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Ritterkreuzträger Hans-Heinrich Sixt von Armin
Generalleutnant

06.09.1942

Hans-Heinrich Sixt von Armin wurde am 06.11.1890 in Stettin als jüngster von fünf Kindern von Friedrich Bertram Sixt von Armin und seiner Frau Klara von Voigts-Rhetz geboren und schlug, wie sein Vater, die Laufbahn eines Soldaten ein. So trat er am 18.02.1909 als Fahnenjunker der Armee bei und gehörte später dem Garde-Grenadier-Regiment 4 an. Seine Teilnahme am 1. Weltkrieg führt ihn an die Ost- bzw. Südfront. Seine Dienststellung dabei ist unbekannt. Schwer verwundet wird er bspw, am 15.05.1915. Wieder genesen befindet er sich mit Meldung vom 13.04.1916 im Kriegsministerium in Berlin. Mit Meldung vom 24.12.1918 gehörte Sixt von Armin der 3. Landesschützen-Brigade in Berlin und laut Meldung vom 05.01.1919 Garde-Grenadier-Regiment Nr.3 in Berlin-Charlottenburg an.
Nach dem Krieg wird er in die Reichswehr übernommen. Während des Krieges hatte er am 22.07.1916 Frau Friede von Hegel, die Tochter des sächsischen Oberpräsidenten Eduard Wilhelm Hegel, geheiratet. Aus dieser Ehe entstammen keine Kinder.

Während der Wehrmacht war er zunächst bis 01.09.1939 Oberquartiermeister I im Generalstab des Heeres  wechselte dann mit Kriegsbeginn als Chef des Generalstabes in den Stab der 5. Armee bis zum 10.09.1939 und übernahm am 25.09.1939 das Kommando über die 95. Infanterie-Division. Von Armin führte seine Division während der schweren Kämpfe an der Südfont und erhielt hier als Generalleutnant und Kommandeur der 95. Infanterie-Division, am 22.09.1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Das Deutsche Kreuz in Gold folgte ein knappes Jahr später. Als Kommandeur der Division soll er im Juli 1941 den Befehl zur Erschießung von ca. 200 sowjetischen, hauptsächlich jüdischen Personen in der Gegend von Shitomir gegeben haben, die zuvor angeblich deutsche Soldaten misshandelt hätten.
Am 10.05.1942 gab er sein bisheriges Kommando ab und übernahm die 113. Infanterie-Division, die im Januar 1943 in Stalingrad unterging. Wie tausende anderer seiner Kameraden geriet auch Sixt von Armin am 02.02.1943 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Hier spielt er eine wichtige Rolle im Umgang mit Friedrich Paulus. Sixt von Armin ist hier dessen engster Vertrauter. Sixt von Armin gehört zu den insgesamt 21 Generalen bzw. Admiralen der Wehrmacht jüdischer Herkunft. In der Gefangenschaft protestierte er vehement gegen das "Nationalkomitee Freies Deutschland" und war einer der schärfsten gegen der des "Verrätergenerals" von Seydlitz.
Sixt von Armin verstarb am 01.04.1952 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Es gibt Hinweise auf einen gewaltsamen Tod.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 18.02.1909 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 07.10.1914
Leutnant 16.06.1910 (m. Patent v. 20.06.1908) Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 22.12.1917
Oberleutnant 25.02.1915 Ehrenkreuz für Frontkämpfer ???
Hauptmann 18.10.1917 Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Major 01.04.1929 Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Oberstleutnant 01.10.1932 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 22.09.1941
Oberst 01.10.1934 Deutsches Kreuz in Gold 06.09.1942
Generalmajor 01.03.1938
Generalleutnant 01.03.1940

Buchhinweise:

                   

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