Hans-Heinrich Sixt von Armin wurde am 06.11.1890 in
Stettin als jüngster von fünf Kindern von Friedrich Bertram Sixt von Armin und
seiner Frau Klara von Voigts-Rhetz geboren und schlug, wie sein Vater, die
Laufbahn eines Soldaten ein. So trat er am 18.02.1909 als Fahnenjunker der
Armee bei und gehörte später dem Garde-Grenadier-Regiment 4 an. Seine
Teilnahme am 1. Weltkrieg führt ihn an die Ost- bzw. Südfront. Seine Dienststellung
dabei ist
unbekannt. Schwer verwundet wird er bspw, am 15.05.1915. Wieder genesen
befindet er sich mit Meldung vom 13.04.1916 im Kriegsministerium in Berlin.
Mit Meldung vom 24.12.1918 gehörte Sixt von Armin der
3.
Landesschützen-Brigade in Berlin und laut Meldung vom
05.01.1919
Garde-Grenadier-Regiment Nr.3 in
Berlin-Charlottenburg an.
Nach dem Krieg wird er in die Reichswehr übernommen. Während des Krieges hatte
er am 22.07.1916 Frau Friede von Hegel, die Tochter des sächsischen
Oberpräsidenten Eduard Wilhelm Hegel, geheiratet.
Aus dieser Ehe entstammen keine Kinder.
Während der Wehrmacht war er zunächst bis 01.09.1939 Oberquartiermeister I im
Generalstab des Heeres wechselte dann mit Kriegsbeginn als Chef des
Generalstabes in den Stab der 5. Armee bis zum 10.09.1939 und übernahm am
25.09.1939 das Kommando über die 95. Infanterie-Division. Von Armin führte seine Division während der schweren
Kämpfe an der Südfont und erhielt hier als Generalleutnant und Kommandeur
der 95. Infanterie-Division, am 22.09.1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Das
Deutsche Kreuz in Gold folgte ein knappes Jahr später. Als Kommandeur der
Division soll er im Juli 1941 den Befehl zur Erschießung von ca. 200
sowjetischen, hauptsächlich jüdischen Personen in der Gegend von Shitomir
gegeben haben, die zuvor angeblich deutsche Soldaten misshandelt hätten.
Am 10.05.1942 gab er sein bisheriges Kommando ab und übernahm die 113.
Infanterie-Division, die im Januar 1943 in Stalingrad unterging. Wie tausende
anderer seiner Kameraden geriet auch Sixt von Armin am 02.02.1943 in
sowjetische
Kriegsgefangenschaft. Hier spielt er eine wichtige Rolle im Umgang mit
Friedrich Paulus. Sixt von Armin ist hier dessen engster Vertrauter. Sixt von
Armin gehört zu den insgesamt 21 Generalen bzw. Admiralen der Wehrmacht
jüdischer Herkunft. In der Gefangenschaft protestierte er vehement gegen das "Nationalkomitee
Freies Deutschland" und war einer der schärfsten gegen der des "Verrätergenerals"
von Seydlitz.
Sixt von Armin verstarb am 01.04.1952 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Es
gibt Hinweise auf einen gewaltsamen Tod.