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Ritterkreuzträger Karl-Otto Leukefeld
Hauptmann, Infanterie

Karl-Otto Leukefeld wurde am 1. Mai 1913 in Wiesbaden als Sohn eines Pfarrers geboren. An der Bismarck-Oberrealsschule in Hamburg legt er im Januar 1935 das Abitur ab und leistet dann vom 1. April bis 30. September 1935 freiwilligen Arbeitsdienst in der RAD-Abteilung 7/76 in Emmelsbüll/Nordfriesland.
Anschließend trat er in das Infanterieregiment 6 in Schwerin ein. Nach seiner Abkommandierung zum Infanterieregiment 69 in Jenfeld im Herbst 1936, wird er hier zur selben Zeit zum Fahnenjunker ernannt. In der Zeit vom 1. Januar 1937 bis 9. September 1937 besucht er die Kriegsschule in München und wird nach bestandener Offiziersprüfung zum Oberfähnrich befördert.
Zwischen Oktober und Dezember 1937 folgt ein Zugführerlehrgang an der Infanterie-Schule Döberitz. Es folgt die Versetzung zum I./IR 67 nach Spandau-West und am 1. Januar 1938 die Beförderung zum Leutnant.
Nach einen Infanterie-Geschütz-Lehrgang in Küstrin, einem Granatwerfer-Lehrgang in Döberitz und der Kommandierung als Ausbildungsoffizier an die Kampfschule Tegel wird er mit seinem Bataillon bei der Umschulung des österreichischen Heeres in Österreich eingesetzt. Danach kommt er als Kompanieoffizier zur 3. Kompanie des Grenz-Infanterie-Regiments 123 nach Schwerin/Warthe.
Im Polenfeldzug ist er Adjutant des I./IR 123. Noch vor dem folgenden Frankreichfeldzug wurde er zum Oberleutnant befördert und Chef der 1./IR 123, mit welcher er auch an der Oberrheinfront eingesetzt wird. In Frankreich erhält er das EK II und I. Zwischen Oktober und Dezember 1940 ist er Chef der Stabskompanie der Heeresgruppe von Bock in Posen.
Im Anfang April 1941 beginnenden Balkanfeldzug bewährte sich Leukefeld hervorragend bei der Führung seiner Kompanie in den schwere Kämpfen um die Höhe 510 (Feste Hellas), einem festungsartig ausgebauten Teil der Metaxaslinie in Griechenland. So wurde er am 15. April 1941 lobend im Wehrmachtsbericht genannt, nachdem er mit mehreren Männern seiner Kompanie eine Anzahl von Bunkern erfolgreich gestürmt hatte.
In Rußland dann bekam er am 23. Oktober 1941, für seine entscheidende Mitwirkung bei den Durchbruchskämpfen an der Seefestung Otschakow als vierter Angehöriger der 50. ID das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.
Bei den Durchbruchskämpfen zur Halbinsel Krim gelingt es ihm, ein sowjetisches Panzerfahrzeug abzuschießen. Hierfür erhält er später das „Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen durch Einzelkämpfer“. Am 1. Januar 1942 wird er verwundet und erhält am 23. Juni 1942 nachträglich für seinen Einsatz auf der Krim das Deutsche Kreuz in Gold, nachdem er bereits vorher zum Hauptmann befördert worden war.
Nach der Auskurierung seiner Verwundung wird er Waffen- und Taktiklehrer und zugleich Führer eines Sturmbataillons der 1. Armee an der Waffenschule in Tours. Im März 1944 lässt er sich auf eigenen Wunsch auf die Krim einfliegen, wo seine Division in schweren und aussichtslosen Kämpfen gegen die Rote Armee steht. Er gerät hier, mit fast allen noch lebenden Regimentsangehörigen, als Führer des I./ GR 123, am 12. Mai 1944 in sowjetische Kriegsgefangenschaft.
Am 10. Juni begeht er mit drei weiteren Offizieren seines Stabes einen Fluchtversuch bei Simferopol, wird jedoch nach zwei Tagen wieder aufgegriffen. Am 1. November 1949 kehrt er nach fünfeinhalbjähriger Kriegsgefangenschaft, unter anderem in einem Bergwerk im Donbaß, in die Heimat zurück.
Er betätigt sich im Buchhandel und in einem Verlag und tritt am 23. April 1956 in die Bundeswehr ein. Am 11. April 1967 wird er als Kommandeur einer Lehrgruppe einer Schule der Bundeswehr zum Oberst befördert. Im September 1971 wird er in den Ruhestand versetzt, bekleidet jedoch dann noch 5 Jahre eine leitende Funktion bei der Friedrich Krupp GmbH.
Er macht sich besonders um die Sammlung alter Divisionskameraden und die Bildung einer Traditionsgemeinschaft verdient und ist lange Zeit aktiver Vorsitzender der selben.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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