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Ritterkreuzträger Eberhard Stephan
Major, Panzeraufklärer

Eberhard Stephan wurde am 17.07.1910 in Eichholz bei Liegnitz geboren und trat 1929 dem Infanterie-Regiment 10 bei, wo er der sMG-Kompanie zugeteilt wurde. Im Jahre 1933 erhielt er eine Kommandierung an die Kavallerieschule in Hannover und wurde in die Offizierslaufbahn übernommen.
Nach dem Besuch der Kriegsschule Dresden im Jahre 1935, wird er 1938 zum Reiterzug-Führer im Infanterie-Regiment 52 ernannt und nimmt mit diesem am Polen-Feldzug teil.
Während des West-Feldzuges übernimmt Stephan den Posten des Chefs der 9. Kompanie im Infanterie-Regiment 103. Bei der Umgliederung der 4. Infanterie-Division in die 14. Panzer-Division, wird er zum Chef der 2. Kompanie des Kradschützen-Bataillons 64 ernannt, mit der er dann am Balkan- und Russland-Feldzug teilnahm. Dort nimmt er an der Kesselschlacht um Kiew teil und legte bis Rostow am Don eine Strecke von ca. 2.000 Kilometer zurück, bis Stephan im Jahre 1942 zum Führer des Panzergrenadier-Regiments 103 ernannt wird. Mit diesem in Stalingrad im Einsatz, wird er im Stalingrader-Kessel, im Dezember 1942, schwer verwundet und schließlich ausgeflogen.
Bis Mai 1943 im Lazarett, wird er am 05.06.1943 mit dem Kommando über die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 5 betraut, mit der er u.a. an der Schlacht im Kursker Bogen teilnahm. Dem folgten die schweren Rückzugskämpfe bis westlich des Dnjepr und den Pripjet-Sümpfen.
Im Januar 1944 erneut schwer verwundet, kommt er in ein Lazarett und wird im Mai 1944 zunächst in die Führer-Reserve West versetzt. Im Zuge der Invasion in der Normandie übernimmt er dort das Kommando über die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 116.
Mit dieser Abteilung nahm Stephan an den Kämpfen um die Normandie, insbesondere im Raum Caen, und den Rückzug bis nach Aachen teil. Es folgten die schweren Kämpfe um den Hürtgenwald und um die Stadt Arnheim nach der britischen Luftlandung.
Bei Beginn der Ardennen-Offensive war Stephan Kommandeur der Voraus-Abteilung der 5. Armee und stieß bis Dinant an der Maas vor. Ende Dezember wurde er zum dritten mal schwer verwundet und lag bis März 1945 im Lazarett. Für seine Leistungen erhielt er, als Major und Kommandeur der Panzer-Aufklärungs-Abteilung 116 am 12. Januar 1945 das Ritterkreuz verliehen. Anschließend wurde er Kommandeur des Panzergrenadier-Regiments 60 und kämpfte im Reichswald und später im Ruhrkessel. Bei Kriegsende geriet Stephan in amerikanische Gefangenschaft, die wie er sagt "grausam" war.
Nach der Gefangenschaft trat Stephan zunächst dem Bundesgrenzschutz bei und trat dann am 01.07.1956 in die Bundeswehr über. Dort wurde er schließlich am 30.09.1964 verabschiedet.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant ??? Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Oberleutnant ??? Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Hauptmann ??? Heiliger Zvonimir 1. Klasse ???
Major ??? Deutsches Kreuz in Gold 25.03.1944
Oberstleutnant (Bw) Ehrenblattspange 25.12.1944
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 14.10.1943

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