsatz
kam das Regiment im Vorfeld der Kämpfe um Berlin und bei Entsatzangriffen auf
den Kessel von Halbe, bis es Konopka gelang sein Regiment über die Elbe zu
führen.
Nach amerikanischer Gefangenschaft, geht Konopka als selbstständiger Kaufmann in
die Wirtschaft und arbeitet später in einem großen Betrieb in der
Lehrlingsausbildung bis zu seiner Pensionierung.
Gerhard Konopka verstarb am 29.01.1997 in Darmstadt.
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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