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Ritterkreuzträger Joachim Menzel
Major der Reserve, Heeres-Flak-Artillerie

14.09.194216.06.1941

Joachim Friedrich Paul Menzel wurde am 11.10.1914 in Bromberg/Westpreußen geboren und trat am 01.04.1935 der 4. Kompanie des Infanterie-Regiments Breslau, dem späteren Infanterie-Regiment 49, bei. Vom 03.01. bis zum 24.10.1936 an der Kriegsschule München, wird er mit Wirkung vom 01.01.1936 in die I. Abteilung des Artillerie-Regiments 54 nach Glogau versetzt und vom 02.11.1936 bis zum 10.03.1937 zu einem Waffen-Lehrgang an die Artillerieschule kommandiert. Einen weiteren Lehrgang im Truppen-Nachrichten-Dienst für Offiziere der Artillerie an der Heeres-Nachrichtenschule besucht Menzel vom 13.04. bis zum 05.05.1939 und wird dann mit Wirkung vom 15.05.1939 in die II. Abteilung seines Regiments versetzt und übernimmt dort die 6. Batterie.
Am 06.08.1939 wird er zum Chef der 3. (21-cm-Mörser) Batterie der schweren Artillerie-Abteilung 631 (mot.) ernannt und nimmt mit dieser am Polen-Feldzug teil, wo er am 26.09.1939 bei Warschau verwundet wird.
Kurze Zeit später wieder genesen, übernimmt Menzel am 13.02.1940 die 3. (Mörser) Batterie der schweren Artillerie-Abteilung 641 und nimmt mit dieser am West-Feldzug teil.
Nach Ende der Kämpfe im Westen am 01.11.1940 zum Chef der 1. (Mörser) Batterie der schweren Artillerie-Abteilung 607 (mot.) ernannt und vom 13.01. bis zum 22.01.1941 zu einem Kursus für zbV.-Offiziere im Stab eines Artillerie-Kommandeurs nach München kommandiert. Wieder bei seiner Batterie, die mittlerweile nach Dänemark verlegt wurde, wird Menzel am 21.02.1941, mit Wirkung vom 30.01.1941, zum Adjutanten der Heeres-Flak-Lehr-Abteilung (mot.) in Dänemark ernannt
Nach dem Besuch eines Lehrgangs für Abteilungs-Kommandeure und Adjutanten an der Flak-Artillerieschule I in Rerik vom 28.02. bis zum 05.04.1941, verbunden mit einer zeitweisen Kommandierung in die Luftverteidigungszone Berlin, in der dortigen Untergruppe Lichtenrade, vom 06.03. bis zum 13.04.1941, übernimmt Menzel ab dem 18.04.1941 die 2. Batterie der Heeres-Flak-Lehr-Abteilung, mit der er ab dem 22.06.1941 am Ost-Feldzug teilnimmt. Ob dann verwundet ist bisher unklar, zumindest wird er noch 1941 zur Heeres-Flak-Ersatz-Abteilung 280 versetzt und am 14.08.1941, mit Wirkung vom 23.06.1941, zum Chef der 2. Batterie zur Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 280 versetzt. Dem schließt sich mit Wirkung vom 20.09.1941 die Ernennung zum Chef der 2. Batterie der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 272 an.
Am 16.08.1942 wird Menzel mit Wirkung vom 04.06.1942 zum Chef der 10. Batterie der IV. (Flak) Abteilung des Panzer-Artillerie-Regiments 75 ernannt. Die IV. Abteilung wurde unter Eingliederung der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung (mot.) 314 gebildet, die am 24.04.1943 wieder selbstständig wurde, wobei Menzel den Posten des Chefs der 1. Batterie übernahm.
Daraufhin mit Wirkung vom 01.06.1943 in die Führer-Reserve unter gleichzeitiger Kommandierung zur 15. Infanterie-Division versetzt, wo er vom 15.06. bis zum 30.06.1943 ein Waffen-Kommando bei der 2. Kompanie des Pionier-Bataillons 15 übernimmt. Dem folgte am 26.06.1943, mit Wirkung vom 01.05.1943, die Ernennung zum Kommandeur der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung (mot.) 314, bzw. am 21.08.1943 die Ernennung zum Führer der 6. Kompanie im Grenadier-Regiments 106.
Am 25.08.1943 zum Stab des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 88 kommandiert, wird er dabei am gleichen tag bei Isjum verwundet, kann aber bei der Truppe verbleiben.
Vom 01.09. bis zum 20.09.1943 Führer des III. Bataillons des Grenadier-Regiments 106 und dabei am 19.09.1943 bei Nowo Alexandrowka erneut verwundet, übernimmt er in Vertretung den Posten des 1. Ordonnanz-Offiziers der 15. Infanterie-Division.
Am 21.02.1944 erfolgte mit Wirkung vom 01.11.1943 die Versetzung in die Heeres-Flak-Artillerie-Ersatz-Abteilung 273, wobei ihm am 21.02.1944, mit Wirkung vom 28.11.1943 die Führung der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung (mot.) 277 übertragen wurde. Mit Wirkung vom 01.03.1944 ist er dann auch Kommandeur dieser Abteilung.
Als Kommandeur dieser Abteilung übernimmt Menzel am 19.08.1944 den Posten des Kampfkommandanten von Lyon, wobei ihm die Aufgabe zukam die wichtigen Rhone-Brücken für den Rückzug offen zu halten. Dabei sorgte er mit Geschick und Mut für die Erfüllung seiner Aufgabe. So rettete er deutsche Soldaten und Wehrmachtshelferrinnen aus der Hand der Resistance und nahm vier kanadische Fallschirmjäger fest, die den Auftrag hatten die Brücken zu sprengen. Am 30./31.08.1944 verließ Menzel als letzter deutscher Soldat die Stadt Lyon. Damit sprach man von Menzel auch vom "Löwen von Lyon". Er hatte durch sein Aushalten den Rückzug, nicht nur der 11. Panzer-Division, sondern der gesamten 19. Armee, gesichert und war dafür zum Ritterkreuz vorgeschlagen worden. Dieses erhielt er am 10.09.1944 als Major und Kommandeur der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung (mot.) 277.
Am 06.01.1945 übernimmt er mit Wirkung vom 10.01.1945 die Geschäfte des Kommandeurs des Lehr- und Ausbildungs-Stabes der Heeres-Flak-Artillerie in Oxböl, Dänemark, dabei trat er dieses Kommando am 21.02.1945 an. Mit Kriegsende in Dänemark interniert, wird er am 15.09.1945 in die Heimat entlassen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1935 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 10.09.1944
Fahnenjunker-Unteroffizier 01.12.1935 Eisernes Kreuz II. Klasse

03.10.1939

Fähnrich 01.06.1936 Eisernes Kreuz I. Klasse 31.05.1940
Oberfähnrich 21.10.1936 m. Wirk. v. 01.10.1936 Deutsches Kreuz in Gold 07.09.1944
Leutnant 20.04.1937 -200- m. Wirk. v. 01.04.1937 (RDA v. 01.04.1937(248)) Dienstauszeichnung IV. Klasse 01.04.1939
Oberleutnant 21.07.1939 -3800- m. Wirk. v. 01.08.1939 (RDA v. 01.08.1939(242)) Verwundeten-Abzeichen in Schwarz 08.04.1940 (erneut durch GR 88 am 26.08.1943)
Hauptmann 16.03.1942 -1710- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942(144)) Verwundeten-Abzeichen in Silber 31.12.1943
Major 20.06.1944 -3210- m. Wirk. v. 01.05.1944 (RDA v. 01.05.1944(7c)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 27.08.1941
Medaille Winterschlacht im Osten 01.08.1942
Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen 10.09.1942
Heeres-Flak-Abzeichen 18.12.1942
Nahkampfspange in Bronze 26.07.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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