Ernst-Anton von Krosigk wurde am 05.03.1898 in Potsdam
geboren und trat am 14.06.1915, als Fahnenjunker, dem Garde-Jäger-Bataillon in
Potsdam bei. Von dort wird er vom 15.11.1915 bis zum 01.02.1916 zum
Fahnenjunker-Lehrgang nach Döberitz kommandiert. Zurück in seinem Bataillon
erhält er am 15.06.1916 die Beförderung zum Leutnant.
In seiner Dienstzeit beim Garde-Jäger-Bataillon versieht er zugleich seinen
Dienst beim Sturm-Bataillon der 12. Landwehr-Division, an der Mörserschule der
11. Armee in Prielep, nimmt an einem MG-Lehrgang in Döberitz teil, ist
stellvertretender Adjutant seines Bataillons, nimmt an einem weiteren Lehrgang
für Zug- und Kompanieführer in Oberrotweil teil und wird schließlich am
14.09.1918 Adjutant seines Bataillons.
Mit Ende des 1. Weltkriegs kommt von Krosigk am 18.01.1919 zum Freikorps "Potsdam",
wird am 01.05.1919 Adjutant des 3. Reichswehr-Jäger-Bataillons, am 01.01.1920
Adjutant des II. Bataillons des Reichswehr-Infanterie-Regiments 5 und am
01.01.1921 Adjutant des Lehr-Bataillons des Infanterie-Regiments 9.
Am 01.12.1921 wird er Ordonnanz-Offizier im Stab des Infanterie-Regiments 9
und am 19.04.1922 Kompanieoffizier der 6. Kompanie des Regiments, wo er am
31.07.1925 zum Oberleutnant befördert wird. Während seiner dortigen Tätigkeit
nimmt er vom 01.04.1925 bis zum 15.08.1925 und vom 20.10.1925 bis zum
28.11.1925 an einem Lehrgang in Döberitz teil. Weiterhin wird er vom
09.05.1927 bis zum 09.09.1927 zu einem Nachrichten-Lehrgang an die
Artillerieschule kommandiert.
Am 01.11.1927 zum Kompanieoffizier der 8. (MG) Kompanie des Regiments ernannt,
erhält er vom 01.10.1928 bis zum 01.10.1930 eine Führergehilfen-Ausbildung im
Reichswehrministerium, bzw. ab dem 01.10.1930 in der Kommandantur Berlin.
Am 01.10.1931 wird er in die Nachrichten-Abteilung 6 nach Hannover versetzt,
wo er am 01.10.1932 Chef der 2. Kompanie und am 01.10.1932 zum Hauptmann
befördert wird.
Am 01.10.1934 wird von Krosigk in den Stab des Reichswehr-Rekrutierungsamtes
nach Münster versetzt, wo er ab dem 01.05.1935 in der Wehrersatz-Inspektion
zum Einsatz kommt.
Vom 20.11.1935 bis zum 06.10.1936 in der 4. Abteilung des Generalstab des
Heeres tätig und ort am 01.03.1936 zum Major befördert, kommt er am 06.10.1936
als Ia in den Stab der 28. Division.
Am 01.08.1938 wird er Ausbilder an der Kriegsakademie in Berlin, wo er am
01.04.1939 zum Oberstleutnant befördert wird und wechselt am 26.08.1939 als Ia
in den Generalstab des VIII. Armee-Ersatz-Korps.
Nach dem Polenfeldzug wird er am 10.09.1939 Ia im Generalstab der
Heeres-Abteilung "A" und am 15.10.1939 Ia im Generalstab der
Heeresgruppe "B".
Nach kurzer Dienstzeit beim Generalkommando des XXII. Armeekorps, wird er dort
am 01.12.1939 Ia im Generalstab des XXII. Armeekorps.
Am 20.09.1940 erfolgte die Versetzung in die Führerreserve und der damit
verbundene Dienst an der Luftkriegsakademie in Berlin-Gatow.
Am 15.03.1941 ist er Chef des Generalstabes des KoRück 103, wo er am
01.04.1941 zum Obersten befördert wird und wechselt am 15.07.1941 als Chef in
den Generalstab des Kommandeurs des Heeres-Abschnittes "Süd".
Am 26.12.1941 erhält von Krosigk den Posten des Chefs des Generalstabes des I.
Armeekorps und wird vom 14.02.1943 bis zum 28.02.1943 zugleich mit der
stellvertretenden Führung der 24. Infanteriedivision beauftragt.
Nach Versetzung in die Führerreserve vom 20.06. bis zum 01.07.1943 wird er am
01.07.1943 mit der Führung der 1. Infanteriedivision beauftragt und erhält
unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor, am 01.09.1943, das Kommando
über diese Division. Für die Einsätze der Division erhält er am 12.02.1944 das
Ritterkreuz und wird am 01.05.1944 zum Generalleutnant befördert.
Vom 01.10.1944 bis zum 15.12.1944 in der Führerreserve, wird er mit der
Führung des XVI. Armeekorps beauftragt, woraufhin er unter gleichzeitiger
Beförderung zum General der Infanterie, am 30.01.1945 Kommandierender General
dieses Korps wird.
Am 15.03.1945 zum Oberbefehlshaber der 16. Armee ernannt, fällt Ernst-Anton
von Krosigk am 16.03.1945 bei der Befehlsübernahme bei Kanden in Kurland. Am
12.04.1945 erhält er für das Kommando über das XVI. Armeekorps, posthum das
Eichenlaub zum Ritterkreuz.