Georg Karl Friedrich-Wilhelm von Küchler wurde am
30.05.1881 auf Schloss Philippsruhe bei Hanau, als Sohn eines hessischen
Offiziers, geboren und trat am 12.03.1900, als Fahnenjunker, dem 1.
Großherzoglich-Hessischen Feldartillerie-Regiment 25 in Darmstadt bei.
Am 18.08.1901 zum Leutnant befördert, besuchte er vom 01.10.1907 bis 1909
zugleich die Militäranstalt in Hannover, bzw. vom 01.10.1910 bis Juli 1913 die
Kriegsakademie. Kurz vorher war er am 18.08.1910 zum Oberleutnant befördert
worden.
Im März 1914 wechselt er in die Topographie-Abteilung des Großen Generalstabes
und kommt mit Beginn des 1. Weltkrieges in den Stab des Chefs der Generalstabes
des Feldheeres, wo er am 08.10.1914 zum Hauptmann befördert wird.
Er wird dann, noch im Oktober 1914, Chef einer Batterie des
Reserve-Feldartillerie-Regiments 9 und wird im Januar 1915 in den Generalstab
des IV. Armeekorps versetzt. Von dort kommt er später in den Generalstab des
XIII. Armeekorps um 1916 als Ia in den Stab der 206. Infanteriedivision zu
wechseln.
Seit Februar 1918 Ia im Generalstab, erlebt er dort das Kriegsende und wird am
18.12.1918 Generalstabsoffizier in der Brigade "Kurland".
Am 01.10.1919 ist er Taktik-Ausbilder an der Kriegsschule in München und im Stab
des I. Armeekorps in Königsberg tätig.
Am 01.10.1921 wechselt von Küchler in die Ausbildungsabteilung des
Reichswehrministeriums und übernimmt am 01.04.1923 die 5. Batterie des
Artillerie-Regiments 5 in Ulm-Wiblingen bzw. versieht seinen Dienst in der
Kommandantur in Münster, wo er am 01.02.1924 zum Major befördert wird.
Am 01.03.1926 wechselt er als Ausbilder an die Infanterieschule Dresden, wo er
am 01.01.1929 zum Oberstleutnant ernannt wird.
Drei Jahre später wird er Chef des Stabes bei der Inspektion für das Erziehungs-
und Bildungswesen im Reichswehrministerium in Berlin und am 01.02.1930
Lehrgangsleiter an der Artillerieschule in Jüterbog. Dort erhält er am
01.05.1931 den rang eines Obersten.
Am 01.10.1932 zum Artillerieführer I in Königsberg ernannt, wo er am 01.04.1934
zum Generalmajor befördert wird, wechselt von Küchler am 01.10.1934 auf den
Kommandeursposten der 1. Infanteriedivision nach Königsberg. Von Königsberg,
wird er am 01.04.1935 als Inspekteur der Kriegsschulen nach Berlin versetzt und
am 01.12.1935 zum Generalleutnant befördert.
Ab August 1936 Stellvertretender Präsident des Reichskriegsgerichts, wird er am
01.04.1937 zum Kommandierenden General des I. Armeekorps und zum Kommandeur des
Wehrkreis I ernannt. Mit Antritt dieser Dienststellung geht die Beförderung zum
General der Artillerie einher.
Am 22.08.1939 wird er zum Oberbefehlshaber der 3. Armee ernannt und erhält für
den erfolgreichen Polenfeldzug am 30.09.1939 das Ritterkreuz aus den Händen
Adolf Hitlers.
Am 04.11.1939 übernimmt er den Oberbefehl über die 18. Armee und führt diese
über Frankreich in den Norden der Ostfront. Kurz nach dem Feldzug im Westen war
von Küchler zum Generalobersten befördert worden.
Nachdem er am 17.01.1942 den Oberbefehl über die Heeresgruppe "Nord"
übernahm, wird er am 30.06.1942 zum Generalfeldmarschall befördert und erhält
für die bestandenen Abwehrkämpfe im Norden, am 21.08.1943 das Eichenlaub zum
Ritterkreuz.
Am 31.01.1944 in die Führerreserve versetzt, gerät er am 08.05.1945 in
amerikanische Gefangenschaft und wird am 30.12.1947 wegen Kriegsverbrechen zu 20
Jahren Haft verurteilt. Im Jahre 1951 wird die Strafe auf 12 Jahre abgemildert
und schließlich am 18.02.1952 beendet.
Georg von Küchler verstarb am 25.05.1968 in Garmisch-Partenkirchen.