Ritterkreuzträger
Josef Mathes
Oberwachtmeister der Reserve, Sturmgeschütze





Josef Mathes wurde am 04.02.1908 in Sichtigvor am
Elstergebirge im Sudentenland geboren und trat am 19.10.1938 in die deutsche
Wehrmacht ein.
Am 08.09.1940 wird er in die IV. Abteilung des Artillerie-Lehr-Regiments (mot.)
2 versetzt und kommt am 19.11.1940 zur Sturmgeschütz-Abteilung 191. mit der er
am Griechenland--Feldzug teilnimmt.
Mit Beginn des Feldzuges gegen Russland wird auch die Einheit von Mathes
eingesetzt, bis er am 17.06.1943 zur Sturmgeschütz-Abteilung 280 versetzt wird.
Mit dieser Abteilung kommt Mathes im Zuge der alliierten Luftlandung bei Arnheim
an der Westfront zum Einsatz. Dort hatte das britische XXX. Korps die Strasse
Eindhoven-Nimwegen angriffsweise besetzt. Für die deutsche Führung war es
entscheidend diese Nachschubstrasse zu sperren. Am 19.09.1944 wurden dafür die
Panzer-Brigade 107 vor Son (Zon) eingesetzt. Hier befand sich die südlichste
Brücke des alliierten Luftlandekorridors. Die Brigade gehörte zur Kampfgruppe
Walther, bestehend aus der 107. Panzer-Brigade, der Sturmgeschütz-Abteilung 280
und einem Fallschirmjäger-Regiment. Der Kampfgruppe gelang es am 22.09.1944 das
an der Strasse weiter nördlich liegende Veghel im Angriff von Südosten her
einzuschließen.
Der erfolgreichste Soldat in der Sturmgeschütz-Abteilung 280 war in den Tagen
bis zum 19.09.1944 der Oberwachtmeister Mathes, der bei den Kämpfen an diesem
Tag fiel. Als Führer des 2. Zuges der 3. Batterie erhielt er am 04.10.1944
posthum das Ritterkreuz.
Bisher konnte nicht ermittelt werden, wo genau Mathes fiel. Auch ist nicht
bekannt welche Tapferkeitstat zur Verleihung des Ritterkreuzes führte. Der
Vorschlag ging am 25.09.1944 beim OKH ein und die Verleihungsurkunde ging am
04.11.1944 an das stellvertretende Generalkommando XIII. Armeekorps ab.
Josef Mathes liegt heute auf dem Friedhof in Bocholt-Neuer.