Günther Krappe wurde am 13.04.1893 in Schilde im Kreis Dramburg in Pommern
geboren und trat am 25.09.1912 der Armee bei, wo er dem Füsilier-Regiment 34
zugeteilt wurde. Bisher ist unklar ob er mit Kriegsbeginn bei seinem Regiment
blieb. zumindest bekleidete er über den Krieg hinweg zunächst den Posten eines
Zugführers und später den eines Kompaniechefs. Wo er sich ab 1918 bis zum
01.10.1919 aufhielt ist ebenfalls unbekannt.
Anschließend jedoch gehörte er zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 4, wo er ab
1922 den Posten des Adjutanten im II. Bataillon des jetzigen
Infanterie-Regiments 4 übernommen hatte. Am 01.06.1926 übernimmt er den Posten
eines Kompaniechefs in diesem Regiment und wird am 01.10.1930 als Ic in den Stab
der 2. Division versetzt.
Ab dem 01.10.1935 ist er Kommandeur des II. Bataillons im Infanterie-Regiment
59, bzw. ab dem 01.10.1937 des III. Bataillons im Infanterie-Regiment 73, der
19. Infanterie-Division.
Am 01.07.1939 übernimmt er das Kommando über das Nachschub-Regiment 1 in Danzig
und behält diese Dienststellung bis zum 01.10.1939. Daraufhin wird er zum
Militärattache in Budapest ernannt. Seine Tätigkeit vom 30.04. bis zum
01.10.1941 liegt bisher noch im Dunkeln. Zumindest ist er danach Militärattache
in Madrid und wird am 01.12.1942 in die Führer-Reserve versetzt. Dort nimmt er
vom 18.01. bis zum 12.02.1943 an einem Divisionsführerlehrgang an der
Panzertruppenschule in Wünsdorf teil und wird am 12.02.1943 mit der Führung der
61.
Infanterie-Division beauftragt. Dabei übernimmt er am 01.05.1943 offiziell
auch das Kommando der Division.
Für die erfolgreichen Abwehrkämpfe der Division im Norden der Ostfront, wird er
als Generalleutnant und Kommandeur der 61. Infanterie-Division, am 11.04.1944
mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Das Kommando gibt Krappe am 11.12.1944 wieder ab, womit er dann beauftragt wird,
ist ebenfalls unklar. Ab dem 15.12.1944 in die Führer-Reserve versetzt, besucht
er dort vom 04.11.1944 bis zum 31.01.1945 zugleich einen Lehrgang für
Kommandierende Generale und wird dann am 10.02.1945 mit der Führung des X.
SS-Armee-Korps, während der Kämpfe in Pommern, beauftragt. Als solcher gerät er
dann in seinem Geburtsdorf Schilde am 06.03.1945 in sowjetische Gefangenschaft.
Dort kommt Krappe u.a. in das berüchtigte Butyrka-Gefängnis in Moskau, weiterhin
in das Lager Nr. 27, dem Spezialobjekt Nr. 5 und dem Spezialhospital Nr. 3840.
Die Überstellung in das Entlassungslager Nr. 69 erfolgte mit dem 26.02.1949.
Günther Krappe verstarb am 31.12.1981 in Altena in Westfalen.