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Ritterkreuzträger Johann Rast
Oberstleutnant, Pioniere

  
Johann (auch Johannes,
Hannes oder Hans genannt) Rast wurde am 21. April 1914 in Traisen im Kreis
Lilienfeld in Österreich geboren.
Am 31. März 1933 tritt er dem Infanterieregiment 1 „Kaiser Franz Josef I“
des österreichischen Bundesheeres bei und wird auf den Tag genau ein Jahr
später zum Gefreiten befördert.
Am 8. Oktober 1934 erfolgt seine Ernennung zum tit. Zugsführer und am 31. März
1935 wird er Korporal. Am 1. September desselben Jahres erfolgt die Ernennung
zum Wachmeister und am 1. September 1936 die Beförderung zum Leutnant.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde Johann Rast am 14.
März 1938 in die Wehrmacht übernommen und am 1. Oktober 1938 zum Oberleutnant
befördert.
Am 1. September 1939 wurde er mit dem ausbrechenden Krieg Chef der
2./Gebirgs-Pionier-Bataillon 85. Mit dieser kam es zu Kämpfen in Lemberg. Nach
dem Feldzug wurde ins Rheinland verlegt.
Am 25. Januar 1940 wechselt er als Chef zur 1. Kompanie und 10. April wurde er
zum Gebirgs-Pionier-Ersatz-Bataillon 82 abkommandiert. Doch schon am 24. Mai
kehrte er zu seinem alten Bataillon zurück und übernahm diesmal die 3.
Kompanie, mit der er dann in Frankreich eingesetzt wurde.
Am 15. Juni 1940 wird er durch einen Granatsplitter an der Schulter verwundet.
Bei den Kämpfen um die griechische Grenzbefestigung Metaxaslinie Anfang April
1941 ist er mit seiner Kompanie der
50. ID unterstellt. Es gelingt ihm, entscheidend an dem Durchbrechen der
Befestigungsanlagen der Höhe 510 mitzuwirken. Am 15. April findet er im
Wehrmachtsbericht lobende Erwähnung und erhält am 14. Mai 1941 zusammen
mit
Major Kodré vom I./IR 123 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Damit sind
beide die ersten Träger dieser Auszeichnung in der
50. ID.
Im weiteren Verlauf des Feldzugs schlug das Bataillon eine Brücke über den
Nestos bei Xanthi. Noch im selben Jahr wird er Kommandeur des GebPiBtl. 85 und
führt es im beginnenden Russlandfeldzug über den Bug, gegen die
Dnjepr-Stellungen und in den Kämpfen um Kiew.
Am 1. August 1941 wird er zum Hauptmann befördert. Ende März 1942 wird die
Brückenbaukompanie ausgegliedert und und am 1. Juli 1943 wird Rast zum Major
befördert.
Am 25. Juli verwundet ihn ein Granatsplitter schwer an der linken Brustseite.
Im November 1943 wird das Bataillon auf vier Kompanien verstärkt und in
Ski-Pionier-Bataillon 85 umbenannt und der im September aufgestellten 1.
Skijäger-Brigade unterstellt. Ab Februar 1944 ist das Bataillon im Raum
Pripjet eingesetzt, wo Rast am 1. Mai erneut durch einen Granatsplitter –
diesmal am Unterkiefer - verwundet wird. Am 23. Mai 1944 erhält er das
Deutsche Kreuz in Gold, während die Brigade am 2. Juni 1944 zur 1.
Skijäger-Division umbenannt und auf Divisionsstärke erweitert wird.
Johann Rast kehrt jedoch ein weiteres Mal zu seiner Einheit zurück und fällt
hier am 31. August 1944 einen Kilometer östlich Biedrzychow/Polen. Er wird
posthum zum Oberstleutnant befördert und ist heute auf dem Sammelfriedhof in
Siemianowice (Block 4 Reihe 53 Grab 1257) beerdigt.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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