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Ritterkreuzträger Hans Sturm
Obergefreiter, Infanterie

Hans Sturm wurde am 29.07.1920 in Dortmund als Sohn des Ingenieurs Hans Sturm geboren.
Nach dem Durchlaufen der Volks- und Oberrealschule besuchte er die staatlichen Ingenieursschulen in Dortmund und Aachen.
Am 03.10.1940 wird Sturm zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 289 in Herford einberufen und erhält dort bis zum 28.10.1940 seine militärische Grundausbildung.
Nach seiner Ausbildung kommt er am 29.10.1940 zur 3. und später 6. Kompanie des Infanterieregimentes 473 der 253. Infanteriedivision nach Frankreich und später nach Russland.
In diesem Regiment diente er zunächst als MG-Schütze, dann als Gruppenführer und als Kompanietruppmelder. Bis zum Dezember 1942 wurde Sturm 6 mal verwundet und erhielt 10 Auszeichnungen. Darunter  war am 29.07.1941 das Eiserne Kreuz I. Klasse und am 01.08.1941 das Eiserne Kreuz II. Klasse. Nach seiner ersten Verwundung am 22.08.1941 bei der er 4 Granatsplitter abbekam, erhielt er das Verwundetenabzeichen in Schwarz. Einen Tag später erhielt er einen weiteren Granatsplitter und einen Streifschuss. Im gleichen Monat erhielt er wegen Tapferkeit vor dem Feind die Beförderung zum Gefreiten und das Infanteriesturmabzeichen in Silber und Anfang 1942 die Ostmedaille.
Im Februar 1942 erlitt er Erfrierungen 2. und 3. Grades und einen Steckschuss (Splitter) in der rechten Augenhöhle.
Am 26.08.1942 erhielt er als Gefreiter das Deutsche Kreuz in Gold, damit war Sturm der erste Gefreite der 1942 das Deutsche Kreuz und das Ritterkreuz gemeinsam tragen durfte, das er am 26.09.1942 verliehen bekam, für die Verhinderung eines russischen Einbruches im Raum Rshew, der die Einkesselung des Regiments zur Folge gehabt hätte.
Im September 1942 erhielt er aufgrund von Tapferkeit die Beförderung zum Unteroffizier und wurde weiterhin zum vierten mal verwundet (Splitter und schwere Gehirnerschütterung). Dafür erhielt er das Verwundetenabzeichen in Silber.
Im Januar 1942 wurde Sturm zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 473 nach Aachen versetzt und arbeitete dort als Frontredner im Wehrkreis VI und X, sowie als Berufsberater für Offiziers- und Unteroffiziers-Anwärter.
Im Februar 1944 kam er zum Infanterie-Regiment 871 der 356. Infanteriedivision nach Italien wo er als Fahnenjunkerfeldwebel als Stellungs- und Pionieroffizier im Regiments-Stab arbeitete. Hier erhielt er im Mai 1944 als Fahnenjunkerfeldwebel das Bandenkampfabzeichen in Bronze.
Im Juni 1944 erfolgte die Kommandierung zur Kriegsschule nach Hagenau im Elsass wo er im September 1944 zum Leutnant befördert wurde.
Ab September 1944 war er Kompanieoffizier im Grenadier-Ersatz-Bataillon 88 in Fulda bis Oktober 1944. Danach  war Sturm Abteilungsführer im Reichslehrgang für Volkssturm-Bataillons-Führer in Grafenwöhr.
Im Februar 1945 wird er Sonderbeauftragter im Führungsstab "Deutscher Volkssturm" in Frankfurt,  Cottbus und Berlin.
Am 29.04.1945 und am 01.05.1945 erlitt er 2 weiterer Verletzungen durch Granatsplitter, wofür er noch am 01.05.1945 das Verwundetenabzeichen in Gold erhält,  und gerät am 02.05.1945 in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 10.10.1953 zurückkehrte.
Ab dem 02.01.1954 arbeitete Sturm als Ingenieur und Materialdisponent bei der Firma Rheinstahl Union Brückenbau AG.
Seit September 1979 ist Hans Sturm Rentner.

Buchhinweise:

                   

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