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Ritterkreuzträger Dr. jur. Heinrich Seidel
Oberstleutnant i. G., Infanterie

 
Heinrich Seidel wurde 1913, als Sohn eines ostpreußischen
Erbhofbauers, geboren. Seinen Vater verlor er als Soldat im 1. Weltkrieg.
Nach dem Abitur trat Seidel 1934 in das Infanterie-Regiment 2 in Allenstein ein,
wo er nach der Offiziersausbildung als Zugführer bzw. Bataillonsadjutant tätig
war.
Im Polenfeldzug erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und in Frankreich das
Eiserne Kreuz I. Klasse.
Im Russlandfeldzug erlitt er seine 3. Verwundung und verlor seinen linken Arm.
Für seine Tapferkeit wurde Seidel am 14.12.1941, als Oberleutnant und
Bataillonsführer des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 422, mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet.
Im Stab der 14. Panzerdivision tätig nahm er an den Kämpfen um Stalingrad teil,
von dort wurde er kurz vor der Kapitulation der 6. Armee ausgeflogen.
Nach Besuch des Generalstabslehrgang an der Kriegsschule in Berlin fand er
Verwendung als Major i.G. vor Leningrad und in Estland.
Im Jahre 1945 verlor er nach einem Luftangriff auf eine Klinik in Königsberg ,
wo Seidel erneut behandelt werden musste, beide Augen und wurde daraufhin aus
der "Festung Königsberg" ausgeflogen.
Das Kriegsende erlebte er als Oberstleutnant.
Nach dem Ende des Krieges studierte Seidel als kriegsblinder Staats- und
Rechtswissenschaften in Göttingen, wo er 1955 promovierte und 1957 das Gr. Jur.
Staatsexamen ablegte.
Danach arbeitete er in der Wehrbereichsverwaltung IV in Wiesbaden und erhielt
1973 das Bundesverdienstkreuz I. Klasse. Er trat dort als Leitender
Regierungsdirektor 1976 in den Ruhestand.
Dr. jur. Heinrich Seidel starb am 16.12.2000.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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