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Ritterkreuzträger Dr. jur. Erich Mende
Major, Grenadiere

     

Erich Mende wurde am
28.10.1916 in Groß-Strehlitz/Oberschlesien geboren. Nach dem Abitur
absolvierte er zunächst vom 01.04. bis zum 30.09.1936 seine
Arbeitsdienstpflicht im RAD-Lager Nagelschmieden bei Guttentag in
Oberschlesien und trat dann am 01.10.1936 als Offiziersanwärter der 1.
Kompanie im Infanterie-Regiment 84 bei. Standort
des Regiments war Gleiwitz, wo er am 27.10.1936 vereidigt und 1939 zum
Leutnant befördert wurde. Zuvor wechselte er am 23.11.1938 in die 2.
Kompanie des Regiments.
Während des Polenfeldzuges wurde er das erste Mal verwundet und erhielt auch
das Eiserne Kreuz II. Klasse. Nach Ende der Kämpfe wechselte Mende am
09.11.1939 in den Stab des I. Bataillons, um ab dem 06.02.1940 die Führung
des Regiments-Pionierzugs zu übernehmen. Bei den Übergangskämpfen an der Maas
bewährte er sich zum wiederholten Male und erhielt das Eiserne Kreuz I.
Klasse.
Kurz vor Ende des Jahres 1940 wechselt er am 22.11.1940 als Adjutant in den
Stab des II. Bataillons und nimmt mit diesem ab dem 22.06.1941 am
Russland-Feldzug teil. Dort übernimmt er dann vom 01.11.1941 bis zum
23.01.1942 die Führung der 10. Kompanie und wird als solcher mglw.
verwundet, da er ab dem 24.01.1942 wirtschaftlich dem
Infanterie-Ersatz-Bataillon 84 zugeteilt und zur Genesung in das
Heimatlazarett Dresden verlegt wird
Für seine Leistungen erhielt er am 30.05.1942 das Deutsche Kreuz in Gold. Mit
seiner Kompanie stand er an vielen bekannten Schlachtorten im Einsatz, u.a.
Grodno, Minsk, Smolensk, Wjasma, Moskau.
Am 20.09.1942 erfolgte dann seine Versetzung in das
Infanterie-Ausbildungs-Bataillon 84, bzw. ab dem 06.10.1942 in das
Reserve-Infanterie-Bataillon 84.
Am 25.11.1942 kehrt an die Front zurück und wird dort dem I. Bataillon im
Grenadier-Regiment 252 zugewiesen. Bald jedoch, nämlich ab dem 22.12.1942,
kommt er als Regimentsadjutant zurück zum Grenadier-Regiment 84.
Für seinen unermüdlichen Einsatz in vorderster Front erhielt er die
Nahkampfspange.
Anfang des Jahres 1944, ab dem 06.01.1944, ist er Kommandeur des I.
Bataillons im Grenadier-Regiment 84 und wird vom 16.07. bis zum 18.10.1944
zur Generalstabs-Ausbildung in die Führer-Reserve des OKH versetzt.
Wieder an der Front übernimmt er ab dem 19.10.1944 die Führung der
Divisions-Gruppe 216 und ab dem 23.11.1944 die Führung des
Grenadier-Regiments 216, das im Rahmen der
102. Infanterie-Division in Ostpreußen kämpfte.
Am 28.02.1945 erhielt Mende, als Major und Führer des Grenadier-Regiments 216,
für seine Leistungen während der Abwehrkämpfe am Narew im Jahre 1944 das
Ritterkreuz.
Da er sein Regiment rechtzeitig nach Schleswig-Holstein zurückführte, konnte
er die sowjetische Kriegsgefangenschaft für seine Soldaten vermeiden.
Mende wurde nach kurzer Zeit bereits wieder aus britischer
Kriegsgefangenschaft entlassen. Da er während der Gefangenschaft verhindern
konnte, dass das Marineehrenmal in Laboe gesprengt wird, erhielt er 1983 das
Goldene Eichenblatt vom Deutschen Marinebund.
Nach seiner Entlassung ging Mende nach Sürth bei Köln. Dort begann er noch
1945 ein Jurastudium an der Kölner Universität. Wie auch schon zu früheren
Schulzeiten, war Mende einer der besten Schüler bzw. Studenten und so
promovierte er 1950.
Bereits 1945 war er einer der Gründer der FDP und wurde im Januar 1946 deren
Landesgeschäftsführer in Nordrhein-Westfalen. 1949 wurde Mende, als einer der
jüngsten (er war 33 Jahre alt) Abgeordneten, in den deutschen Bundestag
gewählt, dem er von nun an 31 Jahre angehören sollte.
Von 1957 – 1963 war er Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Am 15.10.1963
wurde Mende vom damaligen deutschen Bundeskanzler Ludwig Erhard (Kanzler von
1963 – 1966) ins Kabinett berufen, wo er das Ressort „Gesamtdeutsche Fragen“
übernahm und gleichzeitig Vizekanzler wurde. Schon 1950 hatte er sich für die
Freilassung von Soldaten, die als „Kriegsverbrecher“ verurteilt wurden,
eingesetzt. Er tat dies auch weiterhin, v.a. für die Heimkehr der
Kriegsgefangenen und die Rehabilitierung der Wehrmacht.
Von 1960 – 1968 war er des weiteren Bundesvorsitzender der FDP. Nachdem er am
26.10.1965 nochmals von Erhard in seine Kabinett berufen wurde, traten Mende
und die übrigen FDP-Minister am 27.10.1966 aus Protest zurück. Nachdem auch
innerhalb der FDP ein Richtungswechsel in Bezug auf Sozialreformen stattfand,
trat Mende 1968 auch vom Parteivorsitz zurück. 1970 schied er ganz aus der FDP aus
und ging zur CDU für die er bis 1980 dem Bundestag angehörte.
Im Berufsleben war er im März 1969 in die Wirtschaft gegangen, doch war ihm
das Glück hier nicht hold. Seinen Lebensabend verbrachte Mende u.a. damit,
weiter für die Ehre und das Ansehen des deutschen Soldaten einzutreten.
Außerdem schrieb er mehrere Bücher. Für seine Verdienste um Deutschland
erhielt er das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Erich Mende verstarb am 06.05.1998 im Alter 81 Jahren in Bonn.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Fahnenjunker |
??? |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
08.11.1939 |
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Leutnant |
??? |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
01.06.1940 |
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Oberleutnant |
??? |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
??? |
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Hauptmann |
?? |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
??? |
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Major |
??? |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
??? |
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Deutsches Kreuz in Gold |
30.05.1942 |
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Nahkampfspange I. Stufe in Bronze |
??? |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
28.02.1945 |
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Großkreuz Bundesverdienstkreuz |
??? |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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