|


Ritterkreuzträger Richard Rambow
Feldwebel, Panzerjäger

 
Richard Rambow wurde am 30.12.1917 in Rheinsberg/Brandenburg
geboren. Sein Vater war Rottenarbeiter. Noch zu Friedenszeiten in der
Panzerabwehr ausgebildet, kam der Wehrpflichtige zur 1.Kompanie der
Heeres-Panzerjägerabteilung 561.
Mit dieser Einheit, ab 22.06.1941 in Russland im Einsatz, stand er stets an
den Brennpunkten der Ostfront im Einsatz.
Bis August war der Obergefreite, als Richtschütze, an 20 Panzerabschüssen
beteiligt. Hierfür erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse und wurde am
10.10.1941 im "Ehrenblatt des Heeres" genannt. Die Beförderung zum
Unteroffizier und die Verwendung als Geschützführer folgten. Während der
Schlacht von Rshew konnte Rambow 3 Panzer vernichten und 6 weitere in Brand
schießen, womit er dazu beitrug, dass die Stellung gehalten werden konnte. Für
diese Tat und der Beteiligung an 29 Panzerabschüssen wurde Rambow am
19.09.1942 das Ritterkreuz verliehen.
Am 26.10.1943 dann schien sich Rambow's Schicksal erfüllt zu haben. Nachdem
sein „Marder III“ einen Volltreffer erhielt, konnte sich der schwer
verwundete Rambow nur mit Mühe aus dem Wrack retten. Da seine Besatzung nicht
sah, dass er noch aus dem Wrack kroch (die Besatzung sprang nach der einen
Seite von der Selbstfahrlafette, Rambow jedoch über die Gegenseite, womit er
von seinen Kameraden nicht gesehen werden konnte) und dann bewusstlos
zusammenbrach, hielten sie ihn für tot.
Somit wurde für lange Zeit geglaubt dass Rambow am 26.10.1943 in Russland
gefallen sei. Erst nach der Wiedervereinigung, wurde durch Rambow's Familie
bekannt, dass er den 26.10.1943 überlebt hatte.
Rambow wurde schwer verwundet vom Schlachtfeld geborgen und kam nach Warschau
ins Lazarett. Nachdem er transportfähig war, wurde er in ein Heimatlazarett
überführt. In Ilmenau/Thüringen wurde er nochmals operiert und wurde nach
seiner Genesung in den Heimaturlaub entlassen, den er in Rheinsberg
verbrachte. Zwischenzeitlich Feldwebel, wurde Rambow am 29.04.1945, während
seines Heimaturlaubs, bei einem sowjetischen Bombenangriff auf Rheinsberg
durch Bombensplitter getötet.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
|