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110. Schwerterträger Hans von Obstfelder
General der Infanterie

Hans von Obstfelder trat 1906 in die Armee ein und diente als Fähnrich im Infanterie-Regiment 32.
Bei Kriegsausbruch Oberleutnant, kämpfte er den ganzen Krieg hindurch an der Westfront. Bei Kriegsende war er Hauptmann und Divisionsadjutant.
Nach dem Krieg in die Reichswehr übernommen, wurde er 1930 zum Oberstleutnant befördert und 1933 zum Oberst. Nach verschiedenen Truppen- und Stabsstellen in der Reichswehr und der Wehrmacht wurde von Obstfelder als Generalmajor Kommandeur der 3. Infanterie-Division.
Im Anschluss übernahm er das Kommando über die 28. Infanterie-Division, die er in Polen führte. Vor dem Frankreichfeldzug wurde er Kommandeur des neuen XXIX. Armeekorps, das er mit Erfolg im Frankreichfeldzug führte. Nach dem Frankreichfeldzug verlegte das Korps in die Slowakei und wurde der Panzergruppe 1 unterstellt.
Nach fünf Wochen des Russlandfeldzuges wurde er für die Erfolge seines Korps mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Nachdem von Obstfelder das Korps bis in den Kaukasus geführt hatte, begann auch für Ihn und seine Männer der Rückzug. Nach schweren Verlusten gelang es seinem Korps nur mit Mühen, sich den russischen Gegenangriffen am Mius zu stellen und diese abzuweisen. Hierfür erhielt er am 7. Juni 1943 das Eichenlaub verliehen.
Im August 1943 wurde er Kommandierender General des LXXXVI. Armeekorps in Frankreich. Nach dem Beginn der alliierten Landung in der Normandie wurde das LXXXVI. in die Kämpfe um Caen geworfen. Nach harten Kämpfen begann für das Korps der Rückzug aus Frankreich, Teile des Korps wurden im Kessel von Falaise vernichtet.
Nach wiederholt erfolgreichen Abwehrkämpfen wurden Hans von Obstfelder am 5. November 1944 die Schwerter verliehen.
Am 1. Dezember 1944 wurde er dann auf eigenen Wunsch Kommandierender General der 1. Armee. Hans von Osterfeld befehligte die Armee während des gescheiterten Unternehmen "Nordwind" in den Vogesen mit dem Ziel Strasbourg.
Noch im März 1945 übernahm von Obstfelder die 19. Armee in Bayern, führte diese aber nur drei Wochen, um im Anschluss die 7. Armee zu übernehmen.
Nach der Kapitulation wurde er zum Verbindungsoffizier zur 123. US-Heeresgruppe ernannt.
Hans von Obstfelder starb am 20.12.1976 in Wiesbaden.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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