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422. Eichenlaubträger Gustav Stühmer
Oberfeldwebel, Grenadiere

  
Gustav Stühmer wurde am 08.04.1914 in Elsfleth/Brake
geboren und trat am 29.10.1935 der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 58
ein.
Ende November 1939 erfolgte die Versetzung in die 8. Kompanie des
Infanterie-Regiments 399. Das Regiment wurde im Rahmen der 170.
Infanteriedivision bei der Eroberung der Krim eingesetzt, wo sich
Stühmer bei der Eroberung der Landenge am Parpatsch, bei den Kämpfen um
Sewastopol, dabei im Besonderen bei dem Sturm auf das Küstenwerk "Maxim
Gorki II", sowie bei der Eroberung Feodosias immer wieder durch Tapferkeit
hervorhub. Dafür erhielt er im August 1942 das Deutsche Kreuz in Gold.
Nach der Verlegung der Division an die Nordfront, half Stühmer bei der
Beseitigung des Brückenkopfes auf dem diesseitigen Ufer der Newa, wobei er
einen Stosstrupp führte, der den Gegner warf. Dafür wurde Stühmer am
29.12.1942, als Feldwebel und Zugführer in der 11. Kompanie des
Grenadier-Regiments 399, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 16.02.1944 befand sich Stühmer auf Erkundungsgang im Raum Sirgala, südlich
Sillamäe/Estland. Als Werfergranaten niedergingen, warf er sich vor seinem
Kommandeur dem Oberst Griesbach und rette ihm so das Leben. Stühmer selbst
fiel bei diesem Feuerüberfall bei8 der Rettung seines Kommandeurs.
Gustav Stühmer wurde auf dem Divisionsfriedhof der 170. Infanteriedivision in
Toila beigesetzt. Einen Monat später, am 06.03.1944 erhielt Stühmer, als
Oberfeldwebel und Zugführer in der 11. Kompanie seines Regiments, posthum, das
422. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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