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Ritterkreuzträger Bruno Sieling
Oberleutnant der Reserve, Grenadiere

10.02.194416.09.194122.10.1939

 

 

Am 10. Jan, 1918 in Torsholt im Ammerland geboren, war er nach seiner Schulzeit als Landwirt tätig.
Im Kriege kämpfte er mit dem I./Grenadier-Regiment 401 im Osten. Bei den Rückzugsgefechten im August 1944 um die Rollbahn bei Sudauen am Kroloweksee am Bahnhof von Lipniak, bei Bilwinowo, bei Zalszczenowo am Szelment-See lag seine Einheit in schweren erfolgreichen Kämpfen gegen einen zahlenmäßig überlegenen Feind. Seine Einheit wehrte lange Zeit die Angriffe des Gegners auf die Höhe 252 erfolgreich ab.
In den Nachhutkämpfen der 170. Infanteriedivision von Leningrad bis zum Ostpreußenkessel hat sich Bruno Sieling durch Mut und Tapferkeit bewährt.
Er erlitt 8 Verwundungen. Für seine vorbildlichen Leistungen an vorderster Front wurde ihm als Oberleutnant der Reserve und Führer des I. Bataillons des Grenadier-Regiments 401 am 5. März 1945 das Ritterkreuz verliehen.
Nach dem Kriege eröffnete er eine Holzschuhwerkstaft in Westerstede und übernahm dann das Schuhgeschäft seiner Ehefrau in Bad Zwischenahn, bis er es später seinem Sohn übergab.
Neben seiner Tätigkeit als Kaufmann engagierte sich Bruno Sieling besonders in der Förderung des Heimatgedankens. Im Verein für Heimatpflege war er lange Zeit Vorsitzender und hat sich um den Ausbau des "Ammerländer Bauernhauses" und anderer Heimatmuseen verdient gemacht.
Er war Mitglied des Gemeinderats und einige Jahre Kreistagsabgeordneter im Landkreis Ammerland und erhielt das Landesverdienstkreuz. Als Mitglied des Aufsichtsrats der Kurbetriebsgesellschaft war er an der positiven Entwicklung Bad Zwischenahns maßgeblich beteiligt,
Ihm wurde die 40jährige Ehrennadel der Kyffhäuser Kameradschaft verliehen. Als Jäger im Hegering Bad Zwischenahn wurde er mit der 50jährigen Treuenadel ausgezeichnet. Er war langjähriges Vorstandsmitglied des Schützenvereins. Elf Nachrufe in der Zeitung zeigen deutlich, dass sein Name und seine Aktivitäten unauslöschlich mit Bad Zwischenahn verbunden bleiben. Er hat sich unermüdlich und selbstlos für die Entwicklung Bad Zwischenahns eingesetzt.
Auch als Ordenskamerad der Selektion Oldenburg-Ostfriesland war er immer bereit die Schönheiten und die Sehenswürdigkeiten des Ortes Bad Zwischenahn und dem Ammerland in seiner humorvollen Art anschaulich zu machen.
Bruno Sieling starb am 11.05.2002.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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