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467. Eichenlaubträger Erich Lorenz
Oberst der Reserve, Grenadiere

     
 
Erich Lorenz wurde am 31.08.1905 in Wattenscheid
geboren.
Am 03.10.1943 wurde das I. Bataillon des Grenadier-Regiments, unter dem
Kommando von Major der Reserve Lorenz, am Wolchow von der 53. Stoßbrigade und
einem automatischen Bataillon angegriffen. Das Bataillon, im Raum Lesno und
Selenzy, wehrte bis zum 05.10. sämtliche Angriffe ab, wobei der Kommandeur
immer in vorderster Reihe zu finden war. So führte er in der Nacht vom 03. auf
den 04.10. persönlich einen Stoßtrupp zur Entlastung des Stützpunktes "Salzburg",
nordostwärts von Lesno.
Als am 06.10.1943 der Gegner erneut vor dem gesamten Bataillon zum Angriff
überging, wurde Lorenz durch einen Granateinschlag halb verschüttet. Ein
Einbruch des Gegners in den eigenen Graben konnte dennoch abgeriegelt werden.
Die 3. Kompanie des Bataillons konnte die Stellung am "Handtuchwald"
ostwärts Selenzy halten, nur der Stützpunkt "Salzburg" musste am
09.10.1943 aufgegeben werden.
Für den Abwehrerfolg seines Bataillons erhielt Lorenz, stellvertretend für
seine Soldaten, am 14.11.1943 das 2326. Ritterkreuz des Heeres und der
Waffen-SS, das Ritterkreuz.
Nachdem Lorenz im Frühjahr 1944, als Oberstleutnant der Reserve, die Führung
des Grenadier-Regiments 287 übernahm, wurde das Regiment am 12.03.1944 zum
Schutz der Ostflanke des XXVIII. Armeekorps in den Raum Tiranowka verlegt. Der
Gegner hatte im März 1944 einen Brückenkopf auf dem Südufer des Bug im Raum
Tereschewzy gebildet und bedrohte damit den wichtigen Übergang des Korps über
den Bug im Raum Proskurow.
Gleichzeitig übernahm das Regiment die Sicherung für die Bereitstellungen von
Teilen der 6., 19. Panzerdivision und 2. SS-Panzerdivision "Das Reich".
In diese Bereitstellungen brach nun ein gegnerischer Nachtangriff. Lorenz
setzte sofort seinen Pionierzug zum Gegenangriff an und ging mit seinem
bewährten "Hurra" im Nahkampf vor. Der Gegner war so überrascht, das
weitere Gegenangriffe angesetzt werden konnten. Das Regiment Lorenz drängte
den Gegner bis über die Höhen ostwärts von ´Tiranowka zurück und hielt diese
Stellung, bis am nächsten Morgen der eigene Panzerangriff über das Regiment
begann. Durch den Einsatz des Regiments war eine schwere Krisenlage bereinigt
worden.
Für das persönliche Eingreifen, sowie die Führungsstärke des Kommandeurs,
wurde dieser am 04.05.1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.
Nach der Beförderung zum Oberst der Reserve, wird Lorenz noch zu den
Schwertern zum Eichenlaub eingereicht, die er jedoch nicht mehr verliehen
bekommt.
Erich Lorenz verstarb am 10.12.1984 in Bochum.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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