Eberhard Rodt wurde am 04. Dezember 1895 in
München geboren und entstammte einer alten bayerischen Forstbeamtenfamilie.
Nach der Reifeprüfung am humanistischen Gymnasium in Ansbach meldete sich der
18jährige am 04. August 1914 als Kriegsfreiwilliger beim 2. Ulanenregiment "König"
in Ansbach, mit dem er im Verband der bayerischen Kavalleriedivision im Osten
und Westen an der Front stand. Am 26.05.1915 wird er zum Leutnant befördert
und trägt bei Kriegsende beide Eiserne Kreuze, sowie den bayerischen
Militär-Verdienstorden 4. Klasse. Das Verwundetenabzeichen in schwarz
erinnert an seine schwere Verletzung bei der Erstürmung des flandrischen
Kemmelberges am 25.04.1918.
Nach dem Krieg schließt er sich einem Freikorps an, mit dem er im Raum
Naumburg, Nürnberg und München während der Revolutionswirren eingesetzt wurde
und wird anschließend in die Reichswehr übernommen, in der er über 10 Jahre in
der 2. Eskadron des 17 (bay.) Reiter-Regiments in Ansbach angehörte, davon 6
Jahre als Eskadronschef.
Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges war Rodt Oberstleutnant und Kommandeur der I.
Abteilung des Kavallerie-Regiments 18 in Stuttgart-Bad Cannstadt.
Als Kommandeur der Aufklärungsabteilung 25 zog er 1939 in den Krieg, mit
dieser Einheit nahm er unter anderen die flandrische Stadt Gent und wurde
anschließend am 25.06.1940 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Als Kommandeur der 2. Panzergrenadierbrigade drang Oberst Rodt im Herbst 1941
bis in das Weichbild Moskaus vor.
Im Herbst 1942 trug er als Kommandeur der
22. Panzerdivision das
Deutsche Kreuz in Gold. Bei den schweren Abwehrkämpfen im Winter 1942/43
führte Oberst Rodt seine Division mit überlegener Ruhe und Entschlusskraft vom
Don auf den Mius zurück und leiste darauf folgend am Tschir zähen Widerstand,
bis die Division schließlich aufgelöst wurde.
Am 01.03.1943 wird er zum Generalmajor befördert und übernimmt im Sommer 1943
den Oberbefehl über die zunächst in Italien und dann im Westen eingesetzte 15.
Panzer-Grenadier-Division. Die Division wurde unter seiner Führung zweimal im
Wehrmachtsbericht erwähnt.
Am 01.03.1944 zum Generalleutnant befördert erhielt Eberhardt Rodt am
28.04.1945 als 847. Soldat der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Im Juni 1946 kehrte er aus britischer Kriegsgefangenschaft zurück und war
danach über 10 Jahre als Guts- und Jagdverwalter des Prinzen Konrad von Bayern
tätig.
Eberhardt Rodt starb am 15.12.1979 in München und wurde in der Familiengruft
in Ansbach beigesetzt