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Ritterkreuzträger Walter Salzmann
Major, Infanterie

Walter Salzmann wurde am 12. Dezember 1913 in Treuenbrietzen südwestlich Berlin als Sohn des Polizeibeamten Albert Salzmann geboren. Er besuchte die Volks- und Mittelschule Treuenbritzen, die Helmholtz-Realschule in Berlin-Schöneberg und die Fachschule für das Graphische Gewerbe.
Am 1. Oktober 1934 trat er als Unterwachtmeister der Landespolizei bei und wird am 15.10.1935 als Schütze im Infanterie-Regiment 8 zum Heer übernommen. Dort wird er der 7. Kompanie zugewiesen. Das II. Bataillon, zu welchem die Kompanie gehört, liegt erst in Glogau und später mit dem restlichen Regiment in Frankfurt (Oder). Er schlägt die Offizierslaufbahn ein.
Im Jahre 1938 verlässt er das Infanterie-Regiment 8, wechselt dann zum Infanterie-Regiment 29 und kurze Zeit später zum Grenz-Infanterie-Regiment 121 nach Crossen. Nach dem Einsatz im Polenfeldzug wird ihm am 24. Oktober 1939 das EK II verliehen. Es folgt der Frankreichfeldzug und im Griechenlandfeldzug erhält er am 22. April 1941 das EK I. Er war dort der Vorausabteilung von Geyso zugewiesen worden, welche am Abend des 9. April 1941 unter schweren Verlusten den Nestos in Schlauchbooten überquerte. Hierbei fielen eine Anzahl von Männern, viele wurden verwundet und nur ein kleiner Teil der angesetzten Einheiten konnte das gegnerische Ufer des Nestos erreichen, setzte sich dort aber fest.
Im Juli 1941 ist er Leutnant und Zugführer in der 6./Infanterie-Regiment 121 unter Hauptmann Melzer, der später als Kommandeur das I./Infanterie-Regiment 123 übernimmt, und am 1. April 1942 wird er zum Oberleutnant befördert. Er übernimmt die 6. Kompanie erst als Führer, dann als Chef und führt sie durch die schweren Kämpfe bei Kertsch im Mai 1942 und bei Sewastopol im Juni. Am 27. Juni 1942 wird ihm als ersten Angehörigen des Infanterie-Regiment 121 und als Fünftem der 50. Infanterie-Division das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Salzmann hatte aus eigenem Entschluss einen Einbruch in die gegnerische Parpatsch-Stellung erreicht und dabei eine wichtige Höhe besetzt, die entscheidend für den gesamten Abschnitt war. Dies war ausschlaggebend für den weiteren Kampfverlauf.
Es folgen weitere Verwendungen im Infanterie-Regiment 121, unter anderem als Regimentsadjutant. Im Kubanbrückenkopf wird er am 1. April 1943 zum Hauptmann befördert und übernimmt im Oktober/November 1943 das neu aufgestellte Füsilier-Bataillon 50 der 50. Infanterie-Division. Er bewährt sich abermals bei den schweren Endkämpfen auf der Krim und um Sewastopol und kann im Mai 1944 von der Krim entkommen.
Er übernimmt nach der Wiederaufstellung der 50. Infanterie-Division im Juni 1944 wieder sein Füsilier-Bataillon und wird am 1. September 1944 zum Major befördert. Wenige Tage später erhält er am 17. September 1944 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Am 13. Januar 1945 tritt er seine letzte bekannte Kriegsverwendung als Divisionsadjutant der 19. Volks-Grenadier-Division an. Die Division kämpft zu dieser Zeit in der Saarpfalz im Rahmen des XIII. SS-AK.
Nach dem Krieg tritt der in die Bundeswehr ein, ist Kommandeur eines Lehr-Bataillons und findet Verwendung im Rahmen der Territorialen Verteidigung. Er wird am 31. März 1970 als Oberstleutnant aus der Bundeswehr entlassen.
Direkt anschließend an seine Pensionierung ist er bis 1978 Geschäftsführer der Rheinischen Genossenschaft des Johanniter-Ordens und ist hier maßgeblicher Initiator beim Aufbau des Katastrophenschutzes der Johanniter-Unfallhilfe.
Am 20.02.2000 verstarb der Ehrenritter des Johanniter-Ordens Walter Salzmann in Hannover.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Unterwachtmeister 01.10.1934 Eisernes Kreuz II. Klasse 24.10.1939
Schütze 15.10.1935 Eisernes Kreuz I. Klasse 22.04.1941
Unteroffizier ??? Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 27.06.1942
Fahnenjunker 01.05.1939 ernannt Deutsches Kreuz in Gold 17.09.1944
Leutnant 01.04.1940
Oberleutnant 01.04.1942
Hauptmann ???
Major 01.09.1944
Major (Bw) ???
Oberstleutnant (Bw) ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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