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Ritterkreuzträger Joachim Menzel
Major der Reserve, Heeres-Flak-Artillerie

      

Joachim Friedrich Paul Menzel wurde am 11.10.1914
in Bromberg/Westpreußen geboren und trat am 01.04.1935 der 4. Kompanie des
Infanterie-Regiments Breslau, dem späteren Infanterie-Regiment 49, bei. Vom
03.01. bis zum 24.10.1936 an der Kriegsschule München, wird er mit Wirkung vom
01.01.1936 in die I. Abteilung des Artillerie-Regiments 54 nach Glogau
versetzt und vom 02.11.1936 bis zum 10.03.1937 zu einem Waffen-Lehrgang an die
Artillerieschule kommandiert. Einen weiteren Lehrgang im
Truppen-Nachrichten-Dienst für Offiziere der Artillerie an der
Heeres-Nachrichtenschule besucht Menzel vom 13.04. bis zum 05.05.1939 und wird
dann mit Wirkung vom 15.05.1939 in die II. Abteilung seines Regiments versetzt
und übernimmt dort die 6. Batterie.
Am 06.08.1939 wird er zum Chef der 3. (21-cm-Mörser) Batterie der schweren
Artillerie-Abteilung 631 (mot.) ernannt und nimmt mit dieser am Polen-Feldzug
teil, wo er am 26.09.1939 bei Warschau verwundet wird.
Kurze Zeit später wieder genesen, übernimmt Menzel am 13.02.1940 die 3.
(Mörser) Batterie der schweren Artillerie-Abteilung 641 und nimmt mit dieser
am West-Feldzug teil.
Nach Ende der Kämpfe im Westen am 01.11.1940 zum Chef der 1. (Mörser) Batterie
der schweren Artillerie-Abteilung 607 (mot.) ernannt und vom 13.01. bis zum
22.01.1941 zu einem Kursus für zbV.-Offiziere im Stab eines
Artillerie-Kommandeurs nach München kommandiert. Wieder bei seiner Batterie,
die mittlerweile nach Dänemark verlegt wurde, wird Menzel am 21.02.1941, mit
Wirkung vom 30.01.1941, zum Adjutanten der Heeres-Flak-Lehr-Abteilung (mot.)
in Dänemark ernannt
Nach dem Besuch eines Lehrgangs für Abteilungs-Kommandeure und Adjutanten an
der Flak-Artillerieschule I in Rerik vom 28.02. bis zum 05.04.1941, verbunden
mit einer zeitweisen Kommandierung in die Luftverteidigungszone Berlin, in der
dortigen Untergruppe Lichtenrade, vom 06.03. bis zum 13.04.1941, übernimmt
Menzel ab dem 18.04.1941 die 2. Batterie der Heeres-Flak-Lehr-Abteilung, mit
der er ab dem 22.06.1941 am Ost-Feldzug teilnimmt. Ob dann verwundet ist
bisher unklar, zumindest wird er noch 1941 zur Heeres-Flak-Ersatz-Abteilung
280 versetzt und am 14.08.1941, mit Wirkung vom 23.06.1941, zum Chef der 2.
Batterie zur Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 280 versetzt. Dem schließt sich
mit Wirkung vom 20.09.1941 die Ernennung zum Chef der 2. Batterie der
Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 272 an.
Am 16.08.1942 wird Menzel mit Wirkung vom 04.06.1942 zum Chef der 10. Batterie
der IV. (Flak) Abteilung des Panzer-Artillerie-Regiments 75 ernannt. Die IV.
Abteilung wurde unter Eingliederung der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung
(mot.) 314 gebildet, die am 24.04.1943 wieder selbstständig wurde, wobei
Menzel den Posten des Chefs der 1. Batterie übernahm.
Daraufhin mit Wirkung vom 01.06.1943 in die Führer-Reserve unter
gleichzeitiger Kommandierung zur 15. Infanterie-Division versetzt, wo er vom
15.06. bis zum 30.06.1943 ein Waffen-Kommando bei der 2. Kompanie des
Pionier-Bataillons 15 übernimmt. Dem folgte am 26.06.1943, mit Wirkung vom
01.05.1943, die Ernennung zum Kommandeur der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung
(mot.) 314, bzw. am 21.08.1943 die Ernennung zum Führer der 6. Kompanie im
Grenadier-Regiments 106.
Am 25.08.1943 zum Stab des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 88
kommandiert, wird er dabei am gleichen tag bei Isjum verwundet, kann aber bei
der Truppe verbleiben.
Vom 01.09. bis zum 20.09.1943 Führer des III. Bataillons des
Grenadier-Regiments 106 und dabei am 19.09.1943 bei Nowo Alexandrowka erneut
verwundet, übernimmt er in Vertretung den Posten des 1. Ordonnanz-Offiziers
der 15. Infanterie-Division.
Am 21.02.1944 erfolgte mit Wirkung vom 01.11.1943 die Versetzung in die
Heeres-Flak-Artillerie-Ersatz-Abteilung 273, wobei ihm am 21.02.1944, mit
Wirkung vom 28.11.1943 die Führung der Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung (mot.)
277 übertragen wurde. Mit Wirkung vom 01.03.1944 ist er dann auch Kommandeur
dieser Abteilung.
Als Kommandeur dieser Abteilung übernimmt Menzel am 19.08.1944 den Posten des
Kampfkommandanten von Lyon, wobei ihm die Aufgabe zukam die wichtigen
Rhone-Brücken für den Rückzug offen zu halten. Dabei sorgte er mit Geschick
und Mut für die Erfüllung seiner Aufgabe. So rettete er deutsche Soldaten und
Wehrmachtshelferrinnen aus der Hand der Resistance und nahm vier kanadische
Fallschirmjäger fest, die den Auftrag hatten die Brücken zu sprengen. Am
30./31.08.1944 verließ Menzel als letzter deutscher Soldat die Stadt Lyon.
Damit sprach man von Menzel auch vom "Löwen von Lyon". Er hatte durch
sein Aushalten den Rückzug, nicht nur der 11. Panzer-Division, sondern der
gesamten 19. Armee, gesichert und war dafür zum Ritterkreuz vorgeschlagen
worden. Dieses erhielt er am 10.09.1944 als Major und Kommandeur der
Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung (mot.) 277.
Am 06.01.1945 übernimmt er mit Wirkung vom 10.01.1945 die Geschäfte des
Kommandeurs des Lehr- und Ausbildungs-Stabes der Heeres-Flak-Artillerie in
Oxböl, Dänemark, dabei trat er dieses Kommando am 21.02.1945 an. Mit
Kriegsende in Dänemark interniert, wird er am 15.09.1945 in die Heimat
entlassen.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
01.10.1935 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
10.09.1944 |
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Fahnenjunker-Unteroffizier |
01.12.1935 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
03.10.1939 |
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Fähnrich |
01.06.1936 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
31.05.1940 |
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Oberfähnrich |
21.10.1936 m. Wirk. v. 01.10.1936 |
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Deutsches Kreuz in Gold |
07.09.1944 |
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Leutnant |
20.04.1937 -200- m. Wirk. v. 01.04.1937 (RDA v. 01.04.1937(248)) |
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Dienstauszeichnung IV. Klasse |
01.04.1939 |
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Oberleutnant |
21.07.1939 -3800- m. Wirk. v. 01.08.1939 (RDA v. 01.08.1939(242)) |
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Verwundeten-Abzeichen in Schwarz |
08.04.1940 (erneut durch GR 88 am 26.08.1943) |
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Hauptmann |
16.03.1942 -1710- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942(144)) |
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Verwundeten-Abzeichen in Silber |
31.12.1943 |
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Major |
20.06.1944 -3210- m. Wirk. v. 01.05.1944 (RDA v. 01.05.1944(7c)) |
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Infanterie-Sturmabzeichen in Silber |
27.08.1941 |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
01.08.1942 |
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Sonderabzeichen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen |
10.09.1942 |
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Heeres-Flak-Abzeichen |
18.12.1942 |
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Nahkampfspange in Bronze |
26.07.1944 |
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
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