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Ritterkreuzträger Friedrich-Carl von Steinkeller
Generalmajor

Friedrich-Carl von Steinkeller wurde am 28.03.1896 in Deutsch Krone/Westpreußen geboren.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde von Steinkeller in die Reichswehr übernommen und kam dann in der Wehrmacht zum Kradschützen-Bataillon 2, von wo aus er, als Major,  in den Stab des XV. Armeekorps versetzt wurde.
Im Jahre 1940 wurde er Kommandeur des Kradschützen-Bataillons 7, der 7. Panzerdivision, . In dieser Position verdiente er sich im Raum Wjasma am 25.05.1942 das Deutsche Kreuz in Gold.
Zum Oberstleutnant befördert wurde er Kommandeur des Kradschützen-Bataillons 1 und nahm später an der Besetzung Restfrankreichs im Verband der 7. Panzerdivision teil. Hier führte er bei der Operation "Lila", den Teilverband C, bestehend aus Verbänden der 7. Panzerdivision, um so insbesondere Toulon, mit der dort befindlichen französischen Kriegsmarine einzunehmen.
1943 zum Kommandeur des Panzergrenadier-Regiments 7 ernannt, erhält er als Oberstleutnant am 31.03.1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Während der Abwehrkämpfe um Narwa übernimmt von Steinkeller am 03.04.1944, als Oberst, die Führung der Panzergrenadierdivision "Feldherrnhalle" und wird am 01.06.1944 zum Generalmajor befördert.
Im Zuge der sowjetischen Großoffensive gegen die Heeresgruppe Mitte am 22.06.1944, wurde von Steinkellers Division dem XXXIX. Panzerkorps (unter General der Artillerie Martinek), der 4. Armee unter General der Infanterie von Tippelskirch, unterstellt, mit dem Auftrag die Ausgangsstellungen zurückzuerobern. Als Steinkeller im Hauptquartier des Panzerkorps eintraf, äußerte Martinek:

"Ihr wollt den Durchbruch stoppen? Welchen Durchbruch? Wir haben hier überall Durchbrüche. Ihr Platz sollte eine Auffangstellung an der Beresina sein, so könnten wir zumindest auf Rückendeckung hoffen, wenn wir am Dnjepr nicht mehr standhalten können. Und wie es aussieht dauert das nicht mehr allzulange..."

Dennoch wurde die Division in einem Gebiet eingesetzt, daß schon so gut wie verloren war. Dementsprechend waren die Verluste extrem hoch. Am 27.06. wurde der Rückzug befohlen. Das XXXIX. Panzerkorps bestand nun nur noch auf dem Papier und die Reste des Panzerkorps mussten sich durch das Sumpfgelände zwischen Dnjepr und Beresina zurückziehen, wobei die "Feldherrnhalle" die Nachhut bildete. In einem Bericht Steinkellers an das Hauptquartier drückte er diesen schweren Rückzug folgendermaßen aus:

"Den Erfolg, der meinen Rückzug begleitete, hat man mehr meinem Glück als meiner Fähigkeit als Befehlshaber zu verdanken."

Am 30.06.1944 war die Division bereits in mehrere Kampfgruppen aufgeteilt und erreichte mit nur noch geringen Munitions- und Lebensmittelvorräten, Anfang Juli die Beresina. Kurze Zeit später wurden sie jedoch im Kessel von Minsk eingeschlossen. Von Steinkeller wurde bei einem Erkundungsunternehmen verwundet. Nachdem der Ausbruch in kleinen Kampfgruppen befohlen (auf einer Offiziersbesprechung mit von Steinkeller und u.a. weiterer Offiziere verschiedenster Truppenteile im Divisionsraum am 06.07.1944) und je nach Feindlage erfolgreich verlief, gelang es nur noch wenigen Soldaten unverletzt die rettenden eigenen Linien im Raum Michanowitschi am Sswisslotsch zu erreichen.
Während dieser Ausbruchskämpfe geriet von Steinkeller am 08.07.1944 in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst am 09.10.1955 zurückkehrte.
Friedrich-Carl von Steinkeller starb am 19.10.1981.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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