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Ritterkreuzträger Bruno Sieling
Oberleutnant der Reserve, Grenadiere

     
Am 10. Jan, 1918 in Torsholt im Ammerland
geboren, war er nach seiner Schulzeit als Landwirt tätig.
Im Kriege kämpfte er mit dem I./Grenadier-Regiment 401 im Osten. Bei den
Rückzugsgefechten im August 1944 um die Rollbahn bei Sudauen am Kroloweksee am
Bahnhof von Lipniak, bei Bilwinowo, bei Zalszczenowo am Szelment-See lag seine
Einheit in schweren erfolgreichen Kämpfen gegen einen zahlenmäßig überlegenen
Feind. Seine Einheit wehrte lange Zeit die Angriffe des Gegners auf die Höhe
252 erfolgreich ab.
In den Nachhutkämpfen der 170. Infanteriedivision von Leningrad bis zum
Ostpreußenkessel hat sich Bruno Sieling durch Mut und Tapferkeit bewährt.
Er erlitt 8 Verwundungen. Für seine vorbildlichen Leistungen an vorderster
Front wurde ihm als Oberleutnant der Reserve und Führer des I. Bataillons des
Grenadier-Regiments 401 am 5. März 1945 das Ritterkreuz verliehen.
Nach dem Kriege eröffnete er eine Holzschuhwerkstaft in Westerstede und
übernahm dann das Schuhgeschäft seiner Ehefrau in Bad Zwischenahn, bis er es
später seinem Sohn übergab.
Neben seiner Tätigkeit als Kaufmann engagierte sich Bruno Sieling besonders in
der Förderung des Heimatgedankens. Im Verein für Heimatpflege war er lange
Zeit Vorsitzender und hat sich um den Ausbau des "Ammerländer Bauernhauses"
und anderer Heimatmuseen verdient gemacht.
Er war Mitglied des Gemeinderats und einige Jahre Kreistagsabgeordneter im
Landkreis Ammerland und erhielt das Landesverdienstkreuz. Als Mitglied des
Aufsichtsrats der Kurbetriebsgesellschaft war er an der positiven Entwicklung
Bad Zwischenahns maßgeblich beteiligt,
Ihm wurde die 40jährige Ehrennadel der Kyffhäuser Kameradschaft verliehen. Als
Jäger im Hegering Bad Zwischenahn wurde er mit der 50jährigen Treuenadel
ausgezeichnet. Er war langjähriges Vorstandsmitglied des Schützenvereins. Elf
Nachrufe in der Zeitung zeigen deutlich, dass sein Name und seine Aktivitäten
unauslöschlich mit Bad Zwischenahn verbunden bleiben. Er hat sich unermüdlich
und selbstlos für die Entwicklung Bad Zwischenahns eingesetzt.
Auch als Ordenskamerad der Selektion Oldenburg-Ostfriesland war er immer
bereit die Schönheiten und die Sehenswürdigkeiten des Ortes Bad Zwischenahn
und dem Ammerland in seiner humorvollen Art anschaulich zu machen.
Bruno Sieling starb am 11.05.2002.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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