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160. Eichenlaubträger Hubert Lanz
General der Gebirgstruppe

Hubert Lanz wurde am 22.05.1896 in Entringen bei Tübingen geboren.
Am 20.Juni 1914 ging Lanz als Fahnenjunker, zur 12.Kompanie des Infanterieregimentes "Kaiser Friedrich, König von Preußen" (7.Würtembergisches) Nr. 125 nach Stuttgart.
Am 8.August 1914 zog er mit diesem Regiment in den Krieg. Schon am 9.September wurde er schwer verwundet. Im Lazarett, wurde Lanz am 12.November zum Fähnrich ernannt, und ihm wurde das EK II verliehen.
Nach seiner Genesung, kam er zum Ersatzbataillon seines Regimentes, wo er am 4.Februar 1915 zum Leutnant ernannt wurde. Im Mai verlegte man sein Regiment an die Ostfront, hier wurde er Zugführer in einer Maschinengewehrkompanie.
Im November verlegte man das Regiment von der Ostfront, an die Westfront. Ab dem 1.Juni 1918 war er Regimentsadjutant, beim Württembergischen Gebirgsregiment.
Am 12.November 1918 trat Lanz, als Oberleutnant den Rückmarsch in die Heimat an. Sein Regiment übernahm jetzt den Grenzschutz an der Schweitzer Grenze.
Im März 1919 wurde das Regiment aufgelöst und Lanz wurde Referent beim Württembergischen Kriegsministerium. Am 11.September 1919 wurde er Adjutant beim I. Bataillon des Reichswehr-Schützenregiment 25 in Stuttgart.
Kurze Zeit später wurde das Regiment, in das IR 13 umbenannt. Hier wurde er Regimentsadjutant.
Nach seiner erfolgreichen Generalstabsausbildung, wurde Lanz Zugführer bei der 6. Kompanie des IR 14 in Tübingen. Danach war er Gehilfe im Stab der 5.ID.
Am 1. Oktober 1926 erhielt er das Kommando über die 16.Kompanie des IR 113 in Schwäbisch Gmünd.
Am 1.Februar 1928 stieg er zum Hauptmann auf. Später war er für einen Monat, Kommandeur der 3. ( Preußischen ) Nachrichtenabteilung in Potsdam. Danach kam er für ein halbes Jahr zum Reichsarchiv, welches sich auch in Potsdam befand.
Dann folgte eine Verwendung als Leiter der Abteilung T 3 im Truppenamt.
Am 1.Oktober 1929 legte er seine französische Dolmetscherprüfung ab. Ab dem 1.Oktober 1932 war Lanz, Chef der 9.Kompanie beim IR 1 in Gumbinnen. Am 1.August 1934 rückte er zum Major auf, und wurde 2.Generalstabsoffizier beim Generalstab der Heeresdienststelle in Kassel.
Ein Jahr später wurde die Dienststelle, in das IX. Armeekorps umbenannt. Hier stieg er am 1.März 1937 zum Oberstleutnant auf und wurde gleichzeitig 1.Generalstabsoffizier.
Ab dem 10.November 1938 leitete er das Gebirgsjäger-Regiment 100 in Bad Reichenhall. Am 26.August 1939 ging er als Generalstabschef zum Stellvertretenden Generalkommando V. Armeekorps nach Stuttgart. Einen Tag später folgte seine Beförderung zum Oberst i.G..
Ab dem 15.Februar 1940 war Lanz Generalstabschef beim XVIII. Gebirgskorps. In dieser Position nahm er am Westfeldzug teil, und erhielt am 1.Oktober 1940 das Ritterkreuz verliehen.
Am 26.Oktober 1940 kam er als Befehlshaber zur 1.Gebirgsdivision. Mit ihr war er im Balkan- und Rußlandfeldzug eingesetzt. Am 1.November 1940 rückte er zum Generalmajor auf.
Für seine Leistungen beim Rußlandfeldzug, bekam er am 1.Dezember 1942 die Ernennung zum Generalleutnant.
Am 17.Dezember wurde Lanz in die Führerreserve des OKH versetzt. Hier verlieh man ihm am 22.Dezember 1942 das Ritterkreuz mit Eichenlaub.
Am 28.Januar 1943 stieg er zum General der Gebirgstruppe auf, und bekam das Kommando über die "Armeeabteilung Lanz". Ihm waren nun drei Divisionen des SS-Panzerkorps vom General der Waffen-SS Paul Hausser, das Korps von Generalleutnant Hans Cramer, die Division "Großdeutschland", die 168.ID und verschiedene andere Einheiten unterstellt.
Aufgrund einer Befehlsverweigerung, wurde er am 20.Februar 1943 in die Führerreserve versetzt. Ab dem 25.Juni 1943 leitete er für einen Monat das XXXIX. Gebirgskorps am Kubanbrückenkopf.
Am 20.August 1943 ging er als Kommandierender General zum XXII. Gebirgskorps, welches in Griechenland eingesetzt war. Von nun an war Lanz mit Abwehrkämpfen im Balkan, in Ungarn und an den östlichen Alpenpässen beschäftigt.
Am 8.Mai 1945 kapitulierte Lanz mit seinem Korps in Radstadt/Tauern. Lanz kam jetzt in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde von einen ins andere Kriegsgefangenenlager gebracht.
Am 19.Februar 1948 wurde er wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit, zu 12 Jahren Haft verurteilt. Nun saß er fast Drei Jahre lang im Gefängnis in Landsberg. Dann stellte sich heraus, das die Beschuldigungen nicht wahr sind und man entließ ihn aus der Haft.
Lanz wurde nun Holzeinkäufer in einer Sperrholzfabrik. 1951 wurde er Ehrenvorsitzender beim „ Kameradenkreis der Gebirgstruppe" und Vorsitzender im Traditionsverband der 1.Gebirgsdivision.
Er
trat der FDP bei, und wurde hier Berater für militär- und sicherheitspolitische Fragen.
Am 15. August 1982 verstarb Hubert Lanz, und wurde mit militärischen Ehren beigesetzt.

Buchhinweise:

                   

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