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772. Eichenlaubträger Friedrich Sixt
Generalleutnant

Friedrich Sixt wurde am 28. Oktober 1895 in München geboren.
Einer alten Soldatenfamilie entstammend, wählte er den Beruf des Offiziers und trat nach dem Abitur am 3. August 1914 als Fahnenjunker in das 6. Bayerische Feldartillerie-Regiment der 5. Bayrischen Division ein.
Im März 1915 wird er zum Leutnant mit Rangdienstalter vom 18. Juni 1913 (!) ernannt und tat dann als Zugführer in der 2. Batterie des Regiments Dienst. Im weiteren Verlauf des Krieges wird er Nachrichtenoffizier einer Abteilung und später des gesamten Regiments. Weiterhin ist er Adjutant der II. Abteilung.
Im Februar 1916 wird er im Ally-Wald bei Verdun verwundet und ein weiteres Mal 1918 auf dem Chemin des Dames. Er erwirbt sich beide Eiserne Kreuze von 1914 sowie das Verwundetenabzeichen.
Im Februar 1919 kehrt er in die Heimat zurück und tritt dann in die 2. Batterie im Bayerischen Freikorps des General Ritter von Epp ein und nimmt an den Kämpfen in München teil. Später findet er Verwendung im Stab des Freikorps.
Als Oberleutnant wird er als einer der ersten in die Reichswehr übernommen und tritt in die 5. Batterie der II. Gebirgsartillerie-Abteilung ein. Nach bestandener Wehrkreisprüfung versieht er seinen Truppendienst beim AR 7 und wird 1925 zur Generalstabsausbildung einberufen, welche er beim WK VII erhält.
Im dritten Jahr der Ausbildung wird er 1928/29 zur Dienstleistung ins OKH Berlin kommandiert und kommt dann nach bestandener Generalsstabsausbildung zum OKH/GenStabH, wo er bis Kriegsbeginn in der Organisationsabteilung seinen Dienst versieht. Hier wird er am 1. August 1937 zum Oberstleutnant befördert.
Bis April 1940 ist er im Generalstab des Heeres und wird am 1. April 1940 zum Oberst ernannt.
Vom 20. April 1940 bis 5. Juni 1942 ist er Chef des Stabes des XXXXIV. AK, welches im Frankreichfeldzug unter General der Infanterie Fritz Koch (ab 1. Januar 1942 General der Infanterie Otto Stapf) an der Aisne und der Loire eingesetzt ist. Es folgt die Verlegung ins Generalgouvernement und der Einsatz bei der Heeresgruppe Süd im Verband der 6. Armee, der 1. Panzerarmee und der 17. Armee. Als Oberst i.G. erhält er am 18. Mai 1942 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Am 1. Juni 1942 wird er zum Generalmajor befördert und noch im selben Monat Chef des Generalstabs der 7. Armee von Generaloberst Friedrich Dollmann im Westen.
Am 1. Juni 1943 erfolgt die Beförderung zum Generalleutnant und Ende des Monats wird er Kommandeur der 50. ID, nachdem deren Kommandeur Generalleutnant Friedrich Schmidt im Kubanbrückenkopf gefallen war.
Nach dem erfolgreichen Rückzug vom Kubanbrückenkopf und den schweren Abwehrkämpfen auf der Krim erhält er am 17. Dezember 1943 stellvertretend für seine Soldaten das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.
Nachdem die Abwehr an der Nordfront der Krim im Frühjahr 1944 aussichtslos geworden war, befiehlt er den Rückzug der 50. ID von dort. Hitler sieht hierin eine Befehlsverletzung und versucht ihn abzuurteilen, was ihm jedoch aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse und seiner weiteren umsichtigen Führung – auch durch den Einspruch der Vorgesetzten – nicht gelingt.
Bei den Endkämpfen der Division um Sewastopol wird er am 1. Mai 1944 am Ölberg durch einen Granatsplitter im Bereich des GR 686 der 336. ID verwundet und verlässt daraufhin die Division.
Am 1. November 1944 wird er Kommandeur der 5. Jäger-Division. Die Division kämpft zu diesem Zeitpunkt bei Narew und geht dann über Neustettin und Dramburg an die Oderfront zurück. Für seine Führung der Division erhält er am 11. März 1945 als 772. Soldat das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen.
Die Division ist im April 1945 dem CI. AK unterstellt und am 18. oder 19. April 1945 übernimmt Sixt die Führung des Korps, da der Kommandierende General der Artillerie Berlin zu anderer Verwendung versetzt wurde.
Er kommt dann in Kriegsgefangenschaft und ist später führendes Mitglied der Traditionsgemeinschaft der 50. ID.
Friedrich Sixt verstirbt am 4. August 1976 in Icking im Isartal.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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