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710. Eichenlaubträger Erich Reuter
Generalleutnant

Erich Reuter wird am 30. März 1904 in Neu-Hückeswagen bei Remscheid geboren.
Aus einer Soldatenfamilie hervorgegangen, tritt er mit 10 Jahren in das Königlich Preußische Kadettenhaus Köslin in Pommern ein und erhält anschließend eine zweijährige Ausbildung an der Staatlichen Ausbildungsanstalt in Köslin.
Im April 1922 trat er in das Infanterie-Regiment 2 in Allenstein ein und wird hier am 1. April 1924 zum Fahnenjunker und am 1. Dezember 1927 zum Leutnant befördert. Vor dieser Beförderung hatte er die Infanterieschule in Ohrdruf/Thüringen und die Infanterieschule in Dresden besucht.
Mitte 1932 wird er Adjutant des I. (Jäger)/IR 2 in Ortelsburg und im Oktober 1934 Kompanieführer der 14./IR 2. Ein Jahr später ist er bereits Hauptmann und Chef der Kompanie. Weiterhin folgt eine Versetzung zum Infanterie-Lehr-Regiment in Döberitz, dann die Kommandierung zum OKW am 1. Oktober 1938. Er übernimmt Kurierreisen über Dänemark-Schweden-Sowjetunion nach Japan und am 5. November 1939 übernimmt er das I./IR 121 der 50. ID und ist an den Feldzügen in Frankreich, wo er kurzzeitig in französische Hände gerät, und Griechenland beteiligt.
Im Sommer 1941 erlebt er den Einmarsch nach Russland. Hier erhält er bereits am 10. August 1941 als Major die Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers des Heeres für eine Tat vom 5. bis 12. Juli 1941 bei Cornesti-Sat. Am 29. September 1941 wird er mit der Ehrenblattspange beliehen.
Nach dem ersten Angriff auf Sewastopol im Winter 1941/1942 wird er wiederum ausgezeichnet. Er bekommt am 12. März 1942 als zweiter Angehöriger des IR 122 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen, nachdem er das Regiment im Februar übernommen hatte.
Mit dem 1. April 1942 erhält er seine Beförderung zum Oberstleutnant. Es folgen die Wiedereroberung der Halbinsel Kertsch im Mai und die äußerst schweren Kämpfe um Sewastopol im Juni/Juli 1942.
Am 17. August 1942 wird er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Kurze Zeit später verlässt er die Division und tritt am 1. November 1942 eine Stelle als Abteilungschef im Heerespersonalamt des OKH an. Hier wird er genau einen Monat später, am 1. Dezember, zum Oberst befördert.
Mit dem 1. April 1943 wird er als Adjutant zur Heeresgruppe Nordukraine abkommandiert. Im Juli 1944 übernimmt er die Grenadier-Brigade 1134 als Kommandeur. Diese Einheit war im Rahmen der Operation „Walküre“ am 26. Juli 1944 aufgestellt worden und stand in der Nordukraine bei Reichshof.
Schon am 26. August übernimmt er die Führung der 46. ID, welche zu dieser Zeit im Rahmen der 8. Armee in den Karpaten eingesetzt ist, nachdem er an einem Divisionsführerlehrgang in Hirschberg teilgenommen hatte. Am 9. November 1944 wird er zum Generalmajor befördert.
Es folgen schwere Kämpfe in Ungarn und am 21. Januar 1945 erhält er das 710. Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Noch kurz vor Kriegsende wird er 20. April 1945 zum Generalleutnant befördert, gerät dann aber am 8. Mai 1945 in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst am 8. Oktober 1955 wieder entlassen wird.
Im Zivilleben ist er anschließend u.a. Bezirksleiter bei der Bausparkasse, Leitender Mitarbeiter bei der Telefunken GmbH und bei Auto Union und lebt nach seiner Pensionierung in Wasserburg am Bodensee. Stets hält er über die Traditionsgemeinschaft der 50. ID Kontakt zu seinen ehemaligen Kameraden.
Erich Reuter verstirbt am 30. Oktober 1989 in Lindau.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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