|


Ritterkreuzträger Heinrich Georg Ferdinand
Kreipe
Generalmajor

     
  
Heinrich Kreipe wurde am 05.06.1895 in
Niederspier Kreis Sondershausen in Thüringen als Sohn eines Pastors geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung an der Volksschule in Niederspier, der
Lateinschule in Greussen und dem Gymnasium in Sondershausen und trat am
11.08.1914 als Kriegsfreiwilliger dem Ersatz-Bataillon des 1. Thüringischen
Feld-Artillerie-Regiment Nr. 19 bei., von wo aus er am 12.10.1914 zum 2.
Ostpreußischen Feld-Artillerie-Regiment Nr.. 52 versetzt wurde.
Am 05.06.1915 erfolgte die Versetzung zum Rekruten-Depot des XXVI.
Reserve-Korps und am 05.07.1915 die Versetzung zum 237
Reserve-Infanterie-Regiment.
Nach der Versetzung zum 29. Reserve-Ersatz-Infanterie-Regiment wird er am
01.09.1915 zum Offiziersanwärter-Lehrgang im Sennelager kommandiert und kehrt
am 28.01.1916 an die Front zurück. Hier wird er am 05.09.1916 Adjutant des I.
Bataillons des Reserve-Infanterie-Regiments 237.
Ab dem 04.2.1916 gehörte er zur 3. MG-Kompanie des
Reserve-Infanterie-Regiments 237 und wird am 01.01.1917 zur MG-Schule nach
Solesines kommandiert.
Bereits im Dezember 1915 war er zum Leutnant der Reserve im
Reserve-Infanterie-Regiment 237 befördert worden und kommt am 22.04.1917 zur
1. MG-Kompanie des 3. Thüringischen-Infanterie-Regiments Nr. 71. 1917 wird er
hier aktiver Offizier.
Am 03.07.1917 wird er Führer der 2. MG-Kompanie im Infanterie-Regiment 71 und
übernimmt am 10.11.1917 den gleichen Posten in der 3. MG-Kompanie. Diese
übernimmt er am 01.02.1918 und kommt dann in den Stab des Infanterie-Regiments
71.
Nach Kriegsende tritt er am 18.02.1919 dem Freikorps Hessen-Thüringen-Waldeck
bei und wird am 01.10.1919 zum I. Bataillon des
Reichswehr-Infanterie-Regiments 21 der Reichswehr-Brigade 11 versetzt.
Vom 23.11.1919 bis zum 28.01.1920 gehörte er zur Sportertüchtigunkschule
Wünsdorf und wurde dann Chef der 2. MG-Kompanie des
Reichswehr-Infanterie-Regiments 21. Am 18.12.1920 wird er zum 15.
Infanterie-Regiment versetzt und am 15.01.1921 folgte die Kommandierung zum 5.
Transport-Bataillon um dort als Fahrlehrer ausgebildet zu werden. Außerdem
wird er vom 01.10.1923 bis zum 31.03.1924 zum Reitlehrer beim 16.
Gebirgs-Reiter-Regiment ausgebildet. Dem schloss sich die Kommandierung an die
Infanterieschule an.
Am 01.10.1927 wird er Adjutant des II. Bataillons des 15.
Infanterieregiments und am 01.07.1929 Chef der 8. Kompanie wo er am 01.02.1930
zum Hauptmann befördert.
Nach der Kommandierung zur Waffenschule nach Döberitz kommandiert wurde kommt
er am 01.10.1934 zum I. Bataillon des Infanterie-Regiments "Kassel" und
wird schließlich am 24.04.1935 Lehrer an der Infanterieschule Döberitz.
Am 01.10.1935 wird er Lehrer an der Kriegsschule in Hannover und wird am
01.10.1938 zum Oberstleutnant befördert.
Mit Kriegsbeginn erhält er das Kommando über das Infanterieregiment 209 der
58. Infanteriedivision. Mit diesem nimmt er am Frankreichfeldzug teil und
marschiert in Russland im Bereich der Heeresgruppe Nord ein. Bereits am
13.10.1941 erhält er das Ritterkreuz.
Am 12.09.1941 nimmt sein Regiment Krasnoje Selo und Urizk, nur 10 km vom
Zentrum Leningrads entfernt.
Mit Beginn des neuen Jahres ist sein Regiment schweren Angriffen im
Wolchow-Raum ausgesetzt.
Am 01.05.1942 erfolgte die Versetzung zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 209 und
am 04.06.1942 die Versetzung in die Führerreserve des OKH. Während dieser Zeit
wird er am 25.07.1942 zunächst als Kommandeur der Schule I für
Offiziersanwärter nach Dresden kommandiert und übernimmt diese am 05.08.1942.
Am 21.01.9143 kommt er wieder in die Führerreserve und wird am 18.03.1943 Chef
der 2. Abteilung des Heeres-Personalamtes.
Am 15.06.1943 erhält er das Kommando der
79. Infanteriedivision, nachdem diese nach der Vernichtung in Stalingrad
neu aufgestellt wurde. Mit dieser kämpft er am Kuban und setzt zur Halbinsel
Kertsch über.
Am 25.10.1943 wird er erneut in die Führerreserve versetzt und wird am
01.03.1944 Kommandeur der
22. Infanteriedivision auf Kreta.
Hier wird er am 26.04.1944 durch britische Kommandoeinheiten entführt und
verbringt die Zeit bis 1947 in Gefangenschaft. In dieser Zeit wird er in ein
Lager nach Calgary/Kanada verbracht und kehrt ins Lager Island Farm Special
Camp 11 nach England zurück, wo er im Hospital Camp 99 aufgrund seiner
Diabetes behandelt wird.
Heinrich Kreipe starb am 14.06.1976.
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
|