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Ritterkreuzträger Richard Ruoff
Generaloberst

Richard Ruoff wurde am 18.08.1893 in Meßbach/Kreis Künzelsau, als Sohn eines Domänenpächters geboren und trat nach seinem Abitur am humanistischen Gymnasium in Tübingen, 1903 als Fahnenjunker in das 10. Württembergische Infanterie-Regiments Nr. 180 in Tübingen ein. Dort wurde er 1904 Leutnant.
Nach mehreren Dienstjahren als Kompanie-Offizier wurde er 1910 Bataillons-Adjutant, 1912 Oberleutnant und 1913 Regiments-Adjutant, wie er auch in den Krieg zog.
Bereits im November 1914 wird er zum Hauptmann befördert, durchlief er verschiedene Verwendungen in Truppe und Stäben. Als Kompaniechef wurde er mehrmals verwendet. Im Laufe des Krieges war er Adjutant und Generalstabsoffizier und war mit Ende des Krieges Kommandeur des III. Bataillons seines alten Regiments.
Im 1. Weltkrieg wurde Ruoff neben den beiden Eisernen Kreuzen mit dem Rittkreuz des Württembergischen Militär Verdienstordens und mit dem  Ritterkreuz des Württembergischen Friedrichsorden ausgezeichnet.
Nach der Umgliederung zur Reichswehr war Ruoff zunächst Adjutant und dann Generalstabsoffizier im Stab der 5. Division in Stuttgart tätig.
Im Jahr 1923 wurde er Chef der 11. Kompanie des 14. (Badischen) Infanterie-Regiments in Konstanz.
Von 1926 bis 1931 war er erneut Generalstabsoffizier, zuerst beim Infanterieführer V und dann wieder bei der 5.  Division, dies seit 1926 mit dem Dienstgrad eines Majors.
Als Oberstleutnant wird er Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 13 in Ulm und 1933, als Oberst, der Kommandeur des Regiments in Ludwigsburg.
Schon 1934 wurde Ruoff erneut Generalstäbler, diesmal als Chef des Generalstabes beim V. Armeekorps in Stuttgart und dann als Generalmajor im Jahre 1936Chef des Generalstabes der Heeresgruppe 3 in Dresden und schließlich 1938 als Generalleutnant Chef des Generalstabes der Heeresgruppe 5 in Wien.
Am 01.05.1939 übernahm der nunmehrige General der Infanterie als Kommandierender General das V. Armeekorps und wurde zugleich Befehlshaber im Wehrkreis V in Stuttgart.
Mit diesem Korps zog Ruoff in den Krieg, zunächst am Westwall, später erzwang das Korps u.a. die Maasübergänge und drang über den Aisne-Abschnitt nach Süden vor.
Im Ostfeldzug drang Ruoffs Korps über Suwalki, im Bereich der Heeresgruppe Mitte, vom Nordwesten her bis an die Ringbahn Moskaus vor. Bereits am 30.06.1941 hatte Ruoff das Ritterkreuz erhalten.
Am 08.01.1942 wurde Ruoff zum Oberbefehlshaber der im Mittelabschnitt eingesetzten 4. Panzerarmee und übernahm am 01.06.1942 als Generaloberst das Armeeoberkommando 17. Er führte die Armee Ende Juli aus den Don-Brückenköpfen in den Kaukasus. man nahm am 09.08.1942 Krasnodar und den Hafen Jejsk an der Ostküste des Asowschen Meeres. Es folgte der Vorstoß auf die Taman-Halbinsel und in Richtung Tuapse, der jedoch stecken blieb.
Im Juni 1943 wurde Ruoff als Generaloberst in die Führerreserve  versetzt und nicht mehr verwendet.
So entging er der Kriegsgefangenschaft. Bei Kriegsende wohnte er am Bodensee und zog dann später zurück nach Tübingen.
Richard Ruoff starb am 20.03.1967 in Tübingen.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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