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Ritterkreuzträger Willi Rothhaar
Oberleutnant der Reserve, Infanterie

      

Willi Rothhaar wurde am 18.10.1915 on
Oberxbach/Saar geboren und besuchte das Realgymnasium in Homburg bis zur
primärreife und besuchte anschließend die Handelshochschule des Saarlandes.
Von 1935 - 1975 war Rothhaar Angestellter und seit 1960 Abteilungsleiter bei
den Saar-Bergwerken.
Als Infanterist nahm er an den Feldzügen gegen Frankreich, Jugoslawien und der
Sowjetunion teil. In Russland kämpfte er 1941 um Kiev, auf der Krim und um
Sewastopol, wo er mit dem EK I und dem EK II ausgezeichnet wurde. Weiterhin
nahm er an den Schlachten um Krementschug und Tscherkassy teil.
Im Kessel von Tscherkassy gelang es Rothhaar, in der Position des
Kompanieführers der 4./Infanterie-Regiment 544 (389. Infanteriedivision),
einen russischen Panzerangriff abzuwehren. Bei diesem Angriff konnte Rothhaar
mittels einer Faustpatrone einen russischen Flammenwerferpanzer vernichten und
den Feind im Nahkampf zum Stehen bringen. Durch diese Taten verhinderte er den
feindlichen Durchbruchsversuch auf Ossweja und somit auch die drohende
Einkesselung seiner Division. Für diese mutige Tat wurde ihm am 05.09.1944 das
Ritterkreuz verliehen.
Bei den Kämpfen in Kurland erwarb er die Ehrenblattspange des Heeres und das
Goldene Verwundetenabzeichen, nach seiner 7 Verwundung.
Nach dem Krieg gehörte er zu den Begründern der Sektion Saarland der
Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger und blieb ihr bis zu seinem Tod im
Alter von 85 Jahren am 12.01.1998 in Saarbrücken.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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