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425. Eichenlaubträger Josef-Wilhelm
Rettemeier
Oberst (Bw), Panzertruppe

   

Geboren am 17.09.1914 in Niederdollendorf,
Kreis Siegburg, trat der gebürtige Rheinländer nach dem Abitur 1934 in die
Armee und gehörte dort zunächst der 6. Preuß. Kraftfahr-Abteilung an.
Nach der Absolvierung der Kriegsschule in Dresden versah er den Dienst eines
aktiven Offiziers an verschiedenen Standorten der Panzerabwehr-Truppe. So
gehörte er zunächst als Zugführer zur Panzerabwehr-Abteilung 22,
anschließend zur Panzer-Abwehr-Abteilung 30, kommt dann zur
Panzerabwehr-Abteilung 46 nach Wien und war mit Meldung vom 03.01.1939 im
Stab des Kommandeurs der Panzerabwehrtruppe XVII, Oberstleutnant Nitschke,
tätig.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges gehörte er als Adjutant dem Schützen-Regiment 82
an und wechselte dann in die
9. Panzer-Division. Anschließend folgte eine Verwendung in der
Panzer-Abwehr-Abteilung 111.
Später wird er in die
5. leichte Division versetzt und im Rahmen des Afrikakorps unter Rommel
eingesetzt. Er bewährt sich aussergewöhnlich, wird zum Hauptmann befördert
und wird zu einem Kompaniechef im Panzer-Regiment 5 ernannt. Er nimmt an den
Kämpfen in Afrika bis 1943 teil. Während der Endkämpfe um Tunis wird sein
Regiment nahezu zerschlagen. Ihm selbst gelingt es im Mai 1943 ausgeflogen
zu werden.
Nach der Vernichtung des Panzer-Regiments 5 in Tunis, übernimmt er das
Kommando der neu aufgestellten
Panzerabteilung 5, die nunmehr zur 25. Panzer-Grenadier-Division gehörte und
überwiegend im Mittelsektor (Orscha) der Ostfront kämpfte.
In oft erbittert geführten Kampfhandlungen hat sich Rettemeier stets durch
seine umsichtige Führung und persönliche Tapferkeit hoch bewährt und wurde
dafür mehrfach ausgezeichnet.
Am 05. Dezember 1943 wurde ihm das Ritterkreuz verliehen. Der Vorschlag zur
Verleihung dieser Auszeichnung ging am 29.11.1943 beim Heerespersonalamt
ein. Rettemeier wurde mit seiner Abteilung am 14.11.1943 am linken Flügel
der Division, westlich Kirijewa, zur Rückeroberung der Hauptkampflinie,
innerhalb der 3. Autobahn-Schlacht im Raum Minsk-Orscha-Smolensk-Moskau,
eingesetzt. Am 15.11.1943 gelang es 25 gegnerische Panzer abzuschießen. Am
16.11.1943 folgten 14 weitere sowjetische Panzer, die zum Teil abgeschossen,
oder bewegungsunfähig geschossen wurden. Am 17.11.1943 jedoch, musste die
78. Sturm-Division die Ortschaft Nowo Selo aufgeben und in die dadurch
entstandene 1 Kilometer breite Lücke, wurde die Panzer-Abteilung 5 geworfen.
Die dort liegende Infanterie, hatte durch die verschlammten Stellungen einen
Grossteil ihrer Waffen verloren. Rettemeier ließ daraufhin sämtliche MG aus
seinen panzern ausbauen und verteilte darüber hinaus MPi, Handgranaten und
Munition an die Soldaten, um diese dann, sämtliche Offiziere waren
ausgefallen, schwungvoll in die alte HKL zu führen. Kurz darauf griffen die
sowjetischen Einheiten das verloren gegangene Nowo Selo in drei Wellen an
und wurden durch die deutschen Verteidiger zurückgeschlagen.
Am 13.03.1944 erhielt Rettemeier das 425. Eichenlaub zum Ritterkreuz. Am
02.03.1944 war die 267. Infanterie-Division im Raum Stary Bychoff, nördlich
von Rogatschew, von acht gegnerischen Divisionen angegriffen worden.
Rettemeier kam mit seinen panzern zu Hilfe, wodurch sämtliche Angriffe
abgeschlagen werden konnten. Einbrüche wurden abgeriegelt und bereinigt.
Lediglich ein Einbruch im mittleren Divisionsabschnitt konnte nicht mehr
verhindert werden. Bei diesen Kämpfen wurden mindestens 20 gegnerische
Panzer abgeschossen. Der Erfolg Rettemeiers veranlasste die 267.
Infanterie-Division, den ihr unterstellten Rettemeier zum Eichenlaub
vorzuschlagen.
Aufgrund mehrfacher Verwundungen trug er
ebenfalls das Goldene Verwundetenabzeichen.
Währen der Kämpfe in der Normandie im Rahmen der Panzer-Lehr-Division im
Einsatz. Kurze Zeit später wird er dann in den Stab der
Offiziers-Ausbildungsschule Erlangen versetzt, wo er bis Kriegsende
eingesetzt bleibt.
Nach dem Kriege trat er in die neu entstandene Bundeswehr ein. So übernahm er ab
1956 den Posten des Brigade-Kommandeurs der Panzerbrigade 6 in Neustadt/Hessen und
ist zuletzt
stellvertretender Divisionskommandeur der 2. Panzergrenadier-Division in
Marburg. Im Jahre 1972 ging dieser verdiente Soldat in den wohlverdienten
Ruhestand.
Am 19. Dezember 1997 verstarb Oberst a.D. Josef-Wilhelm Rettemeier im Alter
von 83 Jahren. Die Urnenbeisetzung fand am 6. Januar 1998 mit allen
militärischen Ehren in Bad Nauheim statt. General a.D. Günter Kießling und
Oberst Kappen (Panzerbrigade 6) hielten die Trauerreden. Das letzte Geleit
gaben ihm seine ehemaligen Kameraden der Panzerbrigade 6.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Leutnant |
01.04.1936 (571) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
??? |
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Oberleutnant |
??? |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
??? |
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Hauptmann |
01.02.1942 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
??? |
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Major |
??? |
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Verwundetenabzeichen in Silber |
??? |
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Oberstleutnant (Bw) |
??? |
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Verwundetenabzeichen in Gold |
??? |
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Oberst (Bw) |
??? |
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Panzerkampfabzeichen |
??? |
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Ärmelband Afrika |
??? |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
05.12.1943 |
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425. Eichenlaub zum Ritterkreuz |
13.03.1944 |
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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