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Ritterkreuzträger Dr. Wolfgang Meinhold
SS-Sturmbannführer

Wolfgang Meinhold wurde am 8. Oktober 1902 in Neuruppin als Sohn des Generaloberarzts Dr. Gerhard Meinhold geboren. Nach dem Besuch der Volksschule macht er 1920 Abitur und nimmt anschließend eine Tätigkeit als praktischer Landwirt auf.
Es folgt ein sechssemestriges Studium der Landwirtschaft an dessen Ende 1926 das Examen steht. Er promoviert und wird 1927 Doktor agr. 1928 besteht er die Tierzucht-Beamtenprüfung und ist anschließend Leiter der Bauernschule Grunzig der Landesbauernschaft Kurmark.
Am 1. September 1931 tritt er mit der Nr. 607.740 in die NSDAP ein und etwas mehr als zwei Jahre später am 1. November 1933 mit der Nr. 218.577 in die SS. Er betätigt sich als Gaufachrat in der Kreisamtsleitung des Rass. Pol. Amts.
Am 8. Juli 1935 wird er dem Ergänzungs-Bataillon 10 zugeteilt und wechselt am 14. Mai 1936 in das Ergänzungs-Bataillon 12. Am 5. Oktober desselben Jahres heiratet er Erna Möws und hat in den folgenden Jahren drei Töchter und einen Sohn.
Am 25. Juni 1937 befindet er sich im Infanterie-Regiment 5 der 2. Infanterie-Division in Stettin und wird als Feldwebel der Reserve Reserveoffiziersanwärter. Am 26. August 1939 wird er reaktiviert und nimmt am Polenfeldzug teil. Am 10. September 1939 wird er zum SS-Untersturmführer im 54. Sturmbann ernannt. Am 3. Juli 1940 wird ihm das EK II verliehen.
Spätestens mit Beginn des Feldzugs gegen die Sowjetunion ist er als Leutnant Zugführer in der 4.(MG)/IR 122 des Oberleutnants Schmidt, nachdem er am 30. Januar 1941 zum SS-Obersturmführer ernannt wurde. Hier erhält er am 2. August 1941 das EK I. Am 1. März 1942 wird er zum Oberleutnant d. R. befördert und übernimmt vermutlich anschließend als Chef die 12.(MG)/IR 122. Nach den schweren Kämpfen bei der Wiedereroberung der Halbinsel Kertsch und der Erstürmung der Festung Sewastopol wird ihm am 26. September 1942 als zweitem Angehörigen seiner Kompanie das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Es folgen die Verlegung in den Kaukasus und im Januar 1943 der Rückzug vom Terek in den Kubanbrückenkopf. Am 30. Januar erfolgt seine Beförderung zum SS-Hauptsturmführer. Er wechselt als Chef zur 8.(MG)/GR 122. In der Nacht zum 26. März 1943 wurde es vor der HKL der 50. ID lebendig. Auf sowjetische Bombenangriffe folgte ein den gesamten Vormittag andauerndes Einschießen der sowjetischen Artillerie auf die Stellungen der Division, was sich im Anschluss, durch Salvengeschütze und Granatwerfer unterstützt, noch verstärkte. Gegen 13.00 Uhr griff sowjetische Infanterie an, wurde abgewiesen und kam mit Reserven wieder, die aber auch vor den Minensperren liegen blieben.
Es werden 24 Panzer mit aufgesessener Infanterie nachgeführt. Artillerie des AR 150 und MG trennen die Infanteristen von den Panzern. Divisions- und Korpsreserven werden herangeführt, kommen jedoch nicht mehr zum Einsatz, da Oberleutnant Dr. Meinhold Teile seiner Kompanie und die Bataillonsreserve des II./GR 122 zu einem schwungvollen Gegenstoß zusammenfasst und vorreisst. Die eingebrochenen sowjetischen Truppen werden und sechs Panzer werden vernichtet und acht bewegungsunfähig geschossen. Nur zwei Panzer entkommen. Oberleutnant Meinhold und Feldwebel Rudolf von der 6./GR 123, der sich ebenfalls als hervorragender Gegenstoßführer bewährt hatte, wurden zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes eingereicht.
Am 15. Mai 1943 erhielt er als zweiter Regimentsangehöriger das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, nachdem er am 1. Mai zum Hauptmann der Reserve befördert worden war. Außerdem erhielt er den Krimschild, den Kubanschild, die Nahkampfspange in Bronze, das Verwundetenabzeichen, die Ostmedaille, einen Bulgarischen Tapferkeitsorden und schon in den Jahren vorher das SA-Sportabzeichen.
Am 15. Juni 1944 wird er Kommandeur des Sturm-Bataillons AOK 9, der Reserve der 9. Armee, welche zeitweise auch als Ausbildungsverband diente, und wird am 1. September 1944 zum Major d. R. befördert. Mit dem 15. Dezember wird er in die Führerreserve des OKH versetzt und am 30. Januar 1945 mit selben Rangdienstalter in das aktive Offizierskorps übernommen. Zum selben Tage erfolgt seine Beförderung zum SS-Sturmbannführer.
Anfang 1945 ist er dem im Panzergrenadier-Ersatz-und-Ausbildungs-Bataillon 1 in Spreenhagen zugeteilt und nimmt ab dem 5. Februar an einem Lehrgang an der SS-Junkerschule Bad Tölz teil.
Anschließend ist eine Verwendung beim SS-Panzer-Ausbildungs-und-Ersatz-Regiment wahrscheinlich.
Über seinen Tod gibt es zwei verschiedene Angaben, wobei nur das Datum gesichert ist. Am 3. April 1945 fällt er entweder bei einem Luftangriff nahe Bevensen oder in einem Lazarett-Zug bei Uelzen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass teilweise beides zutrifft, indem er beim Luftangriff schwer verwundet wurde und anschließend verstarb.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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