Von Thoma wurde am 01.09.1891 in Dachau/Oberbayern geboren.
Sein Vater war königlicher Forstbeamter.
Nach der Schule, am 23.09.1912, meldete er sich zunächst für 2 Jahre beim
3.Bayerischen Infanterieregiment „Prinz Karl von Bayern“ in Augsburg
als Offiziersaspirant. Bei diesem Regiment wurde er am 20.05.1913 Fähnrich und
am 01.08.1914 Leutnant.
Bei Beginn des 1.Weltkriegs kämpfte von Thoma in den Vogesen, in Lothringen,
vor Nancy-Epinal, an der Somme und bei Peronne.
Im weiteren Verlauf des Krieges kämpfte er an fast allen Fronten und erlebte
die berühmte Tankschlacht von Cambrai mit. Nachdem er sich mehrfach bewährt
hatte und mehrmalig verwundet (insgesamt wurde von Thoma während des 1. und
2.Weltkrieges insgesamt 20mal verwundet) wurde, erhielt er am 05.06.1916 das
Ritterkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens, womit die Verleihung des persönlich
Adels einherging (Die Bezeichnung „Ritter von“ wurde dem Namen
beigefügt). Am 18.04.1918 erfolgte noch seine Beförderung zum Oberleutnant.
Kurz vor Kriegsende wurde er gefangen genommen und kam in amerikanische
Kriegsgefangenschaft. Seine Entlassung erfolgte im September 1919.
Im Jahr 1920 wurde er in die Reichswehr übernommen. Von Juli 1922 an tat er 8
Jahre lang Dienst in der 7.(bayerischen) Kraftfahrabteilung.
Am 01.02.1925 wurde er Hauptmann und Chef der 2.Kompanie dieser Abteilung, die
in Würzburg stationiert war. Im Anschluss an diese Zeit durchlief er mehrere
Stationen, u.a. 1930 Stabsdienst beim Gruppenkommando 2 in Kassel, 1931/1932
in der 7.Sanitätsabteilung in München, 1933/1934 im Stab der 7.Division, ehe
er am 01.04.1934 zum Major befördert wurde und am 15.10.1934 zum Kommandeur
der II. Abteilung/Panzerregiment 4 ernannt wurde.
Im Spanischen Bürgerkrieg befehligte von Thoma, seit 01.08.1936
Oberstleutnant, die Panzerabteilung der „Legion Condor“ und wurde mit
der spanischen Medalla Militar mit Brillanten und dem deutschen Spanienkreuz
in Gold mit Brillanten ausgezeichnet und erhielt am 01.04.1938 die Beförderung
zum Oberst. Nach der Rückkehr aus Spanien erhielt er das Kommando über das
Panzerregiment 3 in Wien.
Während des Polenfeldzuges führte er sein Regiment im Rahmen der
2.Panzerdivision bis an den Bug. Am 05.03.1940 wurde er ins Oberkommando des
Heeres (OKH) versetzt und erhielt die Dienststellung eines „Generals der
Schnellen Truppen“.
Am 01.08.1940 die Beförderung zum Generalmajor erhaltend, übernahm er die
17.Panzerbrigade, bis er schließlich die Führung der 17.Panzerdivision
übernahm und mit dieser am Russlandfeldzug teilnahm. Er zeichnete sich während
der Kesselschlacht um Kiew besonders aus, wofür ihm am 31.12.1941 das
Ritterkreuz verliehen wurde.
Vom 23.05. - 01.07.1942 nochmals als „General der Schnellen Truppen“ im
OKH tätig, wurde er am 01.08.1942 zum Generalleutnant befördert und übernahm
er am 01.09.1942 das Kommando über das Deutschen Afrika-Korps. Wenig später,
am 24.10.1942 auch vertretungsweise das Kommando über die deutsch-italienische
„Panzerarmee Afrika“. Zusätzlich wurde er noch zum General der
Panzertruppen befördert.
Am 04.11.1942 geriet von Thoma, während er die Verteidigung von Tel el Mampsra
in vorderster Linie führte, in britische Kriegsgefangenschaft. Ob der
erfahrene und tollkühne General, er erlebte während seiner Dienstzeit nicht
weniger als 192 Panzergefechte, dies evt. freiwillig tat war später stark
umstritten.
Nach dem Krieg lebte er in Dachau und verstarb am 30.04.1948 im Alter von 56
Jahren.