Werner Neumann wurde am
13. Mai 1905 in Neu Belitz bei Bromberg geboren.
Mit 17 Jahren tritt er am 1. Oktober 1922 als Offiziersanwärter dem IR 9 in
Potsdam bei. Am 1. Juli 1934 wird er im Range eines Oberleutnants in das
aktive Offizierskorps übernommen und kommt am 1. Oktober 1938 als Chef zur
13./IR 67, welches in Spandau liegt und zur damaligen
23. ID gehört.
Mit Kriegsausbruch am 1. September 1939 wird er Chef der 13./IR 203 in der 76.
ID. Die Division liegt in der Saarpfalz.
Im Februar 1940 wird er Kompaniechef der 13./IR 526, der
298. ID. Kurz vor Ausbruch des Frankreichfeldzugs wird Neumann am 1. Mai
1940 Kommandeur des II./IR 527 und verbleibt damit in der 298. ID. Im Juni
1940 steht die Division zur Verfügung der 12. Armee an der Aisne und verlegt
im Juli nach Polen.
Mit Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion stößt die Division im Verband der
6. Armee Richtung Donez und Kiew vor und steht im November 1941 bei Isjum. Am
29.April 1942 erhält Neumann als Major das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Am 1. Oktober 1942 wird er zum Oberstleutnant befördert und gleichzeitig
Kommandeur des GR 526, welches im Divisionsverband in der Donsteppe liegt. Bei
den Kämpfen um Bogatschew und Tschertkowo um die Jahreswende 1942/43 erleidet
die Division so schwere Verlust, dass ihre Reste am 30. März 1943 in die 387.
ID miteinbezogen werden. Am 28. März hatte Neumann noch die
Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers der Wehrmacht erhalten. In der neuen
Division übernimmt er ebenfalls ein Regiment.
Am 1. Juni 1943 wird er zum Oberst befördert und erhält am 17. Juli 1943 die
Ehrenblattspange des Deutschen Heeres. Nachdem die 387. ID am 13. März 1944 in
Südrussland aufgelöst wird, tritt er am 1. Juni 1944 die Stelle als Kommandeur
des GR 121, der nach der Vernichtung bei Sewastopol neu gebildeten 50. ID an.
Im Juli verlegt die Division nach Ostpreußen und am 5. September 1944 erhält
er das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Im November und Dezember
besucht er einen Divisionsführer-Lehrgang und wird im Februar 1945 mit der
Führung der 563. Volks-Grenadier-Division beauftragt, welche in Kurland im
Einsatz steht. Am 20. April 1945 erhält er noch kurz vor Kriegsende seine
Beförderung zum Generalmajor und gerät dann im Mai in sowjetische
Kriegsgefangenschaft aus der er erst am 7. Oktober 1955 entlassen wird.
Werner Neumann stirbt am 4. Juli 1970 im Alter von 65 Jahren in Lübeck.