Rudolf-Herbert Otto wurde am 14.12.1912 in Stadtrode in
Thüringen geboren und erlernte nach der Grundschule den Beruf eines Maurers in
Eisenberg. Ab 1932 arbeitete er in Jena.
Am 10.01.1940 erfolgte seine Einberufung zur Wehrmacht nach Frankfurt/Main.
Hier gehörte er zur 299. Infanterie-Division, mit der in Frankreich kämpfte, wo
er sich das Eiserne Kreuz II. Klasse verdiente.
Nach dem Westfeldzug verlegte die Division nach Tarnowitz in Oberschlesien um
dort die Ausbildung weiterzuführen.
Im Verbund der 6. Armee marschierte die Division nach Russland ein und kämpfte
Ende 1941 im Raum Kursk.
Bei den folgenden Rückzugskämpfen über den Dnjepr, war Otto MG-Schütze 1 und später
Gruppenführer. Als seine MG-Schützen 1 und 2 gefallen waren, hielt er allein
eine Stellung und sicherte einen Brückenkopf gegen feindliche Gegenangriffe
und sicherte so dem gesamten Regiment den Rückweg. Bei diesem Aushalten wurde
er schwer verwundet. Er wurde daraufhin zum Ritterkreuz eingereicht, das er
aus der Hand des Chefarztes im Lazarett Bad Polzin am 15.05.1944 als
Unteroffizier und Gruppenführer in der 6. Kompanie des Grenadier-Regiments
529, erhielt.
Nach seiner Genesung kam er zum Zugführerlehrgang nach Augsburg, wo er in
amerikanische Gefangenschaft geriet, die nach 12 Wochen in Bad Kreuznach
endete.