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Ritterkreuzträger Erich Rehm
Hauptmann der Reserve, Panzerjäger

19.08.194312.10.194127.11.194414.10.194419.12.1939April 1945

Erich Rehm wurde am 04.01.1914 in Lößnitz, im Erzgebirge, als Sohn des Formers Oswald Rehm geboren. Im 1. Weltkrieg fiel sein Vater im März 1915 in Belgien.
Nach dem Besuch der Volks- und Handelsschule, verdingte er sich als Handlungsgehilfe und Jugendführer und leistete dann ab Oktober 1935 seinen Wehrdienst bei der 3. "Schwarzen" Schwadron des Reiter (später Kavallerie) -Regiments in Torgau an der Elbe ab und wurde im September 1937 ins Zivilleben entlassen.
Mit Einberufungsbefehl im Zuge der Mobilmachung, kommt er am 26.08.1939, als KfZ-Schirrmeister zur Aufklärungs-Abteilung 187, der 87. Infanteriedivision. Im Rahmen des Beginns des 2. Weltkriegs positioniert sich die Division zunächst in Eifel um die Westfront zu sichern.
Nach Beginn der Kampfhandlungen geht die Division bis Paris vor und wird anschließend als Besatzungsmacht im Raum Orleans verwendet. Nach der Verlegung der Division im April 1941 nach Ostpreußen, gibt Rehm die Schirrmeisterei ab und wird Pak-Zugführer in der 3. Schwadron der Aufklärungs-Abteilung. Im Rahmen dieser 3. Schwadron beginnt für Rehm der Einsatz in Russland. Über Minsk, Orscha und Rusa gelangt die Division bis westlich von Moskau und schließt sich dann dem gnadenlosen Rückzug der Heeresgruppe Mitte an. Rehm wurde jedoch schon vorher bei Rusa verwundet und unter anderem in die Reserve-Lazarette Globau und Grünberg in Schlesien verlegt.
Nach Ausheilung seiner Verwundung wird er im Januar 1942 zur Panzerjäger-Ersatz-Abteilung 4 nach Borna versetzt, wo er als Ausbilder tätig war. Von dort wird er im Juni 1942 als Panzerjäger-Zugführer zur 56. Infanteriedivision nach Orel versetzt.
Im Juli 1943 übernimmt er den Posten eines Sachbearbeiters für den Nachschub hinter der Front und wird im November 1943 zum Abteilungs-Adjutant ernannt.
Im mai 1944 übernimmt er die Führung der Panterjäger-Kompanie 1156 und nimmt mit dieser bis November 1944 an einem Umschulungs-Lehrgang in Mylau/Ostpreußen teil, wo die Kompanie mit Sturmgeschützen 7,5-cm ausgerüstet wird.
Zurückgekehrt zur mittlerweile neuaufgestellten 56. Infanteriedivision nach Ostpreußen, machte Rehm die folgenden Rückzugskämpfe mit und wird am 29.01.1945 bei einem sowjetischen Panzerangriff südwestlich Königsbergs schwer verwundet. Nach Aufnahme ins Lazarett Heiligenbeil, wird er nach Danzig ausgeflogen und ins Reserve-Lazarett Bentheim an der niederländischen Grenze gebracht.
Für das Halten der Übergänge über die Inster und der Pregel im Januar 1945 in Ostpreußen, das mehreren Divisionen den Rückzug ermöglichte und unzähligen Zivilisten das Leben rettete, sowie für die Vernichtung verschiedenster Feindfahrzeuge, auch mit dem eigenen Geschütz, erhielt Rehm am 18.02.1945, als Hauptmann der Reserve und Führer der Panzerjäger-Kompanie 1156 das Ritterkreuz. Kurz vor Kriegsende wurden sämtliche verwundete Ritterkreuzträger aus dem gefährdeten Westen, nach Norddeutschland verlegt, wo auch Rehm das Kriegsende ereilte.
Nach dem Krieg zog Rehm zunächst schwarz bei Hof (Bayern) über die Grenze in die SBZ, kehrte jedoch schnell wieder zurück und wählte Nephten als neue Heimat, wo er als Prokurist in einer Lackfabrik tätig war.
Erich Rehm verstarb am 06.08.1992 in seiner Wahlheimat.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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