Daniel Maximilian Otto Usdau Lindenau wurde am 27.
August 1914 in Danzig-Langfuhr geboren. Über seine Jugend und die ersten Jahre
seiner militärischen Laufbahn ist leider nichts bekannt.
Mit Rangdienstalter vom 1. April 1936 (77) wird Lindenau zum Leutnant
befördert. Als solcher ist er beim Infanterie-Regiment 29 der 3.
Infanterie-Division in Crossen im Einsatz. Als Ende 1938 das
Grenz-Infanterie-Regiment 121 unter Oberst
Rudolf Pilz aufgestellt wird, übernimmt Leutnant Lindenau die Dienststelle
des Adjutanten des I. Bataillons unter Oberstleutnant
Eckkard von Geyso.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1939 wird Lindenau zum Oberleutnant befördert und
ist in jedem Fall im November 1939, wahrscheinlich aber auch schon während des
Polenfeldzugs Kompaniechef der 13. (IG)/IR 121.
Wann er die 50. Infanterie-Division verlässt ist nicht bekannt. Mit RDA vom 1.
Dezember 1943 (44) wird er zum Major i.G. befördert, hat inzwischen also die
Generalstabslaufbahn eingeschlagen.
Mit Stichtag 10. Juni 1944 wird er als Major i.G. und Ia beim Bevollmächtigten
General der deutschen Wehrmacht in Ungarn (seit 1. April 1944 bis Kriegsende
der Ritterkreuzträger General der Infanterie Hans von Greiffenberg) geführt.
Soweit bekannt wird er Ende 1944 Chef des Stabes des IX. SS-Gebirgskorps. Zu
dieser Aufgabe soll er am 19. Dezember 1944 in Budapest eingetroffen sein. Er
ist mit gerade 30 Jahren einer der jüngsten Stabschefs ein Armeekorps in der
Wehrmacht und ist bereits im Besitz beider Eiserner Kreuze.
Bisher wurde angenommen, dass Lindenau am 10. Februar 1945 das Ritterkreuz des
Eisernen Kreuzes als Oberstleutnant i.G. und Chef des Stabes des IX.
SS-Gebirgskorps verliehen bekam. Es ist allerdings überliefert, dass am 26.
März 1945 der Abteilung IIa der Heeresgruppe Süd auf deren Anfrage vom 19.
März 1945 mitgeteilt wurde: „Ein Ritterkreuzvorschlag für Oberstleutnant
i.G. Lindenau hat nicht vorgelegen. Das Ritterkreuz ist nicht an ihn verliehen
worden.“
Somit wird durch die neuste Geschichtsforschung unterstellt, dass Lindenau
kein Ritterkreuzträger war und dass das Verleihungsdatum von der
Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger, deren Mitglieder er auch war,
lediglich angenommen worden ist.
In der Dienstalterliste des Heeres von 1944/45 ist sein Beförderungsdatum zum
Oberstleutnant i.G. mit dem 20. Februar 1945 angegeben, bei einem vermutlichen
Rangdienstalter vom 31. Januar 1945.
Daniel Usdau Lindenau verstarb am 29. August 1984 in Buxtehude.