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Ritterkreuzträger Erich Rehm
Hauptmann der Reserve, Panzerjäger

     
Erich Rehm wurde am 04.01.1914 in Lößnitz, im Erzgebirge, als Sohn des
Formers Oswald Rehm geboren. Im 1. Weltkrieg fiel sein Vater im März 1915 in
Belgien.
Nach dem Besuch der Volks- und Handelsschule, verdingte er sich als
Handlungsgehilfe und Jugendführer und leistete dann ab Oktober 1935 seinen
Wehrdienst bei der 3. "Schwarzen" Schwadron des Reiter (später Kavallerie)
-Regiments in Torgau an der Elbe ab und wurde im September 1937 ins Zivilleben
entlassen.
Mit Einberufungsbefehl im Zuge der Mobilmachung, kommt er am 26.08.1939, als
KfZ-Schirrmeister zur Aufklärungs-Abteilung 187, der 87. Infanteriedivision. Im
Rahmen des Beginns des 2. Weltkriegs positioniert sich die Division zunächst in
Eifel um die Westfront zu sichern.
Nach Beginn der Kampfhandlungen geht die Division bis Paris vor und wird
anschließend als Besatzungsmacht im Raum Orleans verwendet. Nach der Verlegung
der Division im April 1941 nach Ostpreußen, gibt Rehm die Schirrmeisterei ab und
wird Pak-Zugführer in der 3. Schwadron der Aufklärungs-Abteilung. Im Rahmen
dieser 3. Schwadron beginnt für Rehm der Einsatz in Russland. Über Minsk, Orscha
und Rusa gelangt die Division bis westlich von Moskau und schließt sich dann dem
gnadenlosen Rückzug der Heeresgruppe Mitte an. Rehm wurde jedoch schon vorher
bei Rusa verwundet und unter anderem in die Reserve-Lazarette Globau und
Grünberg in Schlesien verlegt.
Nach Ausheilung seiner Verwundung wird er im Januar 1942 zur
Panzerjäger-Ersatz-Abteilung 4 nach Borna versetzt, wo er als Ausbilder tätig
war. Von dort wird er im Juni 1942 als Panzerjäger-Zugführer zur 56.
Infanteriedivision nach Orel versetzt.
Im Juli 1943 übernimmt er den Posten eines Sachbearbeiters für den Nachschub
hinter der Front und wird im November 1943 zum Abteilungs-Adjutant ernannt.
Im mai 1944 übernimmt er die Führung der Panterjäger-Kompanie 1156 und nimmt mit
dieser bis November 1944 an einem Umschulungs-Lehrgang in Mylau/Ostpreußen teil,
wo die Kompanie mit Sturmgeschützen 7,5-cm ausgerüstet wird.
Zurückgekehrt zur mittlerweile neuaufgestellten 56. Infanteriedivision nach
Ostpreußen, machte Rehm die folgenden Rückzugskämpfe mit und wird am 29.01.1945
bei einem sowjetischen Panzerangriff südwestlich Königsbergs schwer verwundet.
Nach Aufnahme ins Lazarett Heiligenbeil, wird er nach Danzig ausgeflogen und ins
Reserve-Lazarett Bentheim an der niederländischen Grenze gebracht.
Für das Halten der Übergänge über die Inster und der Pregel im Januar 1945 in
Ostpreußen, das mehreren Divisionen den Rückzug ermöglichte und unzähligen
Zivilisten das Leben rettete, sowie für die Vernichtung verschiedenster
Feindfahrzeuge, auch mit dem eigenen Geschütz, erhielt Rehm am 18.02.1945, als
Hauptmann der Reserve und Führer der Panzerjäger-Kompanie 1156 das Ritterkreuz.
Kurz vor Kriegsende wurden sämtliche verwundete Ritterkreuzträger aus dem
gefährdeten Westen, nach Norddeutschland verlegt, wo auch Rehm das Kriegsende
ereilte.
Nach dem Krieg zog Rehm zunächst schwarz bei Hof (Bayern) über die Grenze in die
SBZ, kehrte jedoch schnell wieder zurück und wählte Nephten als neue Heimat, wo
er als Prokurist in einer Lackfabrik tätig war.
Erich Rehm verstarb am 06.08.1992 in seiner Wahlheimat.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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