751.
Eichenlaubträger Fritz-Georg von Rappard
Generalleutnant







Von Rappard,
geboren 15.8.1892 in Sögeln bei Osnabrück, trat 1911 beim Jäger-Bataillon 7 in
Bückeburg als Fahnenjunker ein.
Im Oktober 1912 erhielt er sein Leutnants-Patent. Er diente vom ersten bis zum
letzten Tag des Weltkriegs in Jägereinheiten, ab 1916 als Oberleutnant und
Kompanieführer, dann Bataillons-Adjutant und zuletzt im Stab der Deutschen
Jäger-Division. Er wurde mit dem EK II, EK I und dem Verwundeten-Abzeichen
ausgezeichnet.
Die Nachkriegszeit erlebte er vier Jahre lang als Bewirtschafter eines
Landguts und trat ab 1924 als Oberleutnant der Reichswehr, dem
Infanterieregiment 18 in Detmold-Hameln, bei. Anschließend wurde er
Kompanie-Chef im Infanterieregiment 6 in Lübeck-Ratzeburg.
Bei der Reichswehr zum Hauptmann befördert, war er 1935/36 als Lehroffizier
auf der Infanterieschule in Döberitz und führte von 1936-1939 als Kommandeur
das I. Bataillon des Infanterie-Lehrregiments.
Am 1. 6.1939 wurde er Oberst beim Stab des Infanterieregiments 18 in Bielefeld
und am 1.1.1940 Kommandeur des Infanterieregiments 277 der neuaufgestellten
83. Infanteriedivision, das er im Westfeldzug führte. Im Januar 1942 wurde er
mit seinem Regiment nach Welikie-Luki transportiert und dort zur Verteidigung
eingesetzt.
Mit gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor übernahm von Rappard ab 1.
November 1942 die Führung der 7. Infanteriedivision.
Am 1.5.1943 zum Generalleutnant befördert, wurde er für seinen Mut, gepaart
mit persönlicher Führungskraft, im Juni 44 mit dem Deutschen Kreuz in Gold, im
Oktober 44 mit dem Ritterkreuz und im April 45 mit dem Eichenlaub
ausgezeichnet.
Bei der Kapitulation geriet er im Raum um die Weichselmündung in russische
Kriegsgefangenschaft. Wegen einer Partisanenerschießung in Welikije-Luki wurde
von Rappard von den Sowjets als Kriegsverbrecher angeklagt und verurteilt.
Am 29.1.1946 wurde er auf dem Leninplatz in Welikije-Luki durch Erhängen
hingerichtet.