Wilhelm Kubel wurde am 16.12.1917 in
Woplauken im Kreis Rastenburg geboren und gehörte als Reserveoffizier zur
61.ostpreußischen Infanterie-Division die von Anfang des Ostkrieges bis zu
dessen Ende im Nordabschnitt der Ostfront im Einsatz stand.
Der spätere Ritterkreuzträger führte 1942/43 eine Kompanie des
Grenadier-Regimentes 162 und zeichnete sich mehrmals durch Tapferkeit und
Führungskunst aus. Als Chef der 3. Kompanie seines Regiments erhielt er bspw.
die Ehrenblattspange. Nach den schweren Rückzugsgefechten im Winter und
Frühjahr 1944 übernahm Kubel die Führung des II. Bataillons des Gren.Rgt.162.
Dieses stand auf dem Weg nach Kurland mehrmals im Schwerpunkt der Kämpfe.
Anfang August lag das Bataillon im Raum Birsen, wo sich der feindliche
Durchbruch nach Riga abzeichnete. Dabei gelang es Hauptmann Kubel mit seinen
Männern, von wenigen Schlachtflugzeugen unterstützt, den russischen
Großangriff am 02.08.1944 zum Stehen zu bringen. Für diese Tat wurde Kubel,
als Hauptmann der Reserve und Führer des II. Bataillons im Grenadier-Regiment
162, am 30.9.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Nach dem Krieg trat Kubel am 09.09.1956 der Bundeswehr bei und übernimmt den
Posten des Inspektionschef an der Heeres-Offiziersschule I bzw. II in Husum,
bzw. Hannover. Ab dem Jahre 1960 ist er stellvertretender Kommandeur des
Panzergrenadier-Bataillons 11 in Hannover und ab 1962 Taktiklehrer und
Inspektionschef an der Panzertruppenschule in Munster. Anschließend übernimmt
Kubel 1967 das Kommando über das Panzergrenadier-Bataillon 321 in Wesendorf
und ist ab 1971 Leiter des Ausbildungszentrums für Reservisten in Loccum. Als
solcher wird er als Oberstleutnant am 31.03.1974 in den Ruhestand
verabschiedet.
Wilhelm Kubel verstarb am 29.04.2003 in Hambühren.