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Ritterkreuzträger Werner Rode
Oberstleutnant, Kradschützen

   
Werner Rode wurde am 06.11.1912 als Sohn
eines Bergbauunternehmers in Dortmund geboren. Nach dem Besuch der
Oberrealschule und dem Abitur im Jahre 1933 wurde er in Hannover Student.
Im Jahr 1934 trat er als Offiziersanwärter in das Infanterie-Regiment 5 in
Stettin ein. Dort durchlief er die Offiziersausbildung und absolvierte die
Kriegsschule in Dresden.
Am 01.01.1938 wurde er Leutnant und am 01.08.1939 Oberleutnant.
Als Bataillonsadjutant des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 5 nahm er
am Polenfeldzug teil, wo er sich das Eiserne Kreuz II. Klasse erwarb.
Im Rahmen des Frankreichfeldzuges war er als Chef der 10. Kompanie des
Infanterie-Regiments 5 der 2. Infanteriedivision (mot.) eingesetzt. Aufgrund
eines schweren Nachtgefechts bei Le Chesne, in dessen Verlauf der Offizier
verwundet wurde, erhielt Rode als erster Offiziers des Regiments das Eiserne
Kreuz I. Klasse.
Am 01.01.1941 wurde er Chef der 2. Kompanie des Kradschützenbataillons 34, mit
der er sich während der Anfangsphase des Russlandfeldzuges im Raum Roslawl
besonders auszeichnete. Als die 4. Panzerdivision, der das Bataillon angehörte
den Versuch unternahm bei Stary-Bychow den Dnjepr zu überqueren, konnte dies
durch die Verteidiger immer wieder vereitelt werden. Er st der selbstlose
Einsatz des Oberleutnants Rode, der als erster die Brücke überquerte ,
ungeachtet der feindlichen Abwehr, und die dort befindlichen Abwehrkräfte
zusammen mit seinen Kradschützen bekämpfte. Jetzt konnten Verstärkungen
herangebracht werden und die Verteidiger zogen sich zurück. Damit war die
einzig brauchbare Brücke für motorisiere Truppenteile in deutscher Hand. Nach
dem Ausfall des Bataillonskommandeurs übernahm Rode die Verteidigung des
wichtigen Brückenkopfes und bewährte sich im Besonderen. Für diesen
entschiedenen Waffengang war Rode am 17.09.1941 das Ritterkreuz verliehen
worden, außerdem sprach ihm der Oberbefehlshaber des Heeres,
Generalfeldmarschall von Brauchitsch, seine Anerkennung in Form einer Urkunde
aus.
Am 31.10.1941 wurde Rode zum Kradschützen-Ersatz-Bataillon 1 versetzt und
übernahm dann als Hauptmann das Kommando über das I. Bataillon des
Panzergrenadier-Regiments 394 der 3. Panzerdivision.
Bei den Frühjahrskämpfen der Division am Fluss Kuma, ergab sich eine
schwierige Situation für die Truppen, so das sie den Rückzug antraten. Ein
gemischter russischer Kampfverband versuchte die Division zu umfassen. Einzig
das I. Bataillon unter Major Rode konnte dies durch schwere Abwehrkämpfe
verhindern, wurde dabei aber selbst von der Division abgeschnitten. Nach dem
Eintreffen von 5 Sturmgeschützen und 15 Panzerspähwagen, versuchte Rode nachts
den Ausbruch und schaffte den Anschluss an die Division, obwohl kein Befehl
zum Ausbruch vorlag, ohne einen einzigen Verlust und konnte so das gesamte
Bataillon retten. Sein Regimentskommandeur Oberst Günther Pape, sagte später
er hätte Befehl dazu gegeben um Rode in seiner Tat zu bestätigen.
Für diese Tat schlug die Division Rode am 21.04.1943 zum Eichenlaub, was
jedoch abgelehnt wurde. Stattdessen erhielt er am 07.05.1943 eine zweite
Anerkennungsurkunde und die damit verbundene Ehrenblattspange.
Nach seiner 3. Verwundung am 04.07.1943 wurde er am 05.07. Kommandeur des
Panzergrenadier-Ersatz-Bataillons 3 und am 01.10.1943 Lehrgruppenkommandeur
bei der Panzertruppenschule II in Krampnitz.
Am 20.JUli 1944 erhielt Rode vom Kommandeur der Panzertruppenschule Oberst
Glaesemer gegen die SS-Ersatzabteilung "Adolf Hitler" aufzuklären, der
von General Olbricht direkt bestätigt wurde. Gegen 14 Uhr unternahm Rode mit 2
Spähpanzerwagen die befohlene Aufklärung zur Kaserne nach Berlin-Lichterfelde,
zog sich aber nach dem Scheitern des Attentats wieder zurück.
Am 01.10.1944 wurde Rode bevorzugt zum Oberstleutnant befördert und wurde 1945
Kommandeur einer Panzerjagdbrigade, mit der er an der Westfront kämpfte und am
10.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft geriet, aus der er im Juli wieder
entlassen wurde.
Von 1946 bis 1950 war Rode LKW-Fahrer und bis 1960 Maschineninspektor im
Bergbau.
Am 01.04.1960 trat er der Bundeswehr bei und war bis 1961 Inspektionschef für
Lenkraketen zur Panzerabwehr an der Panzerabwehrschule in Münster. Danach
wurde er Korps-Panzerabwehroffizier beim I. Korps in Münster. Als sich ein
Schiessunfall bei einem Generalstabslehrgang ereignete, bei dem 10 Mann
starben, reichte Rode, der auf verschiedenen Missstände aufmerksam gemacht
hatte, am 31.03.1970 seinen Abschied ein.
Werner Rode starb am 02.11.2002 in Dortmund.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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