Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Buchhinweis - Geschichte des EK - Impressum

__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt

Ritterkreuzträger Kurt Prinz
Hauptmann, Infanterie

Kurt Prinz wurde am 3. April 1920 in Breslau geboren und trat am 3. November 1937 als Infanterist in die Wehrmacht ein. Nach seiner Grundausbildung kam Prinz in den Stab des II. Bataillon des Infanterie-Regiment 28, mit dem er am Einmarsch im Sudetenland teilnimmt. Am 1. Oktober 1938 wurde Prinz zum Gefreiten befördert.
1939 nahm Prinz mit seiner Einheit am Polenfeldzug teil, am 18. Oktober 1939 erhielt er dafür als Gefreiter das EK II. Am 1. Januar 1940 erfolgte die Beförderung zum Unteroffizier und am 1. April 1940 die zum Feldwebel.
Nach einem Offizierslehrgang wurde Kurt Prinz am 1. Juni 1940 zum Leutnant d.R. ernannt. Es folgte die Versetzung zur 62. Infanterie-Division, Prinz wurde Bataillons-Offizier und nahm am Rußlandfeldzug teil. Nach seiner Beförderung zum Oberleutnant am 1. Juni 1942 wurde ihm die Führung über die 1. Kompanie des Grenadier-Regiment 190 anvertraut, das Regiment gehörte ebenfalls zur 62. Infanterie-Division.
Nach Verwundungen am 23., 26. und 27. November 1942, sowie am 18. Dezember 1942 wurde dem jungen Kompaniechef das Verwundetenabzeichen in Silber verliehen. Für seinen Einsatz wurde er am 21. März 1943 mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet, es folgte am 26. März 1943 das Infanteriesturmabzeichen und nach einer weiteren Verwundung am 13. Mai 1943, die Verleihung des Verwundetenabzeichens in Gold am 15. Juni 1943.
Mit der Wirkung vom 1. November 1943 wurde Oberleutnant d.R. Kurt Prinz als aktiver Offizier ins Heer übernommen. Ab dem Frühjahr 1944 führte er in seiner alten 62. Infanterie-Division ein Bataillon im Einsatz in Südrußland. Am 29. März 1944 erhielt Kurt Prinz für 15 anerkannte Nahkampftage die Nahkampfspange in Bronze.
Die 62. Infanterie-Division wurde im Spätsommer 1944 in Bessarabien aufgerieben und am 9. Oktober 1944 für aufgelöst erklärt. Die Wiederaufstellung erfolgte bereits ab Ende September 1944 als 62. Volks-Grenadier-Division. Es folgte der Einsatz im Rahmen der Ardennenoffensive.
Nachdem die letzte deutsche Offensive im Westen um den Jahreswechsel 1944 / 1945 zum Stehen gekommen war und im Januar 1945 amerikanische Gegenangriffe erfolgten, wurden die Reste der 62. Volks-Grenadier-Division im Februar 1945 in die Eifel verlegt. Es folgten im März 1945 die Abwehrkämpfe im Brückenkopf Remagen.
Am 17. März 1945 erhielt Oberleutnant Kurt Prinz den Auftrag, den Großen Ölberg, die höchste Erhebung im Siebengebirge, wieder in Besitz zu nehmen. Mit Teilen des Kampfbataillon 162, bestehend aus dem Mannschaftsbestand des Feldersatz-Bataillon 162, gelingt Prinz dieses Husarenstück. Nachdem er einem Gegenangriff standgehalten hatte, erhielt er den Befehl, sich wieder zurückzuziehen.
Für diesen Einsatz wurde Oberleutnant Kurt Prinz als Führer des I. Bataillon im Grenadier-Regiment 164 am 14. April 1945 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde er für eine Beförderung zum Hauptmann vorgeschlagen. Nun stellte sich jedoch heraus, daß Prinz bereits am 1. Juni 1944 zum Hauptmann befördert worden war, sogar mit einem Rangdienstalter vom 1. November 1943. Nur hatte ihn diese Beförderung nicht erreicht !!
Im April 1945 geriet Kurt Prinz im Ruhrkessel in amerikanische Kriegsgefangenschaft und erlebt die Leiden in den Rheinwiesen-Lagern bei Remagen und anschließend im Lager Attichy bei Paris. Bereits im Februar 1946 wurde Prinz aus der westalliierten Gefangenschaft auf eigenen Wunsch in die Ostzone entlassen. Dort wurde er in einer Nacht- und Nebelaktion mit 5.000 anderen Kameraden in Gewahrsam genommen und nach Rußland abtransportiert, wo weitere Jahre der Gefangenschaft folgten. Erst im November 1949 wurde Prinz entlassen.
In der Nachkriegszeit arbeitet Kurt Prinz in der freien Wirtschaft und wird als Major der Reserve aus der Bundeswehr-Reserve-Truppe verabschiedet.
 

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1938 Sudetenmedaille 27.08.1939
Unteroffizier 01.01.1940 Eisernes Kreuz II. Klasse 18.10.1939
Feldwebel 01.04.1940 Verwundetenabzeichen in Silber 25.02.1943
Leutnant der Reserve 01.06.1940 Eisernen Kreuz I. Klasse 21.03.1943
Oberleutnant der Reserve 01.06.1942 Infanteriesturmabzeichen 26.03.1943
Hauptmann 01.06.1944 m. RDA v. 01.11.1943 Nahkampfspange in Bronze 29.03.1943
Verwundetenabzeichen in Gold 15.06.1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 14.04.1945 

Nedstat Basic - Free web site statistics

Buchhinweise:

               

Links:
http://kurtprinz.kurz-url.de/

www.cimm.de